Der Spielbericht kommt spät und er ist dieses Mal eher übersichtlich. Hintergrund ist die Doppelbelastung des Schreiberlings, zwei Mannschaften mit 5 Tagen Training oder Spiel innerhalb einer Woche lässt kaum Zeit für etwas anderes. Außerdem war ich erst ab Mitte von Hälfte eins zugegen und kann daher nur einen Teil des Spiels zusammenfassen.
Freitagabend, Fußballzeit. Für den Kaderstress doch recht ordentlich!
Aufgrund des Spieltermins in der nachösterlichen Woche ergab sich ein knappes Zeitfenster für Zu- oder Absagen. Entsprechend gab es wieder einmal Diskussionen, ob wir spielen oder nicht. Prinzipiell lässt sich bereits eine Schwankung in der Personaldecke erkennen. Wir haben einige Spieler im Kader, die freitags eben auch mal Spätschicht haben. Daher ist es umso wichtiger, dass andere dafür in die Bresche springen und nicht jede Woche mit irgendeiner Oma den 80sten Geburtstag feiern. Kommt immer mal vor, keine Frage, aber zu einer Mannschaft gehört eben auch, dass man der eigenen Verantwortung gerecht wird und verlässlich regelmäßig spielt oder zumindest rechtzeitig absagt. So viel zum organisatorischen Teil.
Wir konnten mit „voller“ Kapelle starten. Aufgrund der zahlreichen Absagen musste jedoch ein wenig improvisiert werden. Die Abwehr würde in der Form nur selten auflaufen, aber seit ich Fußball spiele, wird von hinten nach vorn geordnet. Die Formation war ungewohnt, aber wir schlugen uns dafür ganz gut. Bis Mitte der ersten Hälfte musste unser Team trotz eines sicheren Rückhalts in Form von Sven P. leider zwei Gegentreffer hinnehmen. Aufgrund unserer (teilweise) stark unterschiedlichen Auffassung von Laufarbeit und Strategie hatte der Gegner erhebliches Übergewicht im Mittelfeld. Aber das ist manchmal so und da hilft Lamentieren oder Beschweren wenig. Der Kern der Truppe muss sich dann aufrichten und notfalls ein paar Prozente für den Nebenmann mitlaufen.
Mit Erscheinen der Reservespieler konnten wir wechseln und einigen Spielern auch mal Pausen gönnen. Die Spielrichtung war gleich und unsererseits gelang eigentlich nur „Entlastung“ wenn wir die Außen mal ins Spiel brachten. Hier fehlt uns aber einerseits das Verständnis für den Mitspieler, was hoffentlich mit jedem Spiel zunimmt und andererseits auch ein wenig Qualität. Sowohl bei der Technik als auch bei der Laufarbeit. Beides kam nie zusammen, weswegen gute Läufe am Ende nichts Zählbares erbrachten. Mitte der zweiten Hälfte netzte der Gegner noch einmal ein. Energisches Nachsetzen gegen zwei Abwehrspieler reichte aus, den Ball an Sven P. vorbeizustümpern. Wir warfen ab da alles nach vorne. Vor allem Jonas war unermüdlich, auch wenn er natürlich durch seine Art dazu einlädt, als Übungsobjekt für Körperkontakt zu dienen. So geschah es dann auch zwei Minuten vor Schluss, dass der gegnerische Torhüter Jonas panisch zu Boden riss, weil er läuferisch eben keine Chance hatte. Den fälligen Elfmeter durfte Florian verwandeln, der nur dank Jonas Mithilfe überhaupt mitspielen konnte. So konnten wir uns wenigstens noch belohnen, ohne eigenes Tor ist auch irgendwie Mist.
Fazit:
Ich fand das Spiel nicht gut. Es war ein lahmer Kick, obwohl sich alle Mühe gaben. Vockerode war auch ziemlich „alt“ aufgestellt. Vermutlich hätte ein richtiger Antreiber oder ein ausgebildeter Stürmer gereicht, hier was mitzunehmen.
Vielen Dank vor allem an die kurzfristigen Unterstützer. Gerne öfter!!!
Aufstellung: Sven P. – Sven K., Stephan S., Jan., Thomas B – Ronny B, Endri, Jonas, Frank – Florian, Kristo
Bank: Andreas E., Sven M., Thomas G.