Eintracht/GW Dessau - FSG Steutz/Leps 5:7 (2:4)

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Kategorie: Neuigkeiten
Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2026 19:22
Geschrieben von Andreas Eichler
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Der August neigt sich dem Ende entgegen und unser letztes Heimspiel rückt näher. Aufgrund eines am selben Abend stattfindenden Mega-Events mit den Jungs von KRAFTWERK fielen Dirk und Yami aus. Trotzdem konnten wir dank unserer unermüdlichen Scouting-Arbeit insgesamt 16 Mann aufbieten. Thomas B. übernahm freiwillig den Schiedsrichter-Posten und wir waren hochmotiviert. Es sollte mal wieder gewonnen werden.

Freitagabend, Fußballzeit – fogelwildes Spektakel an der Schlagbreite.

Aufgrund neuen Personals veränderten wir wieder einmal die Aufstellung. Theoretisch darauf ausgelegt, hinten erstmal stabil zu stehen. Wenig zuzulassen und dann auf dieser Grundlage aufbauend, ein Spiel nach vorn zu entwickeln. Der Gegner ist uns aus vielen Spielen bekannt und uns war klar, dass Fehler vermutlich auch genutzt werden. Das wir aber insgesamt 12 Tore zu sehen bekommen und davon 8 selbst erzielen, das hätte man vorher nicht für möglich gehalten.

Wir starteten optisch breit aufgestellt und ruhig. Der Aufbau von hinten wurde meistens über Sven P. intitiert und dann über Stephan und Jan geleitet. Das klappte gut. Nach dem Spiel waren wir uns einig, dass wir ansehnlichen Fußball gespielt haben. Unser Manko war eindeutig, dass wir zu viele Gegentore zuließen. Das erste fiel nach 5 Minuten, als eine Flanke in den Strafraum bei Gaston landet. Dieser sieht den Ball spät und kontrolliert ihn entsprechend nicht. Resultat: ein sehenswertes Kopfballtor. Nicht der Start, den wir uns erhofft hatten. Aber direkt im Gegenzug wird Marjo geschickt erzielt eines seiner 4 Tore des Abends. Der Torhüter war nicht immer sattelfest und vor allem läuferisch unterlegen. Marjo konnte ihn ausspielen uns einnetzen. Wir spielten weiter nach vorn und hatten einige solche Gelegenheiten. Vor allem über rechts kamen einige Angriffe zustande. Wir hatten Endri auf den rechten Flügel gestellt und der machte das echt gut. Doppelpässe, Läufe in die Tiefe, fast wie aus dem Lehrbuch. Aus einem dieser Angriffe erzielten wir das 2:1. Jan konnte sich in den Strafraum dribbeln und mit der linken Pike vollenden. Früher Schock verdaut. Danach stellte sich Steutz etwas besser auf Marjo ein. Wir kamen zwar immer noch zu guten Angriffen, aber wir hatten Ballverluste und entsprechend konnte Steutz einige Male kontern. Einmal ging der Ball direkt in der Mitte verloren und der Stürmer war vor Ronny am Ball. Wir kassierten noch zwei weitere Tore, eins durch einen perfekten Kopfball nach Freistoß. Halbzeit 2:4

Wir hatten in der ersten Hälfte keine Möglichkeit zum Wechseln gefunden. Mit Ausnahme von Jan hatten alle durchgespielt. Daher änderten wir einige Positionen, um auch unserer Bank Spielzeit zu geben. Bei zwei Toren Rückstand kann man mit frischen Kräften auch nochmal angreifen und eventuell ausgepowerte Spieler erhalten mal eine Pause. Theoretische Ansätze solcher Art führen meist erstmal zu Unruhe. Bei uns nicht. Wir brannten erstmal ein Feuerwerk ab. Anders kann man das nicht nennen. Innerhalb der ersten 10 Minuten hätten wir vermutlich 5 oder mehr Tore schießen können. Es waren erstmal nur 2, aber wir hatten ruckzuck Gleichstand hergestellt und spielten schnell und zielstrebig nach vorn. Über rechts mit Gaston ging immer was und auch Miertschi über links hatte erheblich mehr Ballkontakte. Spätestens, wenn der Ball bei Marjo war, wurde es gefährlich. Er konnte dem gegnerischen Vorstopper immer wieder entwischen und coole Tore schießen. Leider erzielten wir mitten in dieser Drangphase das zweite wunderschöne Eigentor. Thomas M, gewechselt von Kochstedt II. und hoffentlich nun regelmäßiger Gast, verlängerte eine Ecke mit der Hacke. Unhaltbar. Wir gaben nicht auf und spielten weiter nach vorn. Marjo alleine hätte uns in Richtung zweistellig befördern können. Einige Weitschüsse gingen vorbei oder wurden vom gegnerischen Torwart mit letzter Kraft pariert. Es klappte einfach nicht und da wir hinten ziemlich offen waren, kassierten wir noch ein Tor. Bevor Marjo wieder zuschlug und uns wieder in Schlagdistanz brachte. Den Schlusspunkt setzte dann der Präsi. Einen verunglückten Ball des Gegners, der einmal in der Erdumlaufbahn war und entsprechend „mit Schnee drauf“ wieder runterkam, konnte er beim Befreiungsschlag nicht richtig kontrollieren. Er flutschte im Stile einer Bogenlampe in Richtung Tor. Und nur, weil sich die Erde weiterdrehte, während der Ball so flog, kam er kurz hinter der Torlinie auf.

Endstand 5:7

Fazit:

Man hat´s vielleicht gemerkt, für mich war das ein fast schon episches Spiel, weswegen ich Bruchstücke aus alten Spielberichten verarbeitet habe. Im Nachhinein war es klar, dass es so cool werden musste. Der Gegner reiste mit Profi-Equipment an, was uns (wie einst in Dobritz/Garitz) sinnieren ließ, woher denn der Geldsegen stammen könnte. Am Freitag fiel die Wahl auf Zoll für die vorbeifahrenden Elbkähne oder (wahrscheinlicher), dass man in Steutz „Bernd sein Zimmer“ gefunden hat, welches durch die austrocknende Elbe freigelegt wurde.

Das Spiel hat gezeigt, dass wir können. Es war sehr ansehnlich, sehr intensiv. Sehr positiv. Und da wir eigentlich 8:4 gewonnen haben, können wir das Spiel als Schritt in die richtige Richtung verbuchen. Danke an alle, die dabei waren. An zahlreiche Fans, Thomas B. als fehlerfreien Schiedsrichter und nicht zuletzt an unsere „Neulinge“ Ronny K. und Thomas M.

Aufstellung: Ronny K. – Gaston, Sven P., Andreas E., Tobias M.– Endri, Jan L., Stephan A., Ronny B. – Kristo, Marjo

Bank: Erion, Sven K., Sven M., Thomas M.