Germania Roßlau - Eintracht/GW Dessau 9:3 (3:3)

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Kategorie: Neuigkeiten
Veröffentlicht am Sonntag, 27. September 2026 08:02
Geschrieben von Andreas Eichler
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Das Spiel in Roßlau ist ein paar Tage her, aufgrund der Höhe des Ergebnisses fehlte dem Schreiberling etwas der Drive.

Freitagabend, Fußballzeit – follkommen indikustabel in Hälfte zwei.

Das Spiel wurde kurzfristig auf 18:30 gelegt, damit man unter Flutlicht hätte spielen können. Und obwohl im Laufe des Spieles ungefähr 100 Zuschauer vor Ort waren, fand sich niemand, der die Pfeife in die Hand nehmen wollte. Wir fingen trotzdem früher an, weil man das Flutlicht nicht anschalten wollte. Alles ein wenig kurios.

Mein Tipp: Roßlau kennt sich dort aus, und ist an die tiefstehende Sonne gewöhnt.

Roßlau hätte kein Tor nach 20 Sekunden kassiert, nur weil die Abwehrspieler alle gleichzeitig in die tiefe Sonne gucken und rumtorkeln wie Al Bundy, nachdem er Marcy im Neglige gesehen hat. Der Schock saß tief. So tief, dass wir direkt das zweite Tor kassieren. Ich will nicht übertreiben, aber der große Zeiger war vermutlich noch nicht wieder rum. Egal, wir stemmten uns dagegen und erzielen zwei schöne Tore, weil wir eben Marjo haben, der den Gegner wirklich richtig beschäftigen kann. Wir kassieren durch eine ungeordnete Abwehr das 3:2 und gleichen ziemlich zeitnah wieder aus. Eine abwechslungsreiche erste Hälfte. Hier hätte man abpfeifen sollen.

In der zweiten Halbzeit sind wir dann, trotz guter Besetzung im Prinzip auseinandergebrochen. Mit dem vierten Tor, bei dem Jan unglücklich aussieht, war keine Struktur mehr gegeben. Wir spielten zwar weiter nach vorne und hatten durch Marjo auch herausragende Möglichkeiten. Aber wir hatten trotz läuferischer Unterlegenheit gegen eine zudem noch clevere Mannschaft anscheinend immer noch genug Luft, um zu lamentieren oder dem Nebenmann irgendeinen Fehler vorzuwerfen.

Man kann mit der eigenen Leistung und dem Spielvortrag der eigenen Mannschaft unzufrieden sein. Man kann auch Spieler kritisieren, weil sie anders spielen, als es in der Situation besser wäre. Aber das macht man nicht auf dem Platz oder noch besser in Abwesenheit des Spielers. Das ist eigentlich eine Sache für einen Trainer. Der müsste zudem noch 2-3 Sprachen sprechen und einfach die Zeit haben, das Ganze an die Mannschaft und/oder die einzelnen Spieler heranzutragen. In Ermangelung dieser „Fachkraft“ würde es schon genügen, wenn einzelne Spieler miteinander reden und ggf. Einfluss ausüben.

Natürlich ist Fußball eigentlich ein „einfaches“ Spiel mit ein paar global gültigen Grundregeln. Aber da es von Menschen ausgeübt wird, die nicht dieselbe Auffassung haben bzw. nicht dieselben Voraussetzungen, hilft es nichts. Wir können nicht voraussetzen. Wir können nicht die halbe Mannschaft ersetzen. Wir können nicht immer nach dem Spiel einzelnen Spielern, die sonst 20 Glanzparaden machen oder pro Spiel 5 Tore schießen irgendwelche Situationen vorhalten, nur weil sie mal einen schlechten Tag haben oder in einem Spiel mit 3 eigenen Toren 1-2 mal nicht abgeben. Wir müssen uns Gemeinsames erarbeiten und die „Erfahrenen“ müssen den „Freizeitkickern“ helfen. Die Grundtugenden einbringen. Gute Aktionen feiern. Gegenseitig aufbauen.

Das war schon das Fazit. Das Spiel endete mit viel Meckern und Diskussionen und fast komplett ohne Gegenwehr 3:9.

Aufstellung: Jan – Sven K., Andreas E., Stephan S., Erion – Ronny B., Thomas W., Jan L., Dirk – Kristo, Marjo

Bank: Jelschi, Thomas E., Sven M.