Rot Weiß Thalheim - Eintracht/Grün-Weiß Dessau 4:1

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Kategorie: Neuigkeiten
Veröffentlicht am Montag, 05. Oktober 2026 09:29
Geschrieben von Dirk
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Freitagabend, Fußballzeit. Diesmal hieß der Gegner: Rot‑Weiß Thalheim. Thalheim gehört bekanntlich zu den Auswärtsspielen mit der längsten Anreise – und damit automatisch auch zu denen, bei denen „vollzählig und pünktlich“ schon fast wie ein sportlicher Rekord klingt. Diesmal klappte das tatsächlich ohne Drama. Dass es überhaupt jedes Mal eine kleine Detektivarbeit ist, elf Leute zu finden, erwähnen wir nur noch der Form halber. Daran haben wir uns gewöhnt. Am Ende saßen dann sogar drei Spieler als Reserve auf der Bank – Luxus, den man sonst nur aus höheren Ligen kennt.

Im Tor stand Ronny, der seine Sache nicht nur gut, sondern sehr sicher machte. Er war an diesem Abend der Fels in der Brandung, der Ruhepol im Chaos und gelegentlich auch der einzige Grund, warum der gegnerische Stürmer nach einem Schuss erstmal kurz Luft holen musste, bevor er sich über das nächste Wunder wundern durfte.

Der Spielbeginn war offen. Chancen gab es auf beiden Seiten. Mit etwas Glück und einem klaren Blick für den besser positionierten Nebenmann hätte die Mannschaft aus der „Schlagbreite“ sogar in Führung gehen können. Stattdessen wurde eher unambitioniert aufs Tor geschossen – oder auch mal kräftig daneben. Nichts, was den gegnerischen Torhüter aus dem Schlaf gerissen hätte. Thalheim machte das effizienter und ging nicht unverdient mit 1:0 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild – bis eine Standardsituation für Bewegung sorgte. Ein Handspiel an der Strafraumgrenze wurde vom souverän agierenden Unparteiischen mit einem Freistoß von halblinker Position belohnt. Yami legte sich den Ball zurecht und rief in Richtung rechte Seite, Dirk möge sich bereithalten. Dirk stand jedoch links von Yami – und genau dorthin spielte Yami den Ball auch. Die Verwirrung in der Thalheimer Abwehr war so groß, dass selbst die Verwirrung verwirrt war. Dirk nutzte die Gunst der Stunde, netzte mit links aus spitzem Winkel ein – und erzielte den verdienten Ausgleich.

Die Freude über den Treffer währte jedoch nicht lange. Kurz nach dem Anstoß erhöhten die Hausherren schon wieder auf 2:1. Die Tore zum 3:1 und 4:1 folgten nach dem gleichen Muster: Thalheim nutzte die Räume im Mittelfeld, wir die kleinen Nachlässigkeiten – und wurden dafür eiskalt bestraft.

Die Gäste aus dem Dessauer Westen wehrten sich nach Kräften und mit ganzem Körpereinsatz. Lepsers Unterschenkel sah nach einem beherzten Zweikampf aus, als könnte er eine Hauttransplantation ganz gut gebrauchen. Sven Pannickes Stirn zierte bald eine respektable Platzwunde – die aber behandelt werden konnte, sodass er kurze Zeit später wieder aufs Feld zurückkehren konnte. Medizinisch betreut, mental unbroken.

Den Gästen boten sich noch einige Gelegenheiten zum Verkürzen, doch spätestens der Thalheimer Schlussmann machte solche Hoffnungen zunichte.

Fazit: Insgesamt war es eine solide Leistung gegen die spielstarken Thalheimer. Einige Stimmen waren nach dem Schlusspfiff der Meinung, mit der Leistung aus dem Spiel gegen 05 wäre man heute als Sieger vom Platz gegangen. Diese Einschätzung ist – wie so oft – rein spekulativ. Aber genau diese Art von Nachbetrachtung gehört zum Fußball dazu.

Eintracht/Grün‑Weiß Dessau spielte mit:
Ronny, Sascha, Sven P., Yami, Sven K., Mathias, Kai, Lepser, Dirk, Kristo, Erion, Gaston, Thomas W., Jan L.