Eintracht/GW Dessau - FSG Steutz/Leps 2:3 (1:3)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 11. August 2024 21:03
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Die Urlaubszeit hat den Verein fest im Griff, dazu stehen fast täglich Testspiele bei der Ersten an. Bei der Zweiten Mannschaft, die eine Spielgemeinschaft mit einer anderen Spielgemeinschaft hat, ist das nicht so. Trotzdem fanden sich am vergangenen Freitag im Prinzip nur Spieler der ersten, um bei feinsten Fußballwetter bei uns "alten Herren" auszuhelfen. Schade eigentlich, der Gegner reiste nur mit 9 Mann an und bei der Konstellation ergaben sich ausreichend Wechselmöglichkeiten und Einsatzzeiten. Egal, wir waren trotz Verständnisproblemen bei Yamis Nominierungen ausreichend Spieler, um Senior und Junior Kühne an den Gegner auszuleihen. Und so hieß es endlich wieder.
Freitagabend. Fußballzeit.
Der Trainer und Schreiberling hatte wieder einschlägige Fußball-Lexika geschmökert, um eine passende Formation zu finden, die zum Spielermaterial und der Spielweise der Gegner passen sollte. Es wurde ein fantasievolles 3-3-3-1, und die verschiedenen Gespräche während des Spieles ließen erkennen, dass darunter jeder etwas anderes versteht. Letztendlich war die Aufstellung gut für viele Offensivaktionen. Anfangs nur in unsere Richtung, später mit deutlichen Chancenplus für uns, da Frank und Andreas "das Spiel sehr breit machten" und dann in Kombination mit der offensiven Mitte einfaches Spiel in die Tiefe ermöglichten. Es fing aber erstmal damit an, dass die 3 defensiven Mittelfeldakteure nicht in Tuchfühlung zum Gegner kamen. Weder im Einrücken in die letzte Kette, noch nach vorn gegen die Zentrale des Gegners. Mit dem Ergebnis, dass uns Steutz in den ersten zehn Minuten einige Male überspielen konnte. So kassierten wir auch relativ schnell zwei Tore. Eines, als Marco einen aufspringenden Ball falsch berechnete und danach den Stürmer erfolglos verfolgte. Und beim zweiten Mal, als der ausgeliehene Kühne Junior eine sehr gute Ecke schlug und der Schreiberling seine fehlenden Qualitäten in Stellungsspiel und Kopfball präsentierte. Das 0:2 schockte erst einmal, aber wir fanden mit dem einsetzenden Regen und mit etwas mehr Engagement plötzlich ins Spiel. Am Ende waren es wieder die Grundtugenden, wir ackerten einfach mehr und brachten die gegnerische Mitte zumindest zum Abdrehen. Der einfache Ball war nicht mehr möglich, die Stürmer hingen in der Luft. Die Pässe wurden unsauberer und entsprechend konnten wir abfangen oder abjagen. Wir übernahmen immer mehr die Initiative und erspielten uns Gelegenheiten. Entweder durch Hereingaben über die Flügel oder durch steile Pässe durch die Mitte. In Hälfte eins war uns nur ein Tor vergönnt und der Gegner schoss auch noch eines. Beide fielen nach einem flachen Pass von außen in die Mitte. Bei uns war Kevin nach einer Hereingabe von Frank erfolgreich.
In der Pause wurde nur besprochen, dass wir möglichst auf hohe Flanken verzichten wollen, da wir in der ersten Hälfte keinen einzigen vernünftigen Kopfball hinbekommen hatten. Es entwickelte sich schnell ein munteres Spielchen, weil Steutz in der Pause anscheinend zu sehr im Erfolg gebadet hatte. Der Gegner spielte zwar immer noch nach vorn, aber wir konnten alles klären und hielten in Hälfte zwei die Null. Offensiv schalteten sich bis auf den gutaufgelegten Bernd alle Spieler ein. Wir hatten zahlreiche gute Angriffe, über die Flügel, durch die Mitte, Standards, es war wirklich alles dabei. Neben den ersten 10 Minuten mit fehlender Abstimmung blieb uns der Erfolg am Freitag vor allem durch ein riesiges Manko verwehrt. Wir versiebten einfach richtig viele Torchancen. Es schoss keiner auf der Torlinie stehend noch über das Tor wie einst Mario Gomez. Aber allein die Chancen aus Steilpässen durch die Mitte hätten mit etwas mehr Ruhe zu mindestens 2 Toren umgemünzt werden müssen. Positiv zu erwähnen ist, dass keiner wirklich nachgelassen hat oder konditionell eingebrochen ist und wir nicht gemeckert oder diskutiert haben. Und natürlich, dass Dirk nun endlich sein erstes Saisontor erzielen konnte. Kevin hatte sich durchgesetzt und vom rechten Strafraumeck Richtung Tor geschossen. Der Torhüter ließ klatschen und Dirks Torriecher ließ ihn direkt dort stehen, wo der Ball landete. Leider gelang uns danach kein weiteres Tor und somit endete das Spiel 2:3 für Steutz/Leps.
Vielen Dank an die Unterstützer aus dem aktiven Bereich, an alle Fans und natürlich an Yami für die umsichtige Spielleitung.
Aufstellung: Bernd - Sven K., Marco, Chris- Andreas E., Erjon, Redi - Andreas S., Ralf, Frank S. -Dirk
Bank: Sven M., Kevin M.
Prag ist, wenn der Dicke in´s Tor geht - a.k.a. Prager Fäßchen Cup 2024
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- Veröffentlicht am Freitag, 05. Juli 2024 12:45
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Da wir in diesem Jahr schon einen Traditions-Monat hatten, möchte ich gern von einer weiteren schönen Tradition berichten, die einige der Eintracht-Jungs einmal jährlich pflegen. Und zwar nehmen wir, mittlerweile mit der Unterstützung der Grün-Weißen, einmal jährlich am Prager-Fäßchen-Cup teil. Seit mehr als zwanzig Jahren. Und weil der Name des Cups vermuten läßt, dass es dabei nicht nur um Fußball, sondern eben auch um Bier geht und wir zudem durch unser um mehr als 20 Jahre fortgeschrittenes Alter nicht mehr 100% bei der Musik mit dabei sind, wird sich dieser Bericht auch mehr um die Anekdoten drehen, die neben dem Platz aufgeschnappt wurden. Und das waren einige.
Wie immer reisten wir am Donnerstag in die Stadt an der Moldau, die wie wir alle wissen, irgendwann in die Elbe fließt.
Ralf war wieder mal der Einzigste (!), der uns mit mangelndem Geographiewissen nervte, da er ständig die Donau in´s Spiel brachte. Auf der Anreise hielten wir wie immer in einer urigen Dorfgaststätte in Velemin. Hier erregten wir große Verwunderung, weil alle 11 Reisenden ein Bier bestellten. Ich zitiere hier gern den Kellner: "...sagt mal, wer fährt denn bei euch? Bei uns in Tschechien gilt 0,0 Promille...". Kurz danach lauschten 2 Drittel der Teilnehmer den Erzählungen der Beifahrer in Eschis Auto. Wir hatten nämlich einen kleinen Umweg durch Dresden gemacht und waren damit einem Stau ausgewichen. Bei eben dieser Stadtrundfahrt hatte dann Eschi erzählt, dass er "früher" einmal in Dresden im Chor gesungen hat und dass es ihn sogar auf Vinyl gibt. Im dann aufkommenden Tumult konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob Eschi früher mal ein Domspatz war und/oder ob er an der Elbe, sitzend auf einem Stein und sein langes Haupthaar mit einem goldenen Kamm striegelnd, arme Schiffersleute ähnlich der Loreley in Untiefen lockte. Pünktlich 30 Sekunden vor dem für Prag angekündigten Unwetter waren wir im Hotel und nachdem alle 3 Autos durch das Nadelöhr der Hofeinfahrt gelangt waren, konnten wir uns dem Abendprogramm widmen. Auf der Eröffnungveranstaltung wurden wie immer die Teams ausgelost und zudem wurde reichlich Bier getrunken und lautstark skandiert. Wobei man sagen muss, dass eigentlich nur die Italiener nervend viel und laut gröhlten und einige Teams fast vollständig auf Alkohol verzichteten. Wir brauchen uns aufgrund jahrelanger Erfahrung keine Sorgen machen, dass unser Spielniveau durch zu viel Bier am Abend vorher sinkt.
Zitat Sven P.: Super Spiel Vorbereitung."
Der Freitag begann für uns recht früh, unser erstes Spiel war sozusagen noch vor dem Aufstehen, nämlich 9:30 Uhr. In Anbetracht der zu erwartenden Temperaturen schien das aber nicht schlecht zu sein, schließlich redet alle Welt immer davon, dass Sport besonders in der Mittagshitze nicht zu empfehlen ist. Ob es an den hohen Temperaturen kurz nach dem Frühstück, fehlender Taktik oder unserem fortgeschrittenen Alter lag, wird man vermutlich nicht ergründen. Wir verloren das erste Spiel jedenfalls knackig mit 0:10. Obwohl wir theoretisch mit 3 Verteidigern spielten, ließen wir uns immer wieder überlisten und kassierten ziemlich einfache Tore. Im Spielaufbau klappte gar nichts und verlorene Bälle führten regelmäßig zu Kontern mit entsprechenden Großchancen. Daher stellten wir im zweiten Spiel um und verstärkten das Mittelfeld. Mit dem Ergebnis, dass wir nur noch 5 Gegentor kassierten. Nach vorne ging weiterhin nicht viel, wir hatten keinen vernünftigen Spielaufbau und waren auf den Zufall angewiesen. Während der Pause nach dem zweiten Spiel genossen wir das hochsommerliche Wetter und stärkten unsere Kräfte bei einem leckeren Mittagessen und dem einen oder anderen Bier. Und wir tüftelten weiter an der Taktik, das letzte Spiel musste gewonnen werden. Entsprechend vollzogen wir einen Torhüterwechsel. An Justins Stelle ging Eschi ins Tor, frei nach dem inoffiziellen Prag-Motto: "Prag ist, wenn der Dicke ins Tor geht.". Justin spielte fortan im Mittelfeld und wir starteten erstmal mit Gegentoren. Aber wir konnten die Flut anfangs aufhalten. Mit eigenen Aktionen erzielten Jan und Justin endlich auch mal Tore für uns. Allerdings blieben unsere Abstimmungsprobleme präsent. Und mit zunehmender Spieldauer waren auch konditionelle Defizite nicht mehr abzustreiten. Im letzten Jahr waren wir gegen Holland Spolina noch erfolgreich, dieses Mal mussten wir uns geschlagen geben.
Für den schönsten Dialog des Tages sorgte wieder Eschi. Als einer der Spieler der Altherren Mieders aus den Katakomben trat, sprach er diesen auf den Pool an, den die Österreicher mit dabei hatten. Und er tat dies mit dieser Frage: "Sag mal, ihr seid doch die mit dem Pool, oder? Hat ihr schon einen Wal?"
Hier kurz die Ergebnisse unserer Partien vom Freitag:
Rehsumpfer Sportfreunde - TOP Argento (ITA) 0:10
Rehsumpfer Sportfreunde - FGBK Aktas (LIT) 0:5
Rehsumpfer Sportfreunde - Holland Spolina(ITA) 2:6
Der Abend wurde dann wieder mit einer Bootstour auf der Moldau verbracht. Leider war auch hier wieder wenig Zeit zwischen unserem letzten Spiel bzw. der Ankunft im Hotel und der Abreise zum Ausflugsdampfer. Entsprechend spülte nur jeder den Schweiß vom Leib und schmiß sich in frische Klamotten, bevor wir alle mit einem der vielen günstigen Bolt-Taxen zur Moldau düsten. Trotz der Tatsache, dass es in meinem Taxi noch 2023 und vor allem früh um 9 war und nur 5 Minuten Zeit für ne komplette Stadtrundfahrt, kamen wir trotzdem pünktlich am Bootssteg an. Offensichtlich wurde dieses Auto mit einer Bananenschale und einer Coladose betankt. Die Bootstour verlief wie immer und danach "irrten" wir trotz Guide noch ein wenig durch die Altstadt, bis wir in einer Bar mit Livemusik und alkoholischen Getränken im Pitcher-Format landeten. Details spare ich hier mal aus, was in Prag passiert, bleibt auch in Prag. :)
Der Samstag startete natürlich wieder sehr früh. Während einige Mannschaften trotz K.O.-Runde erst kurz vor Mittag aus dem Bett krochen, durften wir unsere Gruppenspiele in der "Loser"-Runde bereits halb zehn beginnen. Mal wieder war uns das Glück nicht hold, wir hätten am Freitag auch in einer der Dreiergruppen (6x4 und 2x3) landen können, dann hätten wir von vornherein nicht um die Plätze 25-30 gespielt. Sei´s drum, wir wollten wenigstens ein Spiel gewinnen und schnell kristallisierte sich heraus, dass das wohl das letzte sein würde. Nach einer knappen Niederlage gegen Beercelona wurden wir vom Wikinger-Team recht deutlich geschlagen. Da es wieder sehr warm war, wir über 3 Stunden Pause zum letzten Spiel hatten und auch der Gegner nicht mehr unbedingt frisch war nach 2 Tagen Hochsommer-Fußball, konnten wir uns darauf einigen, nur 2x10 Minuten zu spielen. Und obwohl wir auch in diesem Spiel nie souverän waren, wir konnten es letztendlich siegreich gestalten. Vorletzter.
Die Spiele am Samstag liefen wie folgt:
Rehsumpfer Sportfreunde - FC Beercelona (SUI) 2:3
Rehsumpfer Sportfreunde - FF Bobarino (FIN/SWE) 0:7
Rehsumpfer Sportfreunde - Lo Canas (BRA) 4:1
Am Abend fieberten wir dann weniger unserer Siegerehrung als vielmehr dem deutschen Achtelfinale entgegen. Und wir genossen es, dem Ausscheiden der italienischen Elf zuzusehen. Für´s nächste Jahr haben wir bereits geplant, mit einem großen und vor allem konkurrenzfähigen Team anzureisen. Die Finanzierung wollen wir sozusagen über Crowd-Funding realisieren. Ralf hat sich bereit erklärt, am zweiten Abend in die Moldau zu huppen. Die anschließende Rettungsaktion wird zu Schlagzeilen a´la "noch nie wurde ein verirrter Wal so weit von der Küste entfernt gesichtet..." führen. Wir erhoffen uns dann einen ähnlichen religiösen Eifer wie damals bei den Hussitenkriegen, als die sonst friedlichen Tschechen ganz Mitteldeutschland in Schutt und Asche legten, nur weil ihr religiöses Oberhaupt Jan Hus in Konstanz mit dem Feuer geläutert wurde (und nicht, wie viele denken, aus einem Fenster stürzte). Entsprechend wird man von nah und fern kommen, um den gestrandeten Wal zu sehen. Das ließe sich sicher monetär auschlachten. Als Walfahrtsort sozusagen.
Ihr seht, der Plan steht. Bis dahin.
Unser Team in Prag:
Justin (1) - Sven P., Andreas E., Sven K., Oli M., Dirk(1), Jan (4), Nils (1), Ralf, Eschi, Ronny B. (1)
Eintracht/GW Dessau - Nedlitz 4:3 (1:2)
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- Veröffentlicht am Mittwoch, 26. Juni 2024 10:00
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Am vergangenen Freitag hätten wir eigentlich gegen die LOK spielen sollen. Aber dort trifft man sich freitags gelegentlich zum Schickerchen vor dem Saunieren und anscheinend nicht mehr zum regelmäßigen Kräftemessen mit anderen Traditionsteams. Entsprechend hatte Nils rechtzeitig Ersatz gefunden und zwar im weit entfernten Nedlitz. Dort hatten wir vor Jahren regelmäßig gespielt und auch ziemlich regelmäßig verloren. Weil der Platz da so groß ist, dass man die Erdkrümmung sehen kann. Zumindest war das die Drohung der Nedlitzer nach unserem Sieg am Freitag für die Revanche im Rückspiel. Und weil das mit einer einfachen überschlägigen Rechnung bedeutet, dass der Platz an der langen Seite ca. 30km messen dürfte, erfanden wir schnell mal ein paar Ausreden a´la "Oma hat Geburtstag...". Doch nun zum Spiel.
Freitagabend. Fußballzeit. Fantastischer Auftriff gegen die Jungs aus dem Vorfläming.
Nach einigen Spielen, in denen uns die Ordnung verloren ging und in denen wir deswegen bessere Ergebnisse herschenkten, starteten wir am Freitag endlich mal wieder mit einer taktischen Ansprache. Zumindest stand die Aufstellung an der Tafel und wir hatten auch etwas umgestellt. Da Tobi als letzter Mann zugegen war, spielten wir mit einem defensiven Mittelfeld und ohne richtigen Innerverteidiger. Das verlangt mehr Laufarbeit und Umschaltdenken in beide Richtungen, weil sonst die Mitte entweder defensiv zu offen ist oder offensiv zu wenig Leute beteiligt sind. Insgesamt hat das am Freitag richtig gut geklappt, vor allem, da der Gegner auf Landesebene aktiv ist. Deren Spielaufbau war sehr durchdacht angelegt und man merkte die vorhandene Klasse. Wir konnten aber gemeinsam immer wieder gute Hürden hinstellen und auch offensiv richtig glänzen. Das erste Tor des Spiels fiel, als Andreas E. nach einem vermeintlich sinnlosen Lauf in die Tiefe plötzlich in der gegnerischen Viererkette stand, und zwar in Höhe des Pfostens an der Strafraumgrenze. Den zentimeter-genauen Paß von Erjon (ca. 20m) angenommen, umgedreht und am Torhüter vorbeigeschoben. Das erste Tor seit Quellendorf vor 5 Jahren oder so. Da spielte Tobi noch regelmäßig mit. Dazu Meise, Thomas W. und Andy Hänsch. Lang lang ist es her. Wir hatten uns für unseren sehr guten Spielaufbau belohnt und nun begann das große Zittern, ob wir das Ergebnis so halten können. In den letzten Spielen war´s immer mal verrückt. Auch dieses Mal kamen wir mit der Führung vermeintlich nicht klar. Wir wechselten immer mal und mit den neuen Spielern zog etwas Unruhe ein. Meist liegt das daran, dass man nicht ganz positionsgetreu wechselt bzw. dass die Einwechsler eben sonst auf ner andren Position spielen. Entsprechend mussten wir vor der Halbzeit noch zwei Gegentore hinnehmen und lagen zum Pausentee zurück.
In der Halbzeitansprache ging es im Prinzip nur darum, dass wir unseren Plan nicht aus den Augen verlieren sollen. Positionen halten und an die Defensive denken, sich absprechen, und gegenseitig absichern. In Hälfte eins war zu sehen, dass wir auf einigen Positioen besser waren als der Gegner. Und wir konnten über kluges Paßspiel eben immer wieder Lücken reißen. Anscheinend fand der Schreiberling die richtigen Worte. Wir starteten furios und mit der ersten Angriffswelle erzielten wir relativ schnell zwei Tore. Gute Angriffe über die rechte Seite, wo Frank immer wieder seinen Gegner überlief und im Verbund mit Dirk richtig Alarm machte, landeten mittels Flanke in der Mitte. Die erste Bude machte Jan, der einen von Kristo heruntergepflückten und dann zurückgelegten Ball aus vollem Lauf in die Maschen hämmerte. Das Führungstor erzielte Mathis, der auf der linken Seite spielen durfte und seine Chance eiskalt in die rechte obere Ecke schlenzte. Danach versuchte natürlich Nedlitz noch Einiges, um wieder auszugleichen. Man erhöhte das Tempo und profitierte von unseren vielen Umstellungen. Dabei ging´s bei uns manchmal echt durcheinander, weil keine Defensiven mehr da waren und die Einwechsler nicht immer gleich wußten, wo sie eigentlich spielen. Aber anders als in den vergangenen Spielen gab es diesmal Anweisungen. Entweder von Tobi oder vom Schreiberling und da wir weiter mit Leidenschaft verteidigten, blieb es bei einem Gegentor in Hälfte zwei. Dass wir am Ende den Sieg davon trugen, verdankten wir Kristo, der sich wieder mal durchwuselte und den Torhüter in der kurzen Ecke überlistete.
Fazit:
Ein verdienter Sieg. Auch wenn es noch viel zu verbessern gäbe. Aufgrund der meistenteils vorhandenen Grundordnung konnten wir aber stabil stehen und dann entwickelt sich auch etwas nach vorne. Erjon im Mittelfeld einzusetzen, hilft uns sicher mehr als Erjon als letzter Mann, aber wir müssen natürlich den passen-den letzten Mann stattdessen finden. Am Freitag war´s Tobi und das hat hervorragend gepaßt. Insgesamt hat´s richtig Spaß gemacht.
Vielen Dank an die zahlreichen Fans für die Unterstützung und an Yami für die umsichtige Leitung.
Aufstellung: Berzi - Marco, Tobi, Sven K. - Erjon, Andreas E. - Ronny B., Jan, Frank S. - Kristo, Dirk
Bank: Ralf, Thomas B., Mathis, Sven M.
Eintracht/GW Dessau - Turbine Vockerode 4:5 (2:2)
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- Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2024 07:13
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Am vergangenen Freitagabend hatten wir einen Gegner zu Gast, der in den letzten Jahren immer mal in unterschiedlichen Spielgemeinschaften gegen uns antrat. Die Sportfreunde aus Vockerode.
Und obwohl diese im Gegensatz zu uns nur mit einem wirklich jungen Spieler aufliefen, konnten wir trotz unserer ungewöhnlich stark besetzten Bank überhaupt nichts aus diesem Vorteil machen.
Freitagabend, Fußballzeit, Fogelwild an der Brachmeierei.
Der Freitagabend ist lange her und die Eindrücke daran verblassen leider schon wieder. Aufgrund anderer Prioritäten und altersbedingt abnehmendem Gedächtnisses, musste ich gestern sogar noch per WhatsApp eroieren, wie denn eigentlich der Spielverlauf am letzten Freitag war. Man sehe es mir also nach, wenn ich nicht mehr in korrekter chronologischer Reihenfolge schreibe, sondern nur sinngemäß zusammenfasse. Im Laufe der Woche hatte sich gezeigt, dass wir wohl eine zahlenmäßig starke Truppe stellen können. Aus den Reihen der Aktiven wollte am Ende sogar noch Chris helfen und somit waren wir im Feld sehr gut besetzt. Für´s Tor mussten wir würfeln. Thomas ließ zweimal nur ne Eins aus dem Becher rollen, während Mosch jedes Mal ne 6 hatte. Entsprechend starteten wir mit Thomas B. im Tor und Mosch in der Zentrale. Da Ronny und Sven M. etwas später eintrafen, opferten wir mal wieder unseren Stoßstürmer Dirk und stellten ihn ins Mittelfeld. Wir überstanden die kritische erste Minute, die uns gegen Roßlau einen frühen Rückstand einbrachte und kassierten diesen stattdessen in der zweiten Minute. Unverständlich für mich, wie wir immer wieder dem Gegner den Ball hinlegen, anstatt einfach zu klären. Abwehr und Torhüter sahen hier sehr unglücklich aus. Wir schüttelten uns und spielten danach nach vorn. Unsere zwei Tore in Hälfte eins schossen Erjon nach einem Megasolo, als er den Ball mustergültig mit Ansage in den linken Winkel schlenzt und Frank, der eine Flanke so gut platziert, dass sie hinter dem Torhüter einschlägt. Aber wir luden auch immer wieder den Gegner ein. Zentral schien niemand zu spielen. Das ist übertrieben, ich weiß, aber als Abwehrspieler hatte man immer nur eine Anspielmöglichkeit hinten. Manchmal noch die Linie lang. Irgendwie ist unsere Staffelung da hochgradig mies. Rechnet man noch dazu, dass große Teile unseres Teams Herausforderungen mit kurzen Pässen haben und wir zudem in Teilen unterschiedliche Auffassungen von unserer "Taktik" haben, dann bekommt man als Teilnehmender oder Außenstehender graue Haare. Wir waren auf einigen Positionen jünger und flinker, haben aber den Gegner immer wieder eingeladen, ein Tor zu schießen. Es waren nachher in Summe 5 Gegentore und es ist unerheblich, wann die genau fielen. Außerdem habe ich´s eh vergessen. Mit 4 eigenen Toren sollte man eigentlich gewinnen. Im gesamten Spiel lastete der Spielaufbau auf Erjon, der frühzeitig ins Mittelfeld gewechselt war. Das hat uns nach vorne geholfen, aber unsere Defensive geöffnet wie ein Scheunentor. Mahnungen, dass wir zu hoch stehen bzw. dass wir nicht mit 2 Fünferketten spielen können (je eine an jedem Strafraum), verhallten ungehört bzw. unbeachtet. Der Ordnung halber möchte ich noch erwähnen, dass Kristo und Ronny noch zwei Tore für uns schossen. Beide in Hälfte zwei. Offensiv, vor allem in punkto aufbäumen und Einsatz war das teilweise richtig gut. Spielerisch und in Sachen Staffelung auf dem Spielfeld hat es mich sehr an unser Dienstags-Training erinnert, wenn alle mal überall spielen. Diskussionen zur Halbzeit führten dazu, dass wir beinahe mit 14 Spielern angefangen hätten, während beim Anpfiff einige gar nicht wussten, wo und vor allem wie sie eigentlich spielen sollen.
Das muss sich ändern, sonst erleben wir gegen solche Gegner wie Thalheim oder Aken Niederlagen, die Dimensionen des 7:1 im WM-Halbfinale 2014 annehmen.
Vielen Dank an alle Zaungäste für die Unterstützung bei diesem kurzweiligen Spiel und an Yami für die umsichtige Leitung mit leichter Tendenz zum Heimvorteil.
Aufstellung: Thomas B. - Sven K., Erjon, Mosch, Andreas E. - Frank S., Jan, Dirk, Chris - Kristo, Kevin
Bank: Eschi, Ralf, Sven M., Redi, Ronny B.
Aalglatter Auftritt in der Pampa
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- Veröffentlicht am Montag, 10. Juni 2024 06:08
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Die Woche der Wahlheit. Oder der Wahrheit. Oder der Entscheidungen. What ever. Diesbezüglich tun wir uns alle manchmal etwas schwer damit, im Leben selbst oder wie diese Woche aufn Platz.
Nachdem unser Badegast aus Badegast unserem Schwimmstadion am Lake Brachmeierei aus Gründen fehlender Schwimmreifen überpünktlich absagte, wurde Nils beauftragt für Ersatz zu sorgen. Schnell gelang ihm das, aber die Wahl zwischen Roßlau auswärts und den Raguhner Kickers sorgte schon zeitig für widerwilliges Bäh und einen großem Och nöööö. So schien sich alles für ein kleines Schnickerchen zum Ritt ins Wochenende zu fügen, ehe Stefan Paskuda ein Karnickel aus seinem Zauberhut hervorholte und uns mehr oder weniger bat, am Benefizturnier im 6348 km entfernten Bebitz anzutreten, organisiert und präsentiert von seinem Arbeitgeber GFZ. Bebitz bei Könnern im Salzlandkreis am kleinen Zeh des Petersberges lud also und nach quälend langer Abstimmung waren dann doch 11 Leute bereit, der Einladung zu folgen.
Nach ca. 45 min Fahrtzeit erfreute uns der Anblick eines niedlichen Sportgeländes mit satt gepflegten Grün und einem sehr schönen modernen Verwaltungsgebäude. Dazu herzlich freundliche Menschen. Das Turnier zugunsten des Kinderhospiz „Lila Wolken“ wurde auf einem Kleinfeld mit 6 teilnehmenden Teams, u.a. des Namensgebers GFZ und jungen gewürfelten Teams des TuS Bebitz und einem greisigen Schiedsrichter geführt. Dieser allerdings wirklich respektabel alle Spiele fast ohne Pause durchpfiff. Wir hatten mit dem Schreiber im Tor und einer guten Mischung als Alt und Jung alles beisammen. Justin sollte sich auf dem Platz austoben und helfen vorne als Anspielstation Nadelstiche zu setzen. Erjon als Kopf und Schaltzentrale von hinten heraus lenken und denken.
Und siehe da, es funktionierte. Ich nehme jetzt nicht jedes Spiel im Detail auseinander, denn wir spielten und agierten in jedem Spiel. Reaktionen waren meist den Gegnern überlassen, wir erarbeiteten uns von Minute 1 im Turnier an jede Menge Respekt. Spiel 1 wurde klar mit 3-0 gewonnen. Justin und Ronny waren hier treffsicher. Im zweiten Spiel gegen den Titelverteidiger aus Spanien, FC Biercelona, waren auch wir dem Torerfolg näher, aber Kollege Redi haderte mit seinem liegengelassenen Maiskolben. Spiel 3 gegen die Gastgeber mit Stefan Paskuda, auch ein klares 3-0, in dem Redi 2x und Dirk trafen. Langsam gingen die Rechenspiele los, an dem sich der Schreiberling erfahrungsgemäß, aufgrund seiner Turniererfahrung, komplett raushielt. Die dicken Kartoffeln kamen später. Justin musste schon nach Spiel 1 wieder privat das Gelände verlassen, somit wurde unser Schlachtplan um eine Option und Wechsler beraubt. Dennoch konnten wir dann auch in den beiden letzten Spielen fast souverän die Null hinten halten, leider auch vorn. Die guten Balleroberungen von Redi als auch Christo wurden leider auch von den guten Leistungen der gegnerischen Torhüter zunichte gemacht. Im gesamten Turnierverlauf hatten wir irgendwie nur 5 Ecken gegen uns.
Der weitere Turnierverlauf gewährte mit fortlaufender Spielzeit als auch einsetzender Dunkelheit den Verlust des Überblickes bei der Turnierleitung, die aus Spielern der nachher siegreichen Truppe bestand. Einzigallein Susi, Frau des Ronny, bewahrte als Schriftführerin den Überblick. Dafür auch ein Dankeschön. Genützt hat`s am Ende nix, wir wurden mit einer richtig starken Turnierleistung, einem TipTop Auftritt in allen Mannschaftsteilen wirklich „nur“ Dritter. Alle drei Erstplatzierten trennte nur die Tordifferenz. Aber nur bei uns stand die obskure wahnsinnige Null hinten. Dass das bei unserer eigentlichen Mannschaftshistorie eher rar ist, wissen wir. Wie souverän wir dies taten, das war tatsächlich außergewöhnlich gut. Hervorzuheben für mich ganz klar, Erjon. Abgewichst. Dann Ronny, der viel auf die Socken bekam aber im Verbund mit den abgeklärten Sven und Thomas B. ebenfalls auch mit lautstarken Kommandos agierte und uneigennützig Erjon absicherte, wenn dieser zum Slalom ansetzte. Dirk machte vorn und nach hinten Meter wie der erkältungsbedingt angeschlagene Redi, der mit sich und seiner Chancenauswertung haderte. Der Befehl von ganz oben lautet. Weniger Dienstag, mehr Freitag. Gelang ihm doch eben am Dienstag fast alles. Selbst Christo, der in seinen Aktionen wirklich oft unglücklich wirkt, konnte mit guten Balleroberungen als auch als Anspielstation für Erjon überzeugen und kämpfte verbissen um jeden Ball. Last but not least, dann die beiden vom Balkon. Ralf und Eschinho, die stets für gute Laune sorgten und damit trotz fehlender Einsatzzeit einen großen Anteil an diesem, letztendlich gelungenen Abend für uns alle hatten. Daß der Schreiberling am Ende die Krone des besten Torhüters bekam, war für alle Spieler des Turniers nicht überraschend. Für ihn persönlich schon. Na klar, aber ohne die tolle Vorarbeit vor ihm nicht möglich. Dafür danke.
In Bebitz: Berzi- Ronny B., Thomas B., Dirk, Erjon, Redi, Christo, Ralf, Eschi, Justin, Sven K.
PS: Aufgrund unseres Auftrittes wurden wir namentlich mit einem Verein aus dem Norden Dessaus in Verbindung gebracht. Dies konnte ich entschieden zurückweisen.











