Rot Weiß Thalheim - Eintracht/Grün-Weiß Dessau 4:1
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- Veröffentlicht am Montag, 05. Oktober 2026 09:29
- Geschrieben von Dirk
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Freitagabend, Fußballzeit. Diesmal hieß der Gegner: Rot‑Weiß Thalheim. Thalheim gehört bekanntlich zu den Auswärtsspielen mit der längsten Anreise – und damit automatisch auch zu denen, bei denen „vollzählig und pünktlich“ schon fast wie ein sportlicher Rekord klingt. Diesmal klappte das tatsächlich ohne Drama. Dass es überhaupt jedes Mal eine kleine Detektivarbeit ist, elf Leute zu finden, erwähnen wir nur noch der Form halber. Daran haben wir uns gewöhnt. Am Ende saßen dann sogar drei Spieler als Reserve auf der Bank – Luxus, den man sonst nur aus höheren Ligen kennt.
Im Tor stand Ronny, der seine Sache nicht nur gut, sondern sehr sicher machte. Er war an diesem Abend der Fels in der Brandung, der Ruhepol im Chaos und gelegentlich auch der einzige Grund, warum der gegnerische Stürmer nach einem Schuss erstmal kurz Luft holen musste, bevor er sich über das nächste Wunder wundern durfte.
Der Spielbeginn war offen. Chancen gab es auf beiden Seiten. Mit etwas Glück und einem klaren Blick für den besser positionierten Nebenmann hätte die Mannschaft aus der „Schlagbreite“ sogar in Führung gehen können. Stattdessen wurde eher unambitioniert aufs Tor geschossen – oder auch mal kräftig daneben. Nichts, was den gegnerischen Torhüter aus dem Schlaf gerissen hätte. Thalheim machte das effizienter und ging nicht unverdient mit 1:0 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild – bis eine Standardsituation für Bewegung sorgte. Ein Handspiel an der Strafraumgrenze wurde vom souverän agierenden Unparteiischen mit einem Freistoß von halblinker Position belohnt. Yami legte sich den Ball zurecht und rief in Richtung rechte Seite, Dirk möge sich bereithalten. Dirk stand jedoch links von Yami – und genau dorthin spielte Yami den Ball auch. Die Verwirrung in der Thalheimer Abwehr war so groß, dass selbst die Verwirrung verwirrt war. Dirk nutzte die Gunst der Stunde, netzte mit links aus spitzem Winkel ein – und erzielte den verdienten Ausgleich.
Die Freude über den Treffer währte jedoch nicht lange. Kurz nach dem Anstoß erhöhten die Hausherren schon wieder auf 2:1. Die Tore zum 3:1 und 4:1 folgten nach dem gleichen Muster: Thalheim nutzte die Räume im Mittelfeld, wir die kleinen Nachlässigkeiten – und wurden dafür eiskalt bestraft.
Die Gäste aus dem Dessauer Westen wehrten sich nach Kräften und mit ganzem Körpereinsatz. Lepsers Unterschenkel sah nach einem beherzten Zweikampf aus, als könnte er eine Hauttransplantation ganz gut gebrauchen. Sven Pannickes Stirn zierte bald eine respektable Platzwunde – die aber behandelt werden konnte, sodass er kurze Zeit später wieder aufs Feld zurückkehren konnte. Medizinisch betreut, mental unbroken.
Den Gästen boten sich noch einige Gelegenheiten zum Verkürzen, doch spätestens der Thalheimer Schlussmann machte solche Hoffnungen zunichte.
Fazit: Insgesamt war es eine solide Leistung gegen die spielstarken Thalheimer. Einige Stimmen waren nach dem Schlusspfiff der Meinung, mit der Leistung aus dem Spiel gegen 05 wäre man heute als Sieger vom Platz gegangen. Diese Einschätzung ist – wie so oft – rein spekulativ. Aber genau diese Art von Nachbetrachtung gehört zum Fußball dazu.
Eintracht/Grün‑Weiß Dessau spielte mit:
Ronny, Sascha, Sven P., Yami, Sven K., Mathias, Kai, Lepser, Dirk, Kristo, Erion, Gaston, Thomas W., Jan L.
SV Dessau 05 - Eintracht/GW-Dessau 4:2 (2:2)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 27. September 2026 09:00
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Eigentlich wollten wir den spielfreien Freitag für ein Grillerchen nutzen. Aber darauf hatte anscheinend niemand so richtig Bock. Stattdessen suchte Nils nach Gegnern und „vergriff“ sich leicht im Regal. Wir spielten plötzlich beim SV Dessau 05 und nach dem Spiel in der Vorwoche war da eigentlich nichts anderes als eine Klatsche zu erwarten.
Freitagabend, Fußballzeit – fantastische Leistung ohne was Zählbares am Schillerpark.
Schaut man sich die Aufstellung des Gegners an (Stefan Bebber, Daniel Schwibbe, Martin Sitte, Maximilian Eschner, Stephan Schulze), dann weiß man, was zu erwarten ist. Wir wussten von Anfang an, dass wir nur dann eine Chance haben, halbwegs glimpflich aus der Sache rauszukommen, wenn wir kompakt stehen und nicht nachlassen. Aus vielen Spielen gegen ähnlich starke Mannschaften wissen wir, dass auch die nur mit Wasser kochen und bei entsprechender Gegenwehr nicht den Kampf annehmen, sondern hoffentlich „selbstverliebt“ den schönen Spielaufbau bevorzugen und lieber einmal zu viel abspielen, als den ersten Abschluss direkt zu nehmen. Unsere Aufgabe war es also, den Raum möglichst eng zu machen, den Gegner zum Abdrehen zu zwingen, den Spielfluss immer mal zu stören und ggf. einfach mal Nadelstiche zu setzen. In Spielen, wo man nichts erwartet, kann man am leichtesten über sich hinauswachsen.
Man gestehe mir zu, dass ich die Reihenfolge der Tore vermutlich nicht korrekt wiedergebe. Aber wir gehen in Führung. Nach mehreren Angriffen des Gegners, die wir im Verbund verteidigen und klären, können wir einmal nach vorne spielen und unseren am Freitag sehr quirligen Kristo bedienen. Dieser setzt sich im Laufduell durch und bleibt im Strafraum eiskalt. Das war der Dosenöffner für ein geiles Spiel. Die Truppe aus dem Dessauer Norden wollte nämlich jetzt unbedingt etwa reißen und möglichst auch noch „schön“ ausgleichen. Wir hatten ordentlich zu tun. Wir spielten zwar auch in diesem Spiel nicht alle nach dem gleichen Plan, aber wir unterstützten uns gegenseitig. Wir verteidigten vor allem im Strafraum so intensiv und eng, dass Jan eigentlich nur Fernschüsse zu halten bekam oder der Gegner über eine Seite kommen musste, wo er durch Verkürzen des Winkels erfolgreich war. Starker Rückhalt am Freitag. Was in der Abwehr ankam, wurde dann auch geklärt. Vor allem Robin und Sascha standen hier sehr oft richtig gut. Wir kassieren in Hälfte eins trotzdem zwei Gegentore. Wir schießen aber auch noch eins. Weil wir eine richtige Waffe haben. Marjo, den wir ab jetzt vielleicht einfach anders nennen sollten. Sonst ist er irgendwann weg. Mit seiner Dynamik war er selbst von einem erfahrenen Gegner nicht zu stoppen. Würden wir ihm beibringen, wie man im Doppelpass noch einfacher an der letzten Kette vorbeikommt bzw. wäre einer von uns in der Lage, auf der 10 so weit vorne zu stehen, dass Marjo nicht immer die komplette Hälfte sprinten müsste, dann hätten wir hier einen nicht zu stoppenden MVP.
Hälfte zwei war davon gekennzeichnet, dass wir unserer Leistung aus der ersten Hälfte Tribut zollen mussten. Sascha und Philipp konnten verletzungsbedingt irgendwann nicht mehr mitwirken. Dadurch wurde die Struktur etwas löchriger und die spielerische Klasse setzte sich immer wieder durch. Gaston musste jetzt einige Male zeigen, wie schnell er eigentlich laufen kann und den Ball in letzter Not auf Außen klären. Wir spielten langsam auf Reserve. Das merkte man daran, dass nicht mehr jeder Ball sauber nach vorn gespielt werden konnte. Die einfachen Lösungen funktionierten trotzdem. Das Spiel über die Außen, trotz sehr schmalem Platz, war eines unserer Mittel, um Zeit zu gewinnen. Wir hatten sogar eine Phase im Spiel, wo wir es verdient gehabt hätten, das Spiel zu gewinnen. Wir spielen einige Male richtig gut nach vorn und haben mit 2 Pfostenschüssen und einer Riesenchance durch Dirk, der eine mustergültige Querablage von Gaston einfach zu spät sieht, richtig gute Gelegenheiten für eine Überraschung. Es kommt natürlich anders. Robin, der im gesamten Spiel trotz schlechter Augen immer wieder richtig steht und die linke Seite dicht machte, „träumt“ einmal. Vermutlich hätte er auch nah dran stehen können, es war einfach super gelöst. Drei schnelle Pässe durch die Mitte und Spfr. Bebber kann frei einschieben. Dann noch eine Ecke, wo plötzlich einer frei steht. Und ein Abseitstor, das beide Mannschaften als solches erkannten. Nur der Schiri beharrte auf seiner Meinung. Deswegen zählt es in der Statistik nicht und der Unparteiische erhält als einziger die BILD-Note 6.
So endet das Spiel mit einem virtuellen 4:4. (Fifa-Ergebnis 4:2 für Dessau 05)
Fazit:
Auch in diesem Spiel hatten wir gelegentlich noch Zeit, im gegnerischen Angriff über einen Fehler zu meckern. Wenn wir das irgendwie noch abstellen können und stattdessen direkt versuchen, den Ball zurückzuholen, dann sind Siege gegen starke Mannschaften keine Utopie. Ansonsten hat es großen Spaß gemacht. Wir haben einen richtig coolen Fight geliefert und einer der Gegner hat uns mit den Worten gelobt: "Ihr spielt ja besser als eure Erste." Ich finde, darauf kann man aufbauen.
Aufstellung: Jan – Sascha, Andreas E., Gaston, Robin – Philipp S., Stephan S., Jan L., Dirk – Kristo, Marjo
Bank: Sven K, Erion, Thomas B., Sven M.
Germania Roßlau - Eintracht/GW Dessau 9:3 (3:3)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 27. September 2026 08:02
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Das Spiel in Roßlau ist ein paar Tage her, aufgrund der Höhe des Ergebnisses fehlte dem Schreiberling etwas der Drive.
Freitagabend, Fußballzeit – follkommen indikustabel in Hälfte zwei.
Das Spiel wurde kurzfristig auf 18:30 gelegt, damit man unter Flutlicht hätte spielen können. Und obwohl im Laufe des Spieles ungefähr 100 Zuschauer vor Ort waren, fand sich niemand, der die Pfeife in die Hand nehmen wollte. Wir fingen trotzdem früher an, weil man das Flutlicht nicht anschalten wollte. Alles ein wenig kurios.
Mein Tipp: Roßlau kennt sich dort aus, und ist an die tiefstehende Sonne gewöhnt.
Roßlau hätte kein Tor nach 20 Sekunden kassiert, nur weil die Abwehrspieler alle gleichzeitig in die tiefe Sonne gucken und rumtorkeln wie Al Bundy, nachdem er Marcy im Neglige gesehen hat. Der Schock saß tief. So tief, dass wir direkt das zweite Tor kassieren. Ich will nicht übertreiben, aber der große Zeiger war vermutlich noch nicht wieder rum. Egal, wir stemmten uns dagegen und erzielen zwei schöne Tore, weil wir eben Marjo haben, der den Gegner wirklich richtig beschäftigen kann. Wir kassieren durch eine ungeordnete Abwehr das 3:2 und gleichen ziemlich zeitnah wieder aus. Eine abwechslungsreiche erste Hälfte. Hier hätte man abpfeifen sollen.
In der zweiten Halbzeit sind wir dann, trotz guter Besetzung im Prinzip auseinandergebrochen. Mit dem vierten Tor, bei dem Jan unglücklich aussieht, war keine Struktur mehr gegeben. Wir spielten zwar weiter nach vorne und hatten durch Marjo auch herausragende Möglichkeiten. Aber wir hatten trotz läuferischer Unterlegenheit gegen eine zudem noch clevere Mannschaft anscheinend immer noch genug Luft, um zu lamentieren oder dem Nebenmann irgendeinen Fehler vorzuwerfen.
Man kann mit der eigenen Leistung und dem Spielvortrag der eigenen Mannschaft unzufrieden sein. Man kann auch Spieler kritisieren, weil sie anders spielen, als es in der Situation besser wäre. Aber das macht man nicht auf dem Platz oder noch besser in Abwesenheit des Spielers. Das ist eigentlich eine Sache für einen Trainer. Der müsste zudem noch 2-3 Sprachen sprechen und einfach die Zeit haben, das Ganze an die Mannschaft und/oder die einzelnen Spieler heranzutragen. In Ermangelung dieser „Fachkraft“ würde es schon genügen, wenn einzelne Spieler miteinander reden und ggf. Einfluss ausüben.
Natürlich ist Fußball eigentlich ein „einfaches“ Spiel mit ein paar global gültigen Grundregeln. Aber da es von Menschen ausgeübt wird, die nicht dieselbe Auffassung haben bzw. nicht dieselben Voraussetzungen, hilft es nichts. Wir können nicht voraussetzen. Wir können nicht die halbe Mannschaft ersetzen. Wir können nicht immer nach dem Spiel einzelnen Spielern, die sonst 20 Glanzparaden machen oder pro Spiel 5 Tore schießen irgendwelche Situationen vorhalten, nur weil sie mal einen schlechten Tag haben oder in einem Spiel mit 3 eigenen Toren 1-2 mal nicht abgeben. Wir müssen uns Gemeinsames erarbeiten und die „Erfahrenen“ müssen den „Freizeitkickern“ helfen. Die Grundtugenden einbringen. Gute Aktionen feiern. Gegenseitig aufbauen.
Das war schon das Fazit. Das Spiel endete mit viel Meckern und Diskussionen und fast komplett ohne Gegenwehr 3:9.
Aufstellung: Jan – Sven K., Andreas E., Stephan S., Erion – Ronny B., Thomas W., Jan L., Dirk – Kristo, Marjo
Bank: Jelschi, Thomas E., Sven M.
Eintracht/GW Dessau - FSG Steutz/Leps 5:7 (2:4)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2026 19:22
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Der August neigt sich dem Ende entgegen und unser letztes Heimspiel rückt näher. Aufgrund eines am selben Abend stattfindenden Mega-Events mit den Jungs von KRAFTWERK fielen Dirk und Yami aus. Trotzdem konnten wir dank unserer unermüdlichen Scouting-Arbeit insgesamt 16 Mann aufbieten. Thomas B. übernahm freiwillig den Schiedsrichter-Posten und wir waren hochmotiviert. Es sollte mal wieder gewonnen werden.
Freitagabend, Fußballzeit – fogelwildes Spektakel an der Schlagbreite.
Aufgrund neuen Personals veränderten wir wieder einmal die Aufstellung. Theoretisch darauf ausgelegt, hinten erstmal stabil zu stehen. Wenig zuzulassen und dann auf dieser Grundlage aufbauend, ein Spiel nach vorn zu entwickeln. Der Gegner ist uns aus vielen Spielen bekannt und uns war klar, dass Fehler vermutlich auch genutzt werden. Das wir aber insgesamt 12 Tore zu sehen bekommen und davon 8 selbst erzielen, das hätte man vorher nicht für möglich gehalten.
Wir starteten optisch breit aufgestellt und ruhig. Der Aufbau von hinten wurde meistens über Sven P. intitiert und dann über Stephan und Jan geleitet. Das klappte gut. Nach dem Spiel waren wir uns einig, dass wir ansehnlichen Fußball gespielt haben. Unser Manko war eindeutig, dass wir zu viele Gegentore zuließen. Das erste fiel nach 5 Minuten, als eine Flanke in den Strafraum bei Gaston landet. Dieser sieht den Ball spät und kontrolliert ihn entsprechend nicht. Resultat: ein sehenswertes Kopfballtor. Nicht der Start, den wir uns erhofft hatten. Aber direkt im Gegenzug wird Marjo geschickt erzielt eines seiner 4 Tore des Abends. Der Torhüter war nicht immer sattelfest und vor allem läuferisch unterlegen. Marjo konnte ihn ausspielen uns einnetzen. Wir spielten weiter nach vorn und hatten einige solche Gelegenheiten. Vor allem über rechts kamen einige Angriffe zustande. Wir hatten Endri auf den rechten Flügel gestellt und der machte das echt gut. Doppelpässe, Läufe in die Tiefe, fast wie aus dem Lehrbuch. Aus einem dieser Angriffe erzielten wir das 2:1. Jan konnte sich in den Strafraum dribbeln und mit der linken Pike vollenden. Früher Schock verdaut. Danach stellte sich Steutz etwas besser auf Marjo ein. Wir kamen zwar immer noch zu guten Angriffen, aber wir hatten Ballverluste und entsprechend konnte Steutz einige Male kontern. Einmal ging der Ball direkt in der Mitte verloren und der Stürmer war vor Ronny am Ball. Wir kassierten noch zwei weitere Tore, eins durch einen perfekten Kopfball nach Freistoß. Halbzeit 2:4
Wir hatten in der ersten Hälfte keine Möglichkeit zum Wechseln gefunden. Mit Ausnahme von Jan hatten alle durchgespielt. Daher änderten wir einige Positionen, um auch unserer Bank Spielzeit zu geben. Bei zwei Toren Rückstand kann man mit frischen Kräften auch nochmal angreifen und eventuell ausgepowerte Spieler erhalten mal eine Pause. Theoretische Ansätze solcher Art führen meist erstmal zu Unruhe. Bei uns nicht. Wir brannten erstmal ein Feuerwerk ab. Anders kann man das nicht nennen. Innerhalb der ersten 10 Minuten hätten wir vermutlich 5 oder mehr Tore schießen können. Es waren erstmal nur 2, aber wir hatten ruckzuck Gleichstand hergestellt und spielten schnell und zielstrebig nach vorn. Über rechts mit Gaston ging immer was und auch Miertschi über links hatte erheblich mehr Ballkontakte. Spätestens, wenn der Ball bei Marjo war, wurde es gefährlich. Er konnte dem gegnerischen Vorstopper immer wieder entwischen und coole Tore schießen. Leider erzielten wir mitten in dieser Drangphase das zweite wunderschöne Eigentor. Thomas M, gewechselt von Kochstedt II. und hoffentlich nun regelmäßiger Gast, verlängerte eine Ecke mit der Hacke. Unhaltbar. Wir gaben nicht auf und spielten weiter nach vorn. Marjo alleine hätte uns in Richtung zweistellig befördern können. Einige Weitschüsse gingen vorbei oder wurden vom gegnerischen Torwart mit letzter Kraft pariert. Es klappte einfach nicht und da wir hinten ziemlich offen waren, kassierten wir noch ein Tor. Bevor Marjo wieder zuschlug und uns wieder in Schlagdistanz brachte. Den Schlusspunkt setzte dann der Präsi. Einen verunglückten Ball des Gegners, der einmal in der Erdumlaufbahn war und entsprechend „mit Schnee drauf“ wieder runterkam, konnte er beim Befreiungsschlag nicht richtig kontrollieren. Er flutschte im Stile einer Bogenlampe in Richtung Tor. Und nur, weil sich die Erde weiterdrehte, während der Ball so flog, kam er kurz hinter der Torlinie auf.
Endstand 5:7
Fazit:
Man hat´s vielleicht gemerkt, für mich war das ein fast schon episches Spiel, weswegen ich Bruchstücke aus alten Spielberichten verarbeitet habe. Im Nachhinein war es klar, dass es so cool werden musste. Der Gegner reiste mit Profi-Equipment an, was uns (wie einst in Dobritz/Garitz) sinnieren ließ, woher denn der Geldsegen stammen könnte. Am Freitag fiel die Wahl auf Zoll für die vorbeifahrenden Elbkähne oder (wahrscheinlicher), dass man in Steutz „Bernd sein Zimmer“ gefunden hat, welches durch die austrocknende Elbe freigelegt wurde.
Das Spiel hat gezeigt, dass wir können. Es war sehr ansehnlich, sehr intensiv. Sehr positiv. Und da wir eigentlich 8:4 gewonnen haben, können wir das Spiel als Schritt in die richtige Richtung verbuchen. Danke an alle, die dabei waren. An zahlreiche Fans, Thomas B. als fehlerfreien Schiedsrichter und nicht zuletzt an unsere „Neulinge“ Ronny K. und Thomas M.
Aufstellung: Ronny K. – Gaston, Sven P., Andreas E., Tobias M.– Endri, Jan L., Stephan A., Ronny B. – Kristo, Marjo
Bank: Erion, Sven K., Sven M., Thomas M.
Stahlbau Dessau - Eintracht/GW Dessau 5:2 (3:1)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 23. August 2026 09:50
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Nils hatte unsere Urlaubszeit mit einigen Pausen versehen, was vermutlich richtig war. Urlaubsbedingt wäre es noch schwieriger geworden, jede Woche eine Mannschaft zu finden. Aufgrund unserer Probleme mit einer militanten Schweinebande mussten wir auswärts antreten.
Freitagabend, Fußballzeit – follkommen unnötig gegen Stahlbau verloren.
Wir duellieren uns regelmäßig mit den Kickern aus dem Lorkpark. Immer konnte man dort auf einen riesigen Fundus erfahrener Spieler zurückgreifen und immer spielt man dort einen gepflegten Fußball. Mittlerweile zählen auch einige ehemalige Aktive der Lok zu den Stahlbauern und so war es schon recht verwunderlich, dass der Gegner recht „ergraut“ antreten musste. Da wir am Freitag einige jüngere Spieler und vor allem Wechseloptionen aufbieten konnten, sah es auf dem Papier erstmal nicht ungünstig aus. Zudem hatten wir mit Marjo eine neue Sturmhoffnung aufgetan. Aufgrund der Erfahrung mit unseren letzten Scouting-Erfolgen wird er allerdings ziemlich bald ersatzlos in die erste Mannschaft wechseln. Erfreuen wir uns also an seinen Toren, so lange wie er da ist.
Zum Spiel.
Stahlbau übernahm trotz leerer Ersatzbank schnell die Initiative. Vermutlich wollte man schnell auf eine Entscheidung dringen und einer konditionellen Unterlegenheit zuvorkommen. Wie gesagt, nur eine Vermutung. Wir konnten den klug vorgetragenen Angriffen nicht immer etwas entgegensetzen. Stahlbau spielte in der Anlage sehr breit. Was unsere Außen eben auch Außen band. Dadurch ergaben sich in der Mitte dann die aus früheren Spielberichten thematisierten Raumstation-Landeplätze und auch wenn wir alle sehr routiniert sind und durch Stellungsspiel und Vorausahnen einiges klären oder zumindest erschweren, irgendwann bricht die dafür vorgesehene Sollbruchstelle und einer macht einen Fehler. Stahlbau schoss daher innerhalb der ersten 20 Minuten drei schön herausgespielte Tore. Die unterschiedlichen Auffassungen über die Ursachen für diese Überlegenheit und notwendige Änderungen führten dann zu einigen Umstellungen. Auch wenn danach nicht alles klappte, es wurde eindeutig besser. Uns gelang der Ehrentreffer in Hälfte eins. Marjo wurde durch eine mustergültige Flanke von Dirk bedient und er konnte herausragend per Kopf vollenden. Mit dieser Sprungkraft hätte er bei der Leichtathletik-EM eine Chance gehabt.
Zur Pause gab es neue Umstellungen. Nach Wiederbeginn versuchten wir, trotz der Hypothek aus Hälfte eins, noch irgendwas mitzunehmen. Es war mehr Zug drin. Wir waren aggressiver und lauffreudiger. Da wir den Gegner immer wieder forsch anliefen, schlichen sich trotz der spielerischen Qualität (z.B. A. Hänsch und R. Esche) auch da Fehler ein. Wir erkämpften uns Bälle und konnten immer wieder gut nach vorn spielen. Daher gelang uns nach einem Ballgewinn und Pass in die Tiefe (Andreas E.) der Anschlusstreffer durch Marjo. Hier waren wir nah am Punktgewinn. Immer wieder tauchten wir im Strafraum auf. Zahlreiche Ecken und Flanken brachten aber leider nichts ein. Die ersten 15-20 Minuten ließen wir auch kaum was zu. Aber auf der anderen Seite war immer noch Qualität auf dem Feld. Stahlbau gelangen noch 2 Tore. Wodurch das Ergebnis dann leider wieder ziemlich klar ausfällt. 5:2 für den Gastgeber.
Fazit:
Fussball ohne Laufen funktioniert nicht. Nachsetzen nach dem Ballverlust sollte immer höhere Priorität haben als Lamentieren, Kommentieren oder Auswerten. Der Beginn der zweiten Hälfte hat uns gezeigt, was möglich gewesen wäre. Für unser nächstes Spiel wünsche ich mir, dass „positiv bleiben“ auch tatsächlich mal umgesetzt wird. Dass die Aktiven führen und dass wir uns nicht darin überbieten, wer gerade etwas falsch macht oder wer heute wieder besonders schlecht ist.
Positiv herausheben möchte ich Marjo als Goalgetter, Endri als tadellosen linken Verteidiger mit leicht zu tiefen Pässen und unseren Torwart Jan, der in Hälfte eins einige Male retten musste.
Aufstellung: Jan – Sven K, Sven P., Martin, Andreas E. – Dirk, Jan L., Yami, Ronny – Kristo, Marjo
Bank: Erion, Thomas B., Endri, Sven M












