Eintracht/GW Dessau - FSG Steutz/Leps 5:7 (2:4)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2026 19:22
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Der August neigt sich dem Ende entgegen und unser letztes Heimspiel rückt näher. Aufgrund eines am selben Abend stattfindenden Mega-Events mit den Jungs von KRAFTWERK fielen Dirk und Yami aus. Trotzdem konnten wir dank unserer unermüdlichen Scouting-Arbeit insgesamt 16 Mann aufbieten. Thomas B. übernahm freiwillig den Schiedsrichter-Posten und wir waren hochmotiviert. Es sollte mal wieder gewonnen werden.
Freitagabend, Fußballzeit – fogelwildes Spektakel an der Schlagbreite.
Aufgrund neuen Personals veränderten wir wieder einmal die Aufstellung. Theoretisch darauf ausgelegt, hinten erstmal stabil zu stehen. Wenig zuzulassen und dann auf dieser Grundlage aufbauend, ein Spiel nach vorn zu entwickeln. Der Gegner ist uns aus vielen Spielen bekannt und uns war klar, dass Fehler vermutlich auch genutzt werden. Das wir aber insgesamt 12 Tore zu sehen bekommen und davon 8 selbst erzielen, das hätte man vorher nicht für möglich gehalten.
Wir starteten optisch breit aufgestellt und ruhig. Der Aufbau von hinten wurde meistens über Sven P. intitiert und dann über Stephan und Jan geleitet. Das klappte gut. Nach dem Spiel waren wir uns einig, dass wir ansehnlichen Fußball gespielt haben. Unser Manko war eindeutig, dass wir zu viele Gegentore zuließen. Das erste fiel nach 5 Minuten, als eine Flanke in den Strafraum bei Gaston landet. Dieser sieht den Ball spät und kontrolliert ihn entsprechend nicht. Resultat: ein sehenswertes Kopfballtor. Nicht der Start, den wir uns erhofft hatten. Aber direkt im Gegenzug wird Marjo geschickt erzielt eines seiner 4 Tore des Abends. Der Torhüter war nicht immer sattelfest und vor allem läuferisch unterlegen. Marjo konnte ihn ausspielen uns einnetzen. Wir spielten weiter nach vorn und hatten einige solche Gelegenheiten. Vor allem über rechts kamen einige Angriffe zustande. Wir hatten Endri auf den rechten Flügel gestellt und der machte das echt gut. Doppelpässe, Läufe in die Tiefe, fast wie aus dem Lehrbuch. Aus einem dieser Angriffe erzielten wir das 2:1. Jan konnte sich in den Strafraum dribbeln und mit der linken Pike vollenden. Früher Schock verdaut. Danach stellte sich Steutz etwas besser auf Marjo ein. Wir kamen zwar immer noch zu guten Angriffen, aber wir hatten Ballverluste und entsprechend konnte Steutz einige Male kontern. Einmal ging der Ball direkt in der Mitte verloren und der Stürmer war vor Ronny am Ball. Wir kassierten noch zwei weitere Tore, eins durch einen perfekten Kopfball nach Freistoß. Halbzeit 2:4
Wir hatten in der ersten Hälfte keine Möglichkeit zum Wechseln gefunden. Mit Ausnahme von Jan hatten alle durchgespielt. Daher änderten wir einige Positionen, um auch unserer Bank Spielzeit zu geben. Bei zwei Toren Rückstand kann man mit frischen Kräften auch nochmal angreifen und eventuell ausgepowerte Spieler erhalten mal eine Pause. Theoretische Ansätze solcher Art führen meist erstmal zu Unruhe. Bei uns nicht. Wir brannten erstmal ein Feuerwerk ab. Anders kann man das nicht nennen. Innerhalb der ersten 10 Minuten hätten wir vermutlich 5 oder mehr Tore schießen können. Es waren erstmal nur 2, aber wir hatten ruckzuck Gleichstand hergestellt und spielten schnell und zielstrebig nach vorn. Über rechts mit Gaston ging immer was und auch Miertschi über links hatte erheblich mehr Ballkontakte. Spätestens, wenn der Ball bei Marjo war, wurde es gefährlich. Er konnte dem gegnerischen Vorstopper immer wieder entwischen und coole Tore schießen. Leider erzielten wir mitten in dieser Drangphase das zweite wunderschöne Eigentor. Thomas M, gewechselt von Kochstedt II. und hoffentlich nun regelmäßiger Gast, verlängerte eine Ecke mit der Hacke. Unhaltbar. Wir gaben nicht auf und spielten weiter nach vorn. Marjo alleine hätte uns in Richtung zweistellig befördern können. Einige Weitschüsse gingen vorbei oder wurden vom gegnerischen Torwart mit letzter Kraft pariert. Es klappte einfach nicht und da wir hinten ziemlich offen waren, kassierten wir noch ein Tor. Bevor Marjo wieder zuschlug und uns wieder in Schlagdistanz brachte. Den Schlusspunkt setzte dann der Präsi. Einen verunglückten Ball des Gegners, der einmal in der Erdumlaufbahn war und entsprechend „mit Schnee drauf“ wieder runterkam, konnte er beim Befreiungsschlag nicht richtig kontrollieren. Er flutschte im Stile einer Bogenlampe in Richtung Tor. Und nur, weil sich die Erde weiterdrehte, während der Ball so flog, kam er kurz hinter der Torlinie auf.
Endstand 5:7
Fazit:
Man hat´s vielleicht gemerkt, für mich war das ein fast schon episches Spiel, weswegen ich Bruchstücke aus alten Spielberichten verarbeitet habe. Im Nachhinein war es klar, dass es so cool werden musste. Der Gegner reiste mit Profi-Equipment an, was uns (wie einst in Dobritz/Garitz) sinnieren ließ, woher denn der Geldsegen stammen könnte. Am Freitag fiel die Wahl auf Zoll für die vorbeifahrenden Elbkähne oder (wahrscheinlicher), dass man in Steutz „Bernd sein Zimmer“ gefunden hat, welches durch die austrocknende Elbe freigelegt wurde.
Das Spiel hat gezeigt, dass wir können. Es war sehr ansehnlich, sehr intensiv. Sehr positiv. Und da wir eigentlich 8:4 gewonnen haben, können wir das Spiel als Schritt in die richtige Richtung verbuchen. Danke an alle, die dabei waren. An zahlreiche Fans, Thomas B. als fehlerfreien Schiedsrichter und nicht zuletzt an unsere „Neulinge“ Ronny K. und Thomas M.
Aufstellung: Ronny K. – Gaston, Sven P., Andreas E., Tobias M.– Endri, Jan L., Stephan A., Ronny B. – Kristo, Marjo
Bank: Erion, Sven K., Sven M., Thomas M.
Stahlbau Dessau - Eintracht/GW Dessau 5:2 (3:1)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 23. August 2026 09:50
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Nils hatte unsere Urlaubszeit mit einigen Pausen versehen, was vermutlich richtig war. Urlaubsbedingt wäre es noch schwieriger geworden, jede Woche eine Mannschaft zu finden. Aufgrund unserer Probleme mit einer militanten Schweinebande mussten wir auswärts antreten.
Freitagabend, Fußballzeit – follkommen unnötig gegen Stahlbau verloren.
Wir duellieren uns regelmäßig mit den Kickern aus dem Lorkpark. Immer konnte man dort auf einen riesigen Fundus erfahrener Spieler zurückgreifen und immer spielt man dort einen gepflegten Fußball. Mittlerweile zählen auch einige ehemalige Aktive der Lok zu den Stahlbauern und so war es schon recht verwunderlich, dass der Gegner recht „ergraut“ antreten musste. Da wir am Freitag einige jüngere Spieler und vor allem Wechseloptionen aufbieten konnten, sah es auf dem Papier erstmal nicht ungünstig aus. Zudem hatten wir mit Marjo eine neue Sturmhoffnung aufgetan. Aufgrund der Erfahrung mit unseren letzten Scouting-Erfolgen wird er allerdings ziemlich bald ersatzlos in die erste Mannschaft wechseln. Erfreuen wir uns also an seinen Toren, so lange wie er da ist.
Zum Spiel.
Stahlbau übernahm trotz leerer Ersatzbank schnell die Initiative. Vermutlich wollte man schnell auf eine Entscheidung dringen und einer konditionellen Unterlegenheit zuvorkommen. Wie gesagt, nur eine Vermutung. Wir konnten den klug vorgetragenen Angriffen nicht immer etwas entgegensetzen. Stahlbau spielte in der Anlage sehr breit. Was unsere Außen eben auch Außen band. Dadurch ergaben sich in der Mitte dann die aus früheren Spielberichten thematisierten Raumstation-Landeplätze und auch wenn wir alle sehr routiniert sind und durch Stellungsspiel und Vorausahnen einiges klären oder zumindest erschweren, irgendwann bricht die dafür vorgesehene Sollbruchstelle und einer macht einen Fehler. Stahlbau schoss daher innerhalb der ersten 20 Minuten drei schön herausgespielte Tore. Die unterschiedlichen Auffassungen über die Ursachen für diese Überlegenheit und notwendige Änderungen führten dann zu einigen Umstellungen. Auch wenn danach nicht alles klappte, es wurde eindeutig besser. Uns gelang der Ehrentreffer in Hälfte eins. Marjo wurde durch eine mustergültige Flanke von Dirk bedient und er konnte herausragend per Kopf vollenden. Mit dieser Sprungkraft hätte er bei der Leichtathletik-EM eine Chance gehabt.
Zur Pause gab es neue Umstellungen. Nach Wiederbeginn versuchten wir, trotz der Hypothek aus Hälfte eins, noch irgendwas mitzunehmen. Es war mehr Zug drin. Wir waren aggressiver und lauffreudiger. Da wir den Gegner immer wieder forsch anliefen, schlichen sich trotz der spielerischen Qualität (z.B. A. Hänsch und R. Esche) auch da Fehler ein. Wir erkämpften uns Bälle und konnten immer wieder gut nach vorn spielen. Daher gelang uns nach einem Ballgewinn und Pass in die Tiefe (Andreas E.) der Anschlusstreffer durch Marjo. Hier waren wir nah am Punktgewinn. Immer wieder tauchten wir im Strafraum auf. Zahlreiche Ecken und Flanken brachten aber leider nichts ein. Die ersten 15-20 Minuten ließen wir auch kaum was zu. Aber auf der anderen Seite war immer noch Qualität auf dem Feld. Stahlbau gelangen noch 2 Tore. Wodurch das Ergebnis dann leider wieder ziemlich klar ausfällt. 5:2 für den Gastgeber.
Fazit:
Fussball ohne Laufen funktioniert nicht. Nachsetzen nach dem Ballverlust sollte immer höhere Priorität haben als Lamentieren, Kommentieren oder Auswerten. Der Beginn der zweiten Hälfte hat uns gezeigt, was möglich gewesen wäre. Für unser nächstes Spiel wünsche ich mir, dass „positiv bleiben“ auch tatsächlich mal umgesetzt wird. Dass die Aktiven führen und dass wir uns nicht darin überbieten, wer gerade etwas falsch macht oder wer heute wieder besonders schlecht ist.
Positiv herausheben möchte ich Marjo als Goalgetter, Endri als tadellosen linken Verteidiger mit leicht zu tiefen Pässen und unseren Torwart Jan, der in Hälfte eins einige Male retten musste.
Aufstellung: Jan – Sven K, Sven P., Martin, Andreas E. – Dirk, Jan L., Yami, Ronny – Kristo, Marjo
Bank: Erion, Thomas B., Endri, Sven M
TuS Kochstedt - Eintracht/GW Dessau 6:0 (3:0)
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- Kategorie: Spielberichte 2013
- Veröffentlicht am Mittwoch, 12. August 2026 10:16
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Zum dritten Mal in diesem Jahr kreuzten wir die Klingen mit dem aktuell wohl gefährlichsten Altherren-Team weit und breit, und zwar dem TuS aus dem Dessauer Vorort Kochstedt. Aufgrund der Erfahrungen aus den ersten beiden Partien hatten wir weiter am Personalkarussell gedreht. Erjon, Martin, Thomas Elste und Sven Pannicke waren mit dabei. Und Sven hatte mit Stephan Andres einen Kollegen mitgebracht, der sonst bei Mildensee aktiv war und sich direkt gut einfügte.
Freitagabend, Fußballzeit. Fast ebenbürtig gegen Kochstedt.
Andere Spieler, andere Aufstellung. Wie jede Woche war die Wahl der passenden Aufstellung herausfordernd. Sven P. hatte eine ungewöhnliche Idee, die uns Entlastung verschaffen sollte. Anhand des positiven Trends beim Endergebnis würde ich diese Idee auch eher positiv bewerten, auch wenn insgesamt ein deutlicher Leistungsunterschied zu erkennen war.
Wir spielten mit einer Viererkette, die von drei davor verteilten zentralen Mittelfeldspielern unterstützt wurde. Die Außen (Dirk und Ronny) sollten Entlastung ins Spiel bringen und uns mehr Optionen beim Schnellen Überbrücken liefern. Das funktionierte gut, uns gelangen einige gute Aktionen nach vorn. Der Unterschied zu Kochstedt war aber eindeutig. Während wir nur gelegentlich und aber immer „bemüht“ agierten, wirkte es beim Gegner leicht und entspannt. Man ließ sich Zeit bei der Wahl des Zielspielers und die zwei Reihen vor Martin hatten gut zu tun. Wir konnten uns entscheiden, ob wir jeder „dicht“ am Mann stehen. Dann sind logischerweise die Räume riesig und mit Kalibern wie Herrn Bebber als Gegner ist das schwer. Oder man versucht es mit „verschieben“. Hier zeigte es sich schnell, dass der Gegner dann logischerweise auf der ballfernen Seite auch mal freisteht. Und mit entsprechendem Passtempo ergibt sich dann hier die Sollbruchstelle. Qualität macht sich dann einfach bemerkbar, wenn man diese „Probleme“ der verteidigenden Mannschaft ausnutzen kann. Wir kassierten entsprechend drei Gegentore, die allesamt herausgespielt wurden und bei denen unsere erfahrenen Abwehrspieler trotz Gegenwehr am Ende chancenlos waren. Mit den ersten Wechseln brach unser Defensivkonzept ein wenig zusammen. Trotzdem konnten wir uns in die Halbzeit retten.
Hälfte zwei begann mit einer Umstellung. Wir spielten fortan mit zwei Sechsern vor der Abwehr und einem „normalen“ Mittelfeld. Erjon hat es nach dem Spiel gut zusammengefasst. Wir hielten unsere Positionen nicht. Insofern verteidigte jeder in Hälfte zwei seine eigenen Quadratmeter und wir spielten defensiv etwas offener. Trotzdem konnten wir die Gegenwehr aufrechterhalten und kassierten auch wieder nur drei Gegentore. Unsere eigenen Bemühungen wurden nicht belohnt. Wir hätten ein Tor verdient, müssen aber einfach galliger sein und am Ende auch einfach professioneller. Ein „Torschuss“ kurz hinter der Mittellinie, wenn der Torwart 30 Meter vor dem Tor ist und man ihn auch einfach ausspielen könnte, ist natürlich nicht sinnvoll. Der Schiedsrichter verwehrte uns zusätzlich noch den einzigen Freistoß, der in Tornähe gewesen wäre. Kochstedt überstimmte immer mal den eigenen „Unparteiischen“, so dass es am Ende fairer war als noch beim zweiten Spiel.
Das Spiel endete 6:0 für Kochstedt.
Fazit:
Bei 26 Gegentoren in 3 Spielen mag man es kaum glauben, aber man könnte gegen Kochstedt mithalten, wenn nicht gar gewinnen. Hierzu benötigen wir nur 10 Feldspieler, die alle nach einem gemeinsamen Plan spielen und die konditionell in der Lage sind, trotz Dauerdruck immer wieder den Gegner zu stören, cool zu bleiben und auf den eigenen Ballgewinn hinzuarbeiten. Das dritte Aufeinandertreffen war spielerisch aber wirklich das beste. Unsere Gegentore entstehen am Ende alle, weil wir individuell einen Fehler machen. Wir haben aber die ganze Zeit ansehnlichen Fußball gespielt (Zitat Sven P.).
Die nächsten Spiele werden natürlich nicht einfacher, aber es wird langsam Zeit für was Zählbares.
Aufstellung: Martin – Gaston, Sven P., Erjon, Andreas E.– Thomas E., Stephan S., Stephan A. – Dirk, Kristo, Ronny
Bank: Sven M., Sven K., Erion, Frank S.
TuS Kochstedt - Eintracht/GW Dessau 8:0 (3:0)
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- Veröffentlicht am Mittwoch, 17. Juni 2026 10:00
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Aufgrund eines Sportfestes auf dem heimischen Vereinsgelände musste unser Heimspiel gegen Thalheim getauscht werden. Und wo wir schonmal dabei waren, tauschten wir auch gleich den Gegner. Leider war Kochstedt der Ersatz, weil Thalheim keine Truppe stellen konnte.
Freitagabend, Fußballzeit. Föllig chancenlos erneut gegen Kochstedt.
Ein umfassender Spielbericht erübrigt sich. Deswegen komme ich gleich zur Analyse.
Wir waren mit der Startelf tendenziell gut besetzt. Aber jeder Einzelne, bis auf wenige Ausnahmen, war seinem Gegenüber „leicht“ unterlegen. Das kann man dann nur im Verbund lösen, wenn die Mannschaft gemeinsam einer Struktur folgt und man über Laufarbeit und „Aushelfen“ spielerische Defizite ausgleicht. Das haben wir bis zur Mitte der ersten Hälfte geschafft. Dicht gestaffelt und fast ohne Meckereien machten wir es dem Gegner sehr schwer, eigene Chancen herauszuspielen. Und dank Gastons Dynamik und Patricks Spielführung hatten wir eigene Gelegenheiten. Kochstedt brauchte einige Zeit, um dynamischer zu werden. Mitte der ersten Hälfte kassierten wir ein richtig blödes Gegentor, was eine Kehrtwende einleitete. Der Stürmer wird von außen angespielt. Der Schreiberling kann eigentlich klären. Der Stürmer holt sich den Ball zurück und obwohl der Schreiberling innen steht und zum Körpereinsatz ansetzt, kann der Gegner über den langen Weg einmal um seinen Abwehrspieler herumlaufen. Und weil zudem Jan auf einen Pass spekuliert, schlägt der Ball kurz danach ins lange Eck ein. Danach versuchten wir weiter alles. Wir waren bis zur Hälfte nicht chancenlos. Aber während Kochstedt immer besser wurde, bauten wir ab. Und öffneten ungeahnte Räume, die der Gegner leider auch fantastisch nutzte. Nach Tobis roter Karte Mitte der zweiten Hälfte, weil er eine Vermutung hinsichtlich des Berufs der Mutter des Parteiischen äußerte, spielten wir nur noch auf Schadensbegrenzung.
Tobias hat es gut zusammengefasst. Wir sind teilweise nicht gewöhnt, wie man den Raum auf einem großen Feld nutzt bzw. wie man denselben sinnvoll verteidigt. Aufgrund unserer Personalfluktuation und den unterschiedlichen Fitnesszuständen und abweichender Spielauffassung tun wir uns spätestens nach den ersten Wechseln schwer, unsere trotzdem vorhandenen PS auf die Straße zu bringen und (wie oben erwähnt) mit einer Struktur zu spielen. Gegen Mannschaften wie Kochstedt, von denen mind. 8 Spieler am nächsten Tag in der Kreisoberliga oder Landesklasse spielen, wird es dann schwer, weil die uns einfach zurechtlegen. In Kombination mit einem Schiedsrichter, der der überlegenen Mannschaft jedes strittige Abseits durchgehen lässt, verliert man dann 0:8.
Wie ich in jedem Spielbericht schreibe: wenn wir es schaffen, mit wenigstens ähnlichen Aufstellungen mehrmals hintereinander anzutreten, können wir damit beginnen, uns abzustimmen und aufeinander einzustellen. Dann funktionieren die einzelnen Mannschaftsteile und wir bieten nicht mehr diese Riesenscheunentore an, weil wir teilweise wie Straßenfußballer agieren. Wie Yami richtig sagte, „es ist nicht alles schlecht“. Kochstedt war ein denkbar unpassender Gegner. Beim nächsten Spiel sollten wir aber mal wieder punkten.
Aufstellung: Jan B. – Gaston, Tobias F., Andreas E., Ingo – Redi, Yami, Patrick W., Jan L., - Ronny, Dirk
Bank: Sven K., Endri, Kristo, Erion
Empor Waldersee - Eintracht/GW-Dessau 5:1 (3:1)
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- Veröffentlicht am Montag, 08. Juni 2026 09:58
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Am vergangenen Freitag ging es zum Auswärtsspiel in Waldersee. Kurzfristige Zusagen (Jan) und kurzfristige Absagen (Jelschi) hoben sich auf. Letztere aufgrund eines Autoschlüssels, der im zugesperrten Auto lag. Wahnsinn. Zum Spiel.
Freitagabend, Fußballzeit. Fiele Gegentore in Waldersee.
Wir haben in diesem Jahr schon insgesamt 35 Spieler eingesetzt. 10 Davon haben 4 oder mehr Spiele bestritten. Das sind bei bisherigen 6 Spielen, die wir ausgetragen haben, rein rechnerisch Minimum 3-4 Spieler, die jede Woche neu integriert werden. Das macht es insgesamt schwer, eine Abstimmung zu finden. Von einem Spielsystem, auf das sich alle verlassen können, möchte ich noch gar nicht reden. Am Freitag war entsprechend zu sehen, warum wir durchschnittlich 4 Gegentore bekommen und wenige eigene Tore erzielen. Wir spielen teilweise mit 2-3 Systemen gleichzeitig
Am Freitag standen wir einem routinierten Gegner gegenüber. Einige der Gegner hatten „schon mal höher“ gespielt. Entsprechend legte man uns immer wieder schnelle Bälle in die Schnittstellen der Abwehr. Gaston und Andreas E. hatten mehr damit zu tun, den Gegnern hinterherzulaufen, als ordnend einzugreifen. Insgesamt boten wir riesige Räume an. Was zu regelmäßigen Kontern des Gegners führte. Diese wurden auch eiskalt genutzt, der Gegner konnte in Hälfte eins 3mal ohne viel Mühe einnetzen. Wir hatten in Hälfte eins ebenfalls 2 Großchancen, von denen Ronny eine nutzen konnte. Die allgemeine Unzufriedenheit machte sich dann in Meckereien bemerkbar, mit dem Ergebnis, dass einige sich auswechselten und zumindest einer nicht mehr zurückkam.
Hälfte zwei begann mit einer Umstellung. Ronny spielte als einziger Stürmer und Kristo rückte nach hinten. Insgesamt brachte das eine Verbesserung für unser Spiel, wir waren zentral irgendwie besser gestaffelt. Und Ronny konnte vorne einige Male für Entlastung sorgen. Kristo hatte unter dieser von ihm selbst gewünschten Maßnahme zu leiden. Zentral musste er deutlich mehr laufen als im Sturm. Vermutlich ist er in der Nacht auf Samstag aufgewacht, weil irgendwer „Kristo, die 9!!“ gerufen hatte. Wir standen wesentlich stabiler, auch wenn unsere rechte Verteidigungsseite weiterhin nicht richtig sicher war. Wir kassierten noch zwei Gegentore. Eins als Elfmeter, wie er vermutlich nur bei einem Altherren-Spiel gepfiffen wird. Eins, weil zwei Abwehrspieler und ein Torwart sich gegenseitig behindern und der Gegner daraus Nutzen zieht. Unsere eigenen Gelegenheiten konnten nicht genutzt werden, 1-2 Tore waren durchaus drin.
Das Spiel endete viel zu hoch 5:1 für Waldersee.
Fazit:
Wir müssen aufhören, unsere eigenen Wunschvorstellungen auf den jeweiligen Nebenmann zu projizieren. Da nehme ich mich selbst nicht raus. Die eigene Leistung zählt. Das Beklagen, Meckern, Auswerten von Fehlern des jeweiligen Anderen können sich nicht mal die Fittesten von uns leisten. Es fehlt die ordnende Hand, die (möglichst von Außen) Einfluss nimmt und aufzeigt, was gemacht werden soll. Und nicht nach dem Fehler diesen noch einmal auswertet und beklagt. Wir haben meistenteils aufgrund unseres eigenen Fitnessniveaus eigentlich keine Zeit und Luft dafür, stehenzubleiben und zu reden und zudem zieht negatives Gequatsche Energie und vor allem Lust und Laune bei allen. Im Zusammenhang mit den immer wieder wechselnden Aufstellungen müssen wir es irgendwie hinbekommen, dass die „Erfahrenen“ positiv auf die Hobby-Fussballer einwirken, die wir meistenteils nun mal sind.
Vielen Dank an Jan und Bernd für Ihr Engagement, auch wenn Bernd letztendlich nicht spielte. Und vielen Dank an die zahlreichen Zaungäste.
Aufstellung: Jan B. – Erion, Andreas E., Gaston, Sven K. – Yami, Jan L. – Ronny, Spange, Kevin - Kristo
Bank: Sven M., Ralf












