DSV 97 - Eintracht / GW Dessau 8:5 (4:3)
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- Kategorie: Neuigkeiten
- Veröffentlicht am Montag, 12. Oktober 2026 14:05
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Unsere Abschiedstournee von der diesjährigen Saison ist in vollem Gange. Traditionell spielen wir nur noch auswärts, meistens auf Kunstrasen und eigentlich immer gegen starke Gegner.
Freitagabend, Fußballzeit. Fast ebenbürtig an den Kienfichten.
Unser Restprogramm (SV Dessau05, Thalheim, DSV97, Raguhn und Aken) wäre in einem klassischen Ligabetrieb eine enorme Hypothek, wenn man wie wir im Prinzip das ganze Jahr nur verliert. Der Abstieg wäre greifbar. Aus unserer Erfahrung wissen wir aber, dass solche Spiele oft einfacher sind als der vermeintlich leichte Gegner. Und wer Bock auf Fußball hat, der darf hier eigentlich nicht fehlen.
Wir konnten eine fast ebenbürtige Elf zusammentrommeln. Wir spielten mit einer erfahrenen Verteidigung, die sich gegen Steutz und gegen DSV97 in ähnlicher Formation schon bewährt hatte. Davor Grüni, der hoffentlich öfter kommt und gegenüber den sonstigen Partien mussten wir nur Kai einbauen. Der Gegner, aus vielen Jahren gemeinsamen Trainingsbetriebs eingespielt und tendenziell spielerisch etwas besser, konnte zwei entscheidende Faktoren ins Feld führen.
Marcel Merkel und das Flutlicht.
Wir begannen aber sehr stark. Dicht gestaffelt erschwerten wir dem Gegner den Spielaufbau. Der Heimmannschaft gelang trotzdem der Führungstreffer, den wir direkt mit dem Anstoß wieder ausglichen. Yami spielte einen Diagonalball auf links und Kai ließ sich nicht bitten. Erstaunte Blicke. Danach spielten wir sehr intensiv und aggressiv. Man kann fast von Pressing reden. Der Schreiberling hatte früh gewechselt und staunte von außen nicht schlecht, als wir plötzlich in der Mitte der ersten Hälfte mit 2 Toren führten. Die gegnerische Abwehr fand kein Mittel gegen Marjo. Der entwischte einige Male. Weil er (leider) auch mal uneigennützig querlegte und zudem nur mit links schießt, blieben sogar noch Chancen ungenutzt. Die sich bietende Gelegenheit nahm der Gegner dankend an. Ronny hatte das ganze Spiel (als Brillenträger) mit dem Nieselregen zu kämpfen. Zudem hatten einige im unpassenden Moment das Pech, genau in eine Flutlicht-Funzel zu gucken. Wir kassieren ein Tor, weil Kai bei der Annahme kurz „blind“ ist und der Gegner den freiwerdenden Ball aus 30 Metern in die lange Ecke schießt. Und ein Tor, weil Ronny einen sicher gefangenen Flankenball wieder aus den Fingern flutschen lässt und ein Gegner genau vor ihm abstaubt. Und noch ein weiteres Tor, dessen Hergang ich nicht mehr wiedergeben kann. Halbzeit 3:4 aus unserer Sicht.
Die zweite Hälfte zeigte ein deutlicheres Chancenplus für die Heimmannschaft. Bei uns machte sich die Kondition, also die fehlende, bemerkbar. Der Gegner konnte pausenlos anrennen und wir konnten im Mittelfeld nicht immer genügend Fahnenstangen aufstellen. Der DSV spielte flexibel und mit zunehmender Spieldauer war Marcel Merkel quasi überall. Wir kassierten noch 4 Gegentore. Eins, weil Sven P. kurz vor der Ballannahme im dunklen Teil des Kunstrasens falsch schätzt. Vielleicht war es auch eine Windböe, der Ball viel jedenfalls senkrecht drei Meter vor Sven runter und da stand dummerweise ein Gegner. Das zweite Gegentor resultierte aus einem Freistoß, weil der Schreiberling in diesem äußerst fairen Spiel, in dem der Schiri sozusagen nur Zeitnehmer war, einen Freistoß gab. Ich war dem Gegner auf den Fuß gestiegen. Und ein drittes aufgrund mangelnder Zuordnung nach einem Eckstoß. Das vierte weiß ich wieder nicht mehr. Wir schossen selbst auch zwei Tore. Eins davon mustergültig nach Querpass in der Abwehr, Abspiel von Yami nach vorn mit „Schürze“ beim pressenden Angreifer. Steilpass auf Marjo und eiskalter Abschluss. Endstand 5:8
Fazit: Das waren jetzt drei Spiele nacheinander gegen starke Gegner. In keinem Spiel waren wir chancenlos. In jedem Spiel haben wir dagegengehalten und konnten phasenweise dominieren. Aufgrund unserer bunten Mischung aus ausgebildeten Fußballern und Freizeitkickern, den unterschiedlichen Fitnesszuständen und der wöchentlich wechselnden Aufstellung ist es schwierig, gegen Traditionsmannschaften über die komplette Spieldauer zu bestehen. Aber, wir haben das am Freitag phasenweise sehr gut gemacht. Erst wenn sich bei uns Alter und Erschöpfung bemerkbar machen, hat es der Gegner leichter. Aus meiner Sicht fällt das Ergebnis zu deutlich aus. Mit etwas mehr Glück schießt uns unsere neue „Waffe“ Marjo zum Auswärtssieg. 4 Tore resultierten übrigens aus einer Vorlage von Yami. Nach dem Spiel saßen wir noch fast so lange wie die Hausherren in der Kabine und erzählten uns "Geschichten von Freude und Fleiß". In zwei Wochen bringen wir dann mal alles zusammen und holen die ersten Auswärtspunkte.
Gute Besserung übrigens an Spange, der seit seinem letzten Auftritt in einem ziemlich klobigen Schuh rumlaufen darf.
Aufstellung: Ronny K. – Gaston, Andreas E., Sven P., Robin – Kai, Patrick G., Stephan S., Dirk – Kristo, Marjo
Bank: Sven M., Sven K., Sebastian W, Thomas M.











