Eintracht/ GW Dessau - FSV Turbine Vockerode 5-3 (3-2)
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- Kategorie: Neuigkeiten
- Veröffentlicht am Freitag, 03. Juli 2020 13:17
- Geschrieben von Andreas Berzau
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Da isser wieder..der Spielbericht von gestern Abend. Der Spielbericht der alten Herren. Nach unfassbaren 13 ausgefallenen Spielen aus Gründen, die Geschichte schrieben. Der Wahnsinn.
Während nun doch die Urlaubszeit beginnt, in den Phasen früher immer ein großes Handicap in der Spielansetzung an sich und den daraus resultierenden Personalproblemen, kann man sich immer mehr auf die Hilfe des noch aktiven Personals verlassen. Diesmal konnten wir mit Sven Zober, Martin, Stefan, Tobi aber auch mal wieder mit Andy auflaufen. Wir hatten sagenhafte 16 Spieler zur Verfügung und somit die Qual der Wahl. Bitte weiter so.
Tobi und Berzi mussten nun entscheiden, wie wir auflaufen sollten. Die grüne Tafel und ein Stückchen Kreide halfen vorab, jegliche Diskussion im Vorfeld zu ersticken. Somit waren schnell alle Positionen gefunden und alle waren hoffentlich zufrieden.
Auch für Vockerode war dieses Spiel eine Standortbestimmung und diesen Standort markierten sie in den ersten Minuten forsch in unserer Hälfte. Während wir wie scheinbar mit Badelatschen auf dem trockenen harten Boden des Geläufs umherirrten, traten die Jungs des Kraftwerkes mit vollem Akku scheinbar in jede sich auftuende Kerbe und dominierten spielerisch wie technisch. Somit war die frühe 2 Tore Führung mehr als gerecht und ein Debakel zog am Himmel über die Brachmeierei auf.
Die schnellen und sehr einfachen Tore gaben komischerweise uns dann mehr Sicherheit, als den Gästen, die mit wahrscheinlich keinem etatmässigen Torhüter antraten und dieser demnach sehr weit vor dem eigenen Kasten das Spiel aufziehen wollte. Das erkannten unsere Spieler dann schnell und versuchten öfters nun ihr Glück aus der Distanz. Oder es wurde früh attakiert. Eine dieser Situationen nutze Staki, der öfters durch seine forsche Art auffiel und sich vor dem Strafraum den Ball des letzten Mannes eroberte und seelenruhig am verdutzten Keeper der Gäste zum Anschluss einschob. Nicklichkeiten und fallende Spieler bildeten denn ein Symbiose der folgenden Minuten. Wir erinnern uns vielleicht an Zlatans legendärem Fallrückzieherheber aus 27 Metern halbrechts gegen England vor ein paar Jahren. So ähnlich lieferte nun Hagen sein Kunstwerk ab. Ich weiß nicht mehr wie er das machte. aber sooo ähnlich war es dann doch. Abwehr und Torhüter der Gäste sahen sehr sehr schlecht aus. EGAAAAL.
Hui,so schnell wieder zurückgekommen. Es bleibt aber weiter zu erwähnen, wie viele Probleme wir mit einfachen Pässen hatten, der breite Platz wurde nie so richtig genutzt, viele Bälle aus der Abwehr oder dem Mittelfeld raus verschleuderten wir mit vertikalen, nichtsbringenden Pässen in das Zentrum der Gäste, während die Außen weiterhin ihr tristes Dasein mit unnützen Wegen vergeudeten. Auch unserem sehr freundlich, fast körperlosem Spiel bedingt, wie Würstchen zwischendurch trefflich bemerkte. Zeit für Wechsel, Zeit für Beruhigung. Die kam mit Tobi, Andy als auch Martin, die schnell ihre Positionen suchten, fanden und vor allem, redeten. Und vor der Pause , siehe da, konnte der umtriebige, fast gelangweilt wirkende Hagen im zweifachen Nachfassen das 3. Tor zur Halbzeitführung erzielen.Hier wurde wieder die Unsicherheit im Aufbau der Gäste früh erkannt und genutzt. Im Angriff zuvor hatten wir aber Glück, das der Check von Andy im eigenen Sechzehner ohne Folgen blieb. Dies heizte die Stimmung dann unter den Protagonisten weiter auf und Schiri Begung pfiff erstmal zur Pause.
Aus dieser kamen wir wieder sehr träge daher. Ralf und Sven Malende kamen erstmal in die Partie. Abgesprochen war was anderes. Die aufkommende Sicherheit der letzten Minuten aus der ersten Hälfte sollte sich erstmal in die Zweite übertragen.. So der Plan. Einige sahen das anders-Freunde, das ist NICHT in Ordnung.
Vockerode wechselte nochmal und brachte noch mehr Wut und Angriffschwung ins Spiel und wir mühten und quälten uns von einer Verlegenheit in die nächste. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft, aber Sven, der nicht immer sicher bei seinen Aktionen wirkte, steigerte sich in die Partie und rettete mehrmals glänzend im 1gegen1. Dann ein weiteres Kapitel in Sachen Bogenlampe. Dieses Stück ziert die Geschichte, wie kein anderes Haushaltsgerät in der Chronik unserer Truppe und hat wahrscheinlich einen sehr grün weißen Anstrich. Diesmal zauberte Thomas Elste solch einen Ball hoch, sehr sehr hoch aus seinem rechten Schuh. Wieder halbrechts, aus vielleicht 30 m aus voller Verlegenheit. Tiefstehende Sonne für den Torhüter. Drin. Unglaublich. Wahnsinn.
Danach wieder in Trance. sehr gut von Willi draußen analysiert, dösten wir weiter und der Anschluss der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Wie schon erwähnt, war Vockerode uns in spielerischer Weise haushoch überlegen. Aber in Sachen Kampf und Moral macht uns irgendwie so niemand was vor und so wehrten wir uns alle kräftig gegen den Ausgleich, hatten Kontermöglichkeiten, die wir aber leichtfertig und zu hastig abschlossen. War die Zeit doch auf unserer Seite. Mit dem Abpfiff konnte aber einer mal genutzt werden. Stefan auf Thomas Werner und dieser hatte keine Probleme, den Deckel auf das Erdbeermarmeladenglas zu drehen.
Ein interessantes, ein streckenweise hektisches aber auch in Teilen kampfbetontes Spiel fand ein Ende. Ein natürlich gelungener Auftakt vom Resultat her. Spielerisch natürlich nicht immer einfach für uns, weil viele andere Ansichten über Altherrenfussball haben. Aber was stimmt ist die Energie, die Moral und die Lust alles zu geben. Von Allen. Grossartig. Danke.
Aufstellung: S. Zober- D.Meier, M.Krauss, T.Geyer, S.Köhler- A.Eichler, T. Werner, T.Elste, A.Berzau- H.Meißner, S.Paskuda
Reserve: A.Hänsch, T.Franzl, R.Thieme, S.Malende, M.Schlegel
Tore: 0-1;0-2 Vockerode, 1-2 Stacki, 2-2;3-2 Zlatan Hagen, 4-2 Doc, 4-3 Vocke, 5-3 Thomas Werner
Danke auch fürs Unterstützen an Achim, Herfe, Klaus, Willi, Ingo, Max, Yami und den vielen anderen Zuschauern.
Turnier TuS Kochstedt
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- Kategorie: Hallenfussball
- Veröffentlicht am Sonntag, 19. Januar 2020 21:18
- Geschrieben von Dirk
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3. Platz beim Turnier des TuS Kochstedt

Relativ kurzfristig entschloß sich unsere grün-weiß-chemische Eintracht-Traditionsmannschaft beim Turnier der TuS Kochstedt an den Start zu gehen. Nach dem Turnier eine Woche zuvor im Glaspalast, war zwar allen Spielern klargeworden, daß unsere Möglichkeiten beim Budenzauber gegen eingespielte Teams sehr limitiert sind. Die Optimisten unter uns wollten es trotzdem noch einmal wissen.
Im ersten Spiel gegen Stahlbau sollte nichts weniger als eine Revanche für die Niederlage eine Woche zuvor her. Abstimmungsprobleme im neu zusammengesetzten Team und der scheinbar unüberwindliche Ronny König zwischen den Pfosten unterbanden relativ zeitnah solche Wunschträume.
Im Spiel Nr. 2 gegen die Kickers Raguhn sah die Sache schon ganz anders aus. Zwar klappte hier auch noch nicht alles perfekt und gerade im Abwehrverhalten lies man dem Gegner stellenweise immer zu viel Raum, am Ende kamen wir nach Gegentreffern immer wieder zurück ins Spiel und sicherten uns einen 5:4 Sieg.
Ins dritte Spiel gingen wir mit dem gewonnenen Selbstvertrauen gegen die SG Abus/Mildensee. Unser Gegner spielte aber insgesamt effektiver, verhinderte viele guten Torchancen und vollendete im Gegenzug zum eigenen Torerfolg. Die 6:1 Niederlage spiegelt nicht den Spielverlauf wieder, denn eigene Torchancen hatten wir ins ausreichender Anzahl.
Im letzten Spiel gegen die Mannschaft von Gastgeber TuS Kochstedt, wollten wir uns noch einmal voll ins Zeug werfen, denn der 3. Platz wäre mit einem Sieg noch möglich gewesen. Das letzte Zusammentreffen gegen die Mannen vom Zoberberg ist nun fast wieder fünf Jahre her, auch in Zukunft werden wir an besinnlichen Abenden am Kamin mit einem guten Tropfen in der Hand vom legendären und hart umkämpften 2:6 Auswärtssieg auf dem TuS Sportplatz schwadronieren.
Aber das nur am Rande. Wir starteten konzentriert ins Match, Staki brachte uns mit dem wichtigen 1:0 in Führung, Kochstedt mußte nun aufmachen, was uns Gelegenheit gab, durch Kontor den Vorsprung bis auf 4:0 auszubauen. Danach wurde es dann doch nochmal spannend, Kochstedt verkürzte aber wir warfen jetzt alles dazwischen was ging und retteten den Sieg bis zum Schlußpfiff und dem damit verbundenen 3. Platz.
Eintracht/GW-Chemie Traditionself: Bernd Güldner, Sven Köhler, Thomas Geyer, Gaston Lippert, Heiko Schulze, Tino Wernicke, Daniel Günther, Ralf Thiele, Christian Hinsche, Silvio Hellmuth, Dirk Rubitzsch
Hallenauftritt beim Vorwärts Cup
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- Kategorie: Hallenfussball
- Veröffentlicht am Freitag, 10. Januar 2020 14:43
- Geschrieben von Andreas Berzau
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Fussball...Halle..Eintracht.
Meister, Turniersieger..oder auch diverse Medaillenplätze. Mann, waren das Zeiten.
Nun im Jahre 2020 n.Chr. sind der von der damaligen Begeisterung, dem Willen und auch der sprichwörtlichen Eleganz nur noch ein paar Krümelchen auf den ehemals so reich angerichteten Turnierkuchenteller übrig geblieben. So gibts in und um Dessau nur noch wenig Möglichkeiten neben dem eigenen Training auch den sportlichen Vergleich in der Halle zu suchen. Vom Ford Cup, der Regionalmeisterschaft der Teams rund um Bitterfeld-Wolfen, gespickt mit einigen lokalen Dessauer Teams und Ex Bundesligamitläufern, möchte ich hier nicht mehr reden, tristet auch der KFV Anhalt inzwischen seinen 100 jährigen Winterschlaf und das sehr professionell.
Trotzdem löblich das die ASG Vorwärts Dessau immer noch daran glaubt, das in Dessau nicht nur Hallenhandball gespielt wird und zum 2. Male ein ganzes Wochenende mehrere Turniere veranstaltet und das die vielen Helferlein um ein ganzes Wochenende bringt. Hierfür ein dickes Dankeschön.
Auch die Grün weiße Eintracht bedankte sich in Form von 10 willigen Spielern zum frühen Samstagvormittag im Glaspalast. Erwartungen waren eigentlich keine vorhanden und somit fand man sich in einem 8er Turnier in der A Gruppe mit dem Gastgeber, einer SG aus Klieken und Buro sowie der Eintracht aus Köthen wieder. Mit dem allerersten und bis zum Schluss besten Angriff des Turniers und seit gefühlt 5 Jahren läutete die Eintracht das sportliche Treiben ein und somit auch den Sieg gegen die ASG Vorwärts (3-2). Totale Euphorie in der Mannschaft und der 0-4 Hammer im Spiel 2 g. Klieken/Buro. Da ging nichts. Also fast, denn Eichi prüfte das Lattenkreuz. Ansonsten war der Gegner schneller, spritziger, effektiver. Im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Halbfinale klebte uns das Pech an den Füssen und auch SR Alberg hatte hier kein glückliches Händchen. Nachdem Staki mehrmals den glänzend aufgelegten Torhüter prüfen konnte, wurde eine Vorteilssituation zu unseren Ungunsten ausgelegt. Staki wurde in der gefährlichen Zone gelegt, Uschi schob unnachahmlich ins leere Tor ein. Pfiff. Strafstoß. Den dann Staki sicher neben den Pfosten setzte. Die letztendliche Niederlage (0-1) brachte uns Platz 3 in der Gruppe sowie das Spiel um Platz 5 gegen Vorjahressieger Stahlbau, die heute auch nicht gut drauf waren. Außer gegen uns natürlich. Hier war dann das Ergebnis von 1-6 gegen uns ein wenig zu deutlich.
In der Endabrechnung Platz 6 klingt jetzt nicht gerade nach Heiterkeit, nur können wir damit recht gut leben, nicht Letzter geworden zu sein. Der Gast aus dem sächsischen Colditz räumte auf ganzer Ebene ab und wurde Sieger des 2. Vorwärtscup. Auch die anderen Titel wie Torschützenkönig sowie Torhüter gingen nach Sachsen. Eine Randbemerkung zu meiner Einleitung von oben ist, das keine Dessauer Mannschaft unter den ersten 4 des Turniers landete. Nur mal so.
Es waren am Start: B.Güldner (bester Mann von uns)- Staki Geyer (2), Torsten Hauptmann, C. Hinsche(1), D.Rubitzsch (1), R.Kilz, F.Schneider, Uschi, A.Eichler, A.Berzau
PS: Danke an das Bier der FA. Porsche und auch an Achim und David für den Support.
Rot Weiss Thalheim - Eintracht/GW Dessau
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- Kategorie: Spielberichte 2019
- Veröffentlicht am Freitag, 01. November 2019 21:06
- Geschrieben von Dirk
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Spielbericht in Kurzform: Sechs Leute im Stau auf der Autobahn, der Rest in Thalheim in Erwartung der Verstärkung. Kommunikationsprobleme verhinderten eine sinnvolle Verständigung. Das Ergebnis: Ein verschenkter Abend für Alle. Schwamm drüber, Mund abwischen, im nächsten Spiel geht es wieder anders rum.
TSV Mosigkau - Eintracht/GW Dessau 4:2 (2:1)
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- Kategorie: Spielberichte 2019
- Veröffentlicht am Samstag, 19. Oktober 2019 12:04
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Gestern Abend ging es gegen ein Team aus der Peripherie unserer Stadt. Heimat für viele gute Fußballer, mit denen wir im Laufe des Jahres die Klingen kreuzen und Sven K. und Uschi wohnen auch dort. 

Im Laufe der Woche änderte sich die Prognose, was wir denn am Freitagabend machen werden, erfreulicherweise mit der wachsenden Spielerzahl von "Absagen" auf "Auswürfeln" zu "Wir spielen Kleinfeld" auf das letztendliche "Meine Güte wir können ja über Nacht noch 5 Leute auftreiben und spielen auf Großfeld". Und so hieß es auch gestern wieder:
Freitag Abend, Fußballzeit. Fantastisch volle Kabine bei der Eintracht.
Beide Mannschaften waren anscheinend willens, den Saisonausklang spielerisch zu bestreiten. Wir hatten anfangs nur einen Reservespieler, weil bei Sven M. anscheinend das Werkstatttor klemmte. Staki hatte sich zu Hälfte zwei angekündigt und war bei Spielbeginn noch auf irgendeiner Autobahn. So hatte sich das Trainergespann eine Wunschformation ersonnen, die wir nach dem Eintreffen von Sven M. einnehmen wollten. Das Trainergespann waren diesmal Achim und Nils und sie wurden später durch Klaus verstärkt. Der wahrscheinlich kurz mal auf dem Nachhauseweg vom Wochenendeinkauf bei Kaufland vorbeischaute.
Die Abwehr sollten die beiden Svens auf Außen und Andreas E. und Matze B. zentral bilden. Robin wollten wir ob seiner Dynamik und Spielstärke auf der 10 verhei.....äh.....ausprobieren. Er sollte Plane und Dirk sozusagen in´s Spiel bringen. Aber weil der Gegner mit einem Stürmer namens Zellner antritt und dieser sich für die linke Seite entschied, blieb Robin im ganzen Spiel auf der linken Abwehrseite. Dafür spielte dann Sven M. als linker Läufer. Robin hatte seinen Gegner im Griff und rannte unermüdlich die Linie rauf und runter. Auch nach missglückten Aktionen hat er anscheinend einen inneren Antrieb, der mir beispielweise manchmal fehlt. Er lamentiert nicht, sondern rennt einfach auf seine Position und zu seinem Mann zurück. Bild Note: 1
Unser Spiel war von einer "seltsamen" Ruhe geprägt. Auch wenn wir es nicht das gesamte Spiel schafften, unsere "älteren Herren" nicht in sinnlose Laufduelle zu schicken und auch wenn nicht jeder Ball ankam, war unser Spielaufbau wirklich kontrolliert. Besonders zugute kam uns hier, dass Dirk schon nach wenigen Minuten entschied, seine Stürmerposition aufzugeben und stattdessen den Spielaufbau zu übernehmen. Er war auf der 10 immer anspielbar, arbeitete auch viel defensiv und hatte eigene Torchancen. Für unseren Aufbau war es immens wichtig, dass wir immer jemanden anspielen konnten. Aus Sicht eines zentralen Abwehrspielers auch hier Bildnote: 1.
Das erste Tor erzielten wir. Wenn ich mich richtig erinnere, kommt der Ball flach zu Plane, der den Ball klug hält und dann "durch die Gasse" in den Lauf von Maurice spielt. Dieser verwandelt in die kurze Ecke. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein ganz wichtiges Zeichen. Plane hatte als Stürmer viel mehr Ballkontakte als sonst. Er nutzte diese Gelegenheit und bereitete viele Chancen für seine Mitspieler vor. Leider war ihm kein eigenes Tor vergönnt, weil wir ihn auch oft genug beim Abspielen vergessen haben. Trotzdem auch hier Bildnote: 1.
Bisher klingt der Spielbericht nach einem Fußballfest. Aber natürlich kommt noch was Negatives. Wir fangen in Hälfte 1 noch zwei Sinnlos Tore. Das erste nach Distanzschuss aus knapp 20 Metern. Nicht richtig platziert, aber eben doch drin. Das Zweite nach einem Einwurf, der Sven K. aus der Hand flutscht und beim Gegner landet. Die Mitte war nach einem Paß völlig offen. Bernd hatte auch hier theoretisch ne Chance, aber in der Entstehung war das MEGA unnötig.
Pause.
Uschi und Staki tauschten die kurze Hose. Staki tauschte daraufhin mit Walle den Platz und spielte zentral. Dadurch ergaben sich zwei Veränderungen. Unser Spiel nach vorne wurde dynamischer. Unsere Aufteilung nach hinten löchriger. Der ansonsten gedeckte zentrale Mosigkauer musste nun immer öfter von einem unserer Abwehrspieler bedrängt werden, wodurch wir hinten öfters mal 1 gegen 1 gespielt haben. Aber es erhöhte sich eben auch die Anzahl unserer Chancen und auch wenn es blöd klingt. Ein Sieg war drin.
Aber erstmal kassierten wir ein weiteres komisches Tor. Einwurf, der Gegner kann mit dem Kopf verlängern. Herr Zellner ist plötzlich frei. Ich weiß es nicht mehr genau, ob er nochmal abspielt oder selbst schießt. Aber aus meiner Sicht stand Bernd beim Schuss etwas zu weit in der kurzen Ecke. Der Schuss geht an Bernds rechter Seite vorbei in die lange Ecke. Leicht abgefälscht, aber aus meiner "Nicht-Torwart" Sicht muss eine Berührung bei so nem spitzen Winkel dazu führen, dass der Ball eben nicht in´s Tor geht. Egal, wir schüttelten uns kurz und spielten weiter ruhig, aber zielgerichtet nach vorn. Ein fast verlorener Ball in der eigenen Hälfte wird von Andreas E. erkämpft. Anstelle eines brotlosen Aussenrist-Passes in´s Niemandsland schiebt dieser den Ball zwischen zwei Moskauern durch auf Dirk. Dieser stand wieder mustergültig an der richtigen Stelle und kann den Ball schnell auf Staki weiterleiten. Antritt, Tempolauf, drei Leute ausnehmen und ab mit dem Ball in´s lange Eck. Das war ein wirklich geiler Angriff. Hier stand das Spiel auf der Kippe. Wir hatten danach "gefühlt" noch 10 Torchancen zum Ausgleich. Mit einem geglückten Ausgleich hätten wir sicher noch gewonnen.
Stattdessen schlug eine der Nornen unbarmherzig zu und das Schicksal nahm seinen Lauf. Ein Angriff über den laut Sven´s Aussage 15jährigen Stürmer endete mit einem Gewaltschuss, den Bernd pariert. Man muss den erstmal halten. Aber der Ball bleibt vor Bernd liegen. Die Erde dreht sich weiter. Ein Käuzchen ruft. Man sieht einen Regenwurm, der direkt neben dem Ball aus der Erde gekrochen kommt. Keiner sagt was, keiner bewegt sich. Aus meiner Sicht war der Ball in Prankenweite von Bernd. Zur Seite rollen, Pfote drauf, Ball ist safe. Das passierte aber nicht. Bernd bewegte sich trotzdem als erster der 5-10 Spieler in Ballnähe und stochert den Ball im Liegen nach vorn. Vorn steht aber keiner von uns, sondern der glücklichste Mensch auf diesem Planeten. Der Stürmer, der den Deckel drauf machen durfte. Drops gelutscht. Machste sie vorne nicht, kriegste hinten ein oder mehrere Kacktore. (Nach meiner Rechnung mindestens 15 EURO ins Phrasenschwein).
Das Spiel war kurz danach zu Ende und der Bericht dazu ist es hier auch, heute mal ohne Extra-Fazit. Endstand 4:2 für Mosigkau
P.S. Ich hoffe, ihr seht es mir nach, der Vergleich mit der Norne, ein Begriff, der aus der nordischen Mythologie stammt, ist hier etwas lahm. Die Nornen, alte und unglaublich hässliche Frauen, spinnen den Schicksalfaden, es steht also schon bei der Geburt fest, wie das eigene Leben laufen wird. Aber bisschen Kultur schadet ja nicht, dachte ich mir.
Aufstellung:
Bernd - Sven K., Robin, Andreas E., Matze B.- Eschi, Walle, Uschi, Maurice, - Dirk, Plane
Bank: Ralf, Sven M., Staki











