SV Mildensee - Eintracht/GW Dessau 2:2 (2:0)
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- Veröffentlicht am Samstag, 30. April 2022 09:27
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Der April ist fast vorbei, wir haben die ersten Spiele hinter uns. Im Gegensatz zu unseren letzten beiden Spielzeiten kristallisiert sich eine "Stammformation" heraus und wir gewinnen dadurch Sicherheit. Dank unserer unermüdlichen Scouting-Tätigkeit der letzten Jahre und eines anscheinend vorhandenen Spaßfaktors am Freitagabend können wir es uns erlauben, Fußballgrößen wie Eschinho auch mal zu schonen. Gestern Abend wurde der Spaß zwischenzeitlich stark getrübt. Zum Einen durch eine (sagen wir mal) nicht immer respektable Schiedsrichterleistung, zum Anderen durch unsere eigenen Fehler und die übertriebene Reaktion auf Erstgenanntes. Und so hieß es gestern Abend:
Freitagabend, Fußballzeit, Fans und Fußballer kurz vor der Randale.
Wir hatten den Kalender kurzzeitig geändert und spielten bei ABUS. Unser eigener Platz sollte endlich mal etwas Pflege erhalten. Die Walze sollte ran. Für unsere Knochen war es sicher auch besser dass wir auf dem feinen Rasen an der Mulde spielen durften. Da wir gestern endlich mal wieder unsere hauseigene Ultra-Abteilung in Form von Berzi mit dabei hatten, war ich vor Spielbeginn so im Überschwang, dass ich mich zu folgender Äußerung hinreißen ließ: "Berzi, wenn´s schlecht aussieht, machste Randale. Sieg oder Spielabbruch." Dass das im Laufe des Spiels tatsächlich so kommen könnte, hätte ich nicht gedacht. Wir spielten hinten mit einer gewohnten Aufstellung und aufgrund des guten Kaders hatten wir auch ein Mittelfeld, dass sich sehen lassen konnte. Yosh, Erjon, der Doc und Frank sorgten vor allem in den ersten 10-15 Minuten für ein Chancenplus, auch wenn wir nicht wirklich was Zwingendes draus machen konnten. Wir spielten gut nach vorn und in der Abwehr standen wir einfach sicher. Die Zentralen (Abwehr und Mittelfeld) boten sich immer gut an, wodurch wir mit flachen Bällen gut nach vorn kamen. Hier zeigte sich aber schon, was der Tenor des Abends werden sollte. Der Gegner zeigte dem Schiri, dass wir "unfair" spielten. Jeder Zweikampf wurde diskutiert. Ob der Unparteiische sich davon wirklich hat beeinflussen ließ, möchte ich nicht bewerten. Aber es brachte erhebliche Unruhe. Einer unser vielversprechendsten Angriffe in Hälfte eins endete mit einem nichts einbringenden Freistoß vom 16er. Besmir war mindestens zwei Meter innerhalb des Strafraums gefoult wurden. Auf der anderen Seite gab es immer mal Pfiffe bei "Fouls", die wir nicht verstanden. Das darf aber normalerweise keine Rolle spielen, wenn man objektiv besser ist. Wir hatten nur zwei Spieler des Gegners nicht richtig in Griff und so startete Mildensee einen Konter. Der Schreiberling verlässt sich auf Staki, der ist aber zu weit weg und schon steht es 1:0. Hier gibt es nichts zu beschönigen, wenn man keine enge Manndeckung spielt, dann muss man bei Ballbesitz des Gegners tiefer stehen und vor allem absichern. Und: Man sollte sich nicht auf Abseitspfiffe verlassen. Wir spielten weiter nach vorn, aber der Faden war erstmal gerissen. Der Gegner witterte eine Chance und mit einem der nächsten Angriffe bekam er die auch. Der Stürmer ist links durch. Geht in den Strafraum und wartet auf das Bein des Abwehrspielers. Dieser (ich) bietet es an, indem er einen völlig unnötigen Zweikampf ansetzt. Was dann passiert, ist unwürdig, aber folgerichtig. Ein Großteil der mir bekannten Stürmer würde das nutzen. Von einem Donnerschlag gefällt, läßt sich der Stürmer auf die Knie sinken und es gibt Elfmeter. Auch wenn man zur Masse noch die Geschwindigkeit des Abwehrspielers und die Erdrotation mit einbezieht, kann ein 120Kilo-Kerl aber normalerweise nicht von einem 40 Kilo leichteren Gegner gefällt werden. Egal. Es stand 2:0. Wir diskutierten dann die komplette restliche Spielzeit der ersten Hälfte mit dem Schiedsrichter.
Zum Glück dauerte die Hälfte nicht mehr so lange und Willi, der als Coach an der Seitenlinie fungierte, übernahm die Kommunikation mit dem Schiri, sonst hätten wir wahrscheinlich keine zweite Hälfte gehabt.
Wir stellen ein wenig um. Die linke Seite war zwar meistens ohne Gegner, aber wenn er kam, dann war er leider sehr schnell. Entsprechend hatten Yosh und Sven K. allerhand auszustehen. Wir tauschten daher Yosh auf die andere Seite und gaben Ralf eine Chance, den Gegner mit unermüdlicher Laufarbeit zu zermürben. Offensiv tauschte Besmir mit Eddi und David ging zu Gunsten von Sven Malende mal runter. Die zweite Hälfte begann mit einem regelrecht wütenden Sturmlauf. Wir liefen wahrscheinlich auch nicht mehr als vorher, aber es fühlte sich so an. Der Gegner kam ins Meckern mit den eigenen Leuten. Wir hatten Chancen, leider wurde da nicht immer gut abgeschlossen und wir hatten vermutlich auch nicht ganz die passende Aufstellung. Aber wir waren überlegen. Einige Spieler beim Gegner brauchten mal ne Pause, während bei uns weiter attackiert wurde. Die im Nachhinein spielentscheidende Szene kam nach ca. 15 Minuten. Der Gegner spielt lang und Sven K. zieht die Abseitskarte. Da wir in der Halbzeit gesagt hatten, dass wir mit Absicherung spielen, waren aber noch zwei von uns näher am Tor. Entsprechend wurde weiter gespielt und wir entgingen nur knapp dem dritten Gegentor. Die folgende Diskussion quittierte der Schiri mit einer 2-Minuten-Strafe für Sven K. - weil dieser aber weiter diskutierte, gab´s dann rot und er musste sich auch von der Bank entfernen. Sehr ungewöhnlich, solche Entscheidungen bei den alten Herren. Aber: Es war absehbar. Man muss sich auch mal zusammenreißen und runterschlucken, was man richtigerweise sagen möchte. Ein Mann weniger durch diskutieren ist aus meiner Sicht hochgradig unnötig.
Zum Glück hatte es keine negativen Konsequenzen. Die Ansage: "...wir sind Einer weniger, wir müssen mehr laufen..." wurde umgesetzt. Vor allem Yosh ackerte jetzt noch mehr. Der fehlende Spieler wurde durch den Einsatz aller ausgeglichen und man kann fast sagen, dass wir spielten, als hätten wir Überzahl. Wir hatten (ich übertreibe nicht) noch ungefähr 100 Chancen, bis dann endlich die nächsten entscheidenden Änderungen vorgenommen wurden. Zuerst verließ der Schreiberling das Feld und wechselte mit David. Wenig später wollte Agron unbedingt nochmal rein. Erjon ging runter. Und prompt lief es.
Vor allem über links, wo Frank jetzt immer wieder seinen Gegenspieler überlief. Hier machte sich Ralfs Konditionstraining und der unermüdliche Einsatz zu Beginn der zweiten Hälfte bemerkbar. Der gegnerische Akku war leer und die Köpfe auch. Bei uns war jede Menge Adrenalin und Testosteron frei und wir spielten mit erheblichem Willen. Und so war es folgerichtig, dass Eddi mit seinem ersten Tor für uns und kurz danach Agron noch den Ausgleich schafften. Wir hatten leider danach keine Zeit mehr, noch weitere Buden zu machen. Und es lag auch ein wenig an unserer Effektivität. Wir hatten ausreichend Chancen für einen Sieg.
Fazit:
Positiv zu bewerten ist eindeutig, dass wir in Unterzahl einen unglaublichen Willen gezeigt haben und ein verlorenes Spiel noch in ein Unentschieden verwandelt haben. Ein Remis, das sich wie ein Sieg anfühlt.
Negativ zu bewerten ist, dass wir nach einer Halbzeitpause zum Abkühlen nicht schaffen, die Halbzeit ohne nennenswerte Diskussionen zu überstehen. Diskussionen mit einem Schiedsrichter sind eigentlich immer unnötig. Man schaukelt sich nur hoch. Läßt sich ablenken. Beschäftigt sich mit Ungerechtigkeiten. In den Jahrzehnten
bei der Eintracht habe ich es nicht erlebt, dass sich ein Schiri dadurch beeinflussen lässt, wenn man an seiner Kompetenz oder Spielverständnis oder gar an seiner Sehkraft zweifelt. Und was ich noch viel wichtiger finde: Man konzentiert sich damit auf Dinge, die man nur schwer beeinflussen kann. Gibt sozusagen das Heft des Handels aus der Hand, weil der Schiri..... Dafür sind wir alle zu erfahren. Gestern Abend hätten wir gegen 11 Mildenseer trotz deren Vorteil durch den Schiri fast gewonnen. Und der Sieg war realistisch betrachtet drin und wäre auch nicht ungerecht gewesen.
Vielen Dank an unsere Ultras, die uns in diesem schwierigen Spiel unterstützt haben und an Willi, dass er auf der Bank die Fäden zog und die Situation in der Pause dadurch entspannte, dass er den Schiri von unserer Bank weglotste.
Startelf:
Mosch - David, Staki, Andreas E., Sven K. - Yosh, Thomas E., Erjon, Frank S. - Besmir, Agron
Bank: Eschi, Ralf, Eddi und Sven M.
Eintracht/GW Dessau - DSV97 0:4 (0:1)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 24. April 2022 08:44
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Wie immer nach einem Freitagsspiel gegen die Elf von den Kienfichten kommt der Beitrag dazu sehr spät, aber er kommt. Dieses Mal liegt das aber nicht daran, dass wir eine schlechte Leistung gezeigt hätten oder völlig unterlegen waren und ich mir hätte überlegen müssen, wie ich´s irgendwie noch beschönige, damit wir nächste Woche wieder ne Mannschaft vollbekommen. Nein, ich hatte gestern einfach "zu tun" und keinen richtigen Faden für den Bericht. Aber da die Welt auf meine "poetischen" Berichte wartet und ich sogar schon von Fußballgrößen vom Balkan erinnert werde, soll´s jetzt endlich mal losgehen.
Freitagabend. Fußballzeit. Frische Brise und fragwürdiger Platz an der Schlagbreite.
Wahrscheinlich klicken jetzt hier einige den Spielbericht weg, weil sie diese Rumjammerei über den Platz nicht mehr lesen können. Der Schreiberling, am Freitag wieder zusätzlich in der Funktion des Kapitäns und zusätzlich noch für die Aufstellung zuständig, muss hier aber mal was richtig stellen. Ich schreibe das nur und beschwere mich über den unwürdigen Acker, weil es um die Gesundheit von nicht "nicht-mehr-ganz"- bis "weit-weg-von-" top-fitten Fußballern geht, die nicht jeden Huckel erahnen oder mit der meist eh dürftigen Muskulatur ausgleichen können. Wenn man in einem dem Risiko angemessenen Tempo spielen würde, dann wäre es wirklich Standfußball. Für unsere Torbilanz ist es aber manchmal gar nicht so schlecht, wenn spielstarke Mannschaften eben nicht jeden Ball zum Nebenmann bringen, weil er unerwartet kurz vorm Paß verspringt. Aufgrund der Gesundheitsgefahr begann das Spiel daher mit einer Entschuldigung des Kapitäns an die gegnerische Mannschaft. Vielleicht wird der Platz ja nächste Woche wenigstens mal gewalzt.
Aufgrund der Tatsache, dass 3/4 der Svens zum Angriff nicht vor Ort waren, zögerten wir den Anpfiff ein wenig hinaus. Da Mosch gar nicht mitmachen konnte und Sven P. und Sven M. später kamen, waren wir knapp besetzt. Unbegrenzt war das Hinauszögern nicht möglich, wir mussten erstmal umbauen. Die Aufstellung war trotzdem vergleichsweise einfach. Eschi und Ralf sprangen in die Bresche. Und solange beide auf dem Platz waren, stand es auch 0:0. Der Gegner spielte sein übliches, breit angelegtes Spiel. Wir sahen uns einer Flut an Angriffen ausgesetzt. Neben der Platzbeschaffenheit spielte uns in Hälfte eins aber auch noch der Wind in die Karten. Während der Schreiberling schon dachte, dass ZAB bald beginnen wird, sich intern anzumaulen, weil sie so schlechte Flanken spielen - und somit die Tür für uns aufmacht - war es einfach nur der Wind in Kombination mit dem einzigen nicht kanonenkugelprall aufgepumpten Ball im grün-weißen Fundus, der wirklich jede Flanke verhungern ließ. Wahrscheinlich war der Ball nicht mal von uns. Wir hatten wenig Chancen nach vorn. Die gegnerische Abwehr hatte unsere Versuche im Griff. Wir schafften es einfach nicht, den Ball genau zu spielen. Für Läufe am Gegner vorbei sind wir einfach zu langsam und beim DSV spielt ganz hinten auch noch einer, der die Dinger einfach abläuft. Zusammen mit einem sehr guten Torwart, der unsere Flanken und eine Granate von Besmir souverän entschärfte. Wir fingen uns in Hälfte eins nur ein Gegentor. Unglücklich und auch ein bisschen dem unterschiedlichen Fitnesszustand geschuldet. Wenn man die Spielberichte der letzten DSV-Partien liest, ist das Pausenergebnis aber schon fast mit einem Sieg gleichzusetzen.
Hälfte zwei begann mit einer Umstellung. Erjon rückte eins nach vorn und sollte mit Sven P. das Loch im Mittelfeld etwas kleiner machen. Sven M. und Sven K. spielten außen. David und der Schreiberling in der Mitte. Das ist eine passable und taugliche Aufstellung gewesen, auch wenn wir uns in Hälfte zwei insgesamt 3 Tore einfingen. Auch hier kann ich sie einzeln nicht mehr beschreiben. Aber zwei davon fielen durch totales Chaos unsererseits. Auch wenn sich das Ergebnis deutlich und krass liest, war es trotzdem ein vernünftiges Spiel. Wir waren in der Lage, das Mittelfeld spielerisch zu überbrücken. Wir hatten Gelegenheiten, im Strafraum zum Abschluss zu kommen. Im Zweikampf waren die DSV-Verteidiger aber ne andere Hausnummer. Vor allem Besmir hatte große Schwierigkeiten, sich wie gewohnt durchzusetzen. Aufgrund fehlender Alternativen war er aber gezwungen, sich aufzureiben. Was ihm und uns nicht weitergeholfen hat. Hier hätte ich mir gewünscht, dass "von außen" mal ein Impuls gesetzt wird und die Bank eingreift. Eine Umstellung oder ein Wechsel zum Verschnaufen wäre angebracht gewesen. Sonst unterhalten sich zwei Spieler auf dem Platz, während das Spiel läuft, was zusätzlich noch Kräfte aus dem Spiel nimmt. Auch wir merkten, dass der Wind den Ball abtreibt. Haben es daher mit flachen Bällen und kurzen Pässen versucht, was insgesamt gut aussah. Sollten wir es schaffen, nicht immer mit ner anderen Besetzung auzulaufen, können wir darauf aufbauen. Das Spiel ging trotzdem relativ ereignislos zu Ende und wir ließen das Ganze mit einem kleinen Grillerchen ausklingen.
Am Abschluß wie gewohnt der Dank an alle Beteiligten, besonders aber an Ralf für die Versorgung und an Jan Lyschik für das extrem kurzfristige Aushelfen mit Tasche-schnell-mal-von-heeme-holen und so.
P.S. Das nächste Spiel könnte, anders als im Spielplan verlautet, ein Auswärtsspiel werden. Falls die Rasenpflege wirklich zustande kommt.
Startelf:
Bernd - Sven K., Erjon, Andreas E., David - Frank S., Kevin, Eddy, Eschi - Agron, Ralf
Bank: Sven M., Sven P., Besmir, Andreas W., Jan
Eintracht/GW Dessau - Kickers Raguhn 3:2 (1:0)
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- Veröffentlicht am Freitag, 15. April 2022 09:33
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Ostern steht vor der Tür, draußen wird es immer wärmer. Da der April endlich auch mal für Regen sorgt, bessert sich der Zustand unseres Ackers ohne das Zutun der eigentlich dafür engagierten Fachkraft. Unsere Erste spielte gestern abend beim DSV. Wahrscheinlich waren alle Spieler der zweiten Mannschaft dort vor Ort oder saßen auf der Bank. Die angemahnte Unterstützung fiel personell dünn, aber qualitativ sehr hochwertig aus. Robin und der Co-Trainer der Zweiten, Andreas halfen uns aus. Das war wichtig, da wir sonst nur mit einem Auswechsler gegen die erwartet starke Elf aus Raguhn angetreten wären. Weil gestern nicht Freitag, sondern wegen des heutigen Feiertags der Gründonnerstag war und weil wir gestern eine Meßlatte für die weiteren Spiele installiert haben, beginnt der Spielbericht anders als gewohnt, nämlich mit:
Donnerstagabend. Defensive Glanzleistung nur ganz knapp unter Nationalmannschaftsniveau an der Schlagbreite.
Wir hatten in der kurzen vorösterlichen Woche versucht, verschiedene Unterstützer zu aktivieren. Aus verschiedensten Gründen waren es am Ende Andreas, Robin und Yosh. Letzterer hatte kurzfristig seinen Lehrling verdonnert, für ihn mitzuarbeiten und so konnten wir wieder auf die Fußballkünste unseres Seniors setzen. Die Aufstellung, für die dem Schreiberling nach dem Spiel mehrere Orden an den Kopf geschmissen wurden, ergab sich quasi aus der Not. Zum Spielbeginn waren weder Yosh noch Sven Malende vor Ort. Entsprechend stellten wir Bernd und Andreas in den Sturm. Dahinter ein 5er-Mittelfeld. Die eifrigen Leser werden sich erinnern, eine Dreierkette hatten wir das letzte Mal vor knapp 10 Jahren, als wir beim DSV gewinnen konnten. Die Dreierkette mit Robin, Sven K. und mir war aber nicht das Entscheidende. In der letzten Reihe kannst du ziemlich schnell ziemlich alt aussehen, wenn die Bälle aus dem Mittelfeld leicht gespielt werden können. Hätten wir uns ständig im 1 gegen 1 bewähren müssen, wäre es sicher anders gelaufen. Wir standen aber gestern meist so gut gestaffelt und unterstützen uns gegenseitig, dass der Gegner es echt schwer hatte. Dazu ein paar Unwägbarkeiten durch ein unwürdiges Geläuf und etwas Pech und schon ist der spielerische Vorteil auf ein Mindestmaß zusammengeschrumpft. In Hälfte eins spielten wir sehr konzentriert. Mir ist klar, dass ich gerade "verkläre", aber wir hatten kaum was auszustehen. Die gegnerischen Aktionen wurden geklärt und meist spielerisch gelöst. Wir kloppten nicht einfach nach vorn, wir spielten hinten raus. Mit dem Eintreffen von Yosh und Sven konnten wir Besmir und Agron in den Sturm stellen. Bei beiden klappte nicht immer alles, aber sie verstehen sich. Und sie können den Ball auch mal festmachen, wie man so schön sagt. Mitte der ersten Hälfte gelang unserem Senior ein geiles Tor, als er quer zum Strafraum dribbelte und schön in die rechte Torecke schlenzte. Für mich zu diesem Zeitpunkt unfassbar, einige von uns hatten sich vor dem Spiel das Schlimmste ausgemalt. Als wir auf den Platz traten, war Raguhn mit seinen 18(!) Mann bereits mit mehreren Aufwärmrunden durch. Vielleicht war das auch der Grund. Hälfte Eins brachte dann keine weiteren Vorkommnisse, wir brachten den Vorsprung über die Zeit.
In der Pause waren wir ziemlich überrascht, wie gut wir die erste Hälfte überstanden hatten. Die Fans waren voll des Lobes. Selbst die immer kritischen Achim und Klaus hatten nur Tipps, keine Schelte. Wir besprachen in kleinen Gruppen, worauf wir in Hälfte zwei achten müssen. Absicherung nach hinten. In der Dreierkette enger zusammenrücken, denn "in der Mitte fallen die Tore". Hier fällt mir auf, dass ich eigentlich diesen Bericht mit einem Weltrekordversuch aller möglichen Fußballphrasen schmücken wollte, aber der Escorial hat´s versaut.
Die zweite Hälfte begann mit einem wütenden Angriff der Raguhner. Hier beschönige ich wieder. Also man stürmte wirklich auf uns los und setzte uns mt einem extremen Tempo unter Druck, so dass wir nur mit Glück und durch Moschs Aufmerksamkeit von einem schnellen Ausgleich nach wenigen Sekunden verschont blieben. Aber dadurch waren wir sofort wieder wach und wußten, was auf uns zukommt. Wir überstanden die Drangphase. Mit Mann und Maus verteidigend. Und so kam das Unerwartete. Wir gewinnen den Ball im Mittelfeld. Eddi zeigt, was er kann, behauptet den Ball und spielt genau in den Fuß von Thomas E. Der mit der Außenseite in den Lauf von Besmir und dieser hat endlich mal Platz. Am rechten Strafraumeck angekommen, dreht er nach links und anders als vor einer Woche in Steutz schießt er einfach mal. Mit links in die lange Ecke. Das war schon Wahnsinn. Der Gegner spielte noch wütender nach vorn. Aber wir waren eben viele in unserer Hälfte. Alle machten es dem Gegner schwer. Klärten mit vereinten Kräften. Schossen den Ball auch einfach mal sinnlos ins Aus oder irgendwohin, um etwas Zeit zu gewinnen. Und Raguhn stand jetzt sehr hoch. An der Mittellinie. Das kann zum Verhängnis werden, wir kennen das aus vielen Spielen. Ich denke, man hat hier Besmir ein bißchen unterschätzt. Im Profil wirkt er auch nicht flink und/oder windschittig, aber er konnte sich in dieser Phase öfter durchsetzen und hätte mit mehr Power sicher noch mehr Tore geschossen. Oft fehlte am Ende die Kraft, aber ein Tor konnte er noch erzielen, als er sogar den Torwart umkurven konnte. Aber das Spiel war noch nicht vorbei. Raguhn spielte weiter nach vorn. Und wir kassierten noch 2 Tore. Das erste Gegentor von der Strafraumgrenze. Wir schafften es einmal nicht, uns davor zu stellen und den Schuß zu verhindern. Klasse zahlt sich dann eben aus, wenn man ne Lücke nutzen kann. Mosch segelte zwar in die richtige Ecke, entschied sich aber für Fausten. Der Ball ging knapp rein. Wenige Minuten später die gleiche Situation, hier tauchte unser Goalie ab und nahm die Fingerspitzen zu Hilfe. Lenkte den Ball um den Pfosten und wir blieben weiter mit einem komfortablen Vorsprung vorn. Ich kann hier nicht alle gegnerischen Chancen aufzählen, sonst erreiche ich wirklich die prognostizierten 2000 Worte. Spielberichte sollten auch nicht zu lang werden. In den letzten 15 Minuten des Spiels kassieren wir gefühlt noch 5-10 Tore. Allerdings ist eben nur 1 davon wirklich drin. Wir klärten mehrmals im Getümmel des 5-Meter-Raums. Wir blockten freistehende Gegner im letzten Moment und wir schafften es, dass die Ecken-im-Minutentakt nur einmal den Weg in´s Tor fanden. Her lag Mosch waagerecht in der Luft und fiel aus 2 Metern auf den Boden (und den Kopf). Verletzte sich aber zum Glück genau so wenig wie Robin, der kurz vorher den Ball rettete und dabei mit dem Rücken an den Pfosten prallte und das Tor verschob. Was soll ich sagen. Wir kassierten in einer regelrechten Abwehrschlacht nur noch ein Tor. Der Gegner versuchte wirklich alles. Aber bei uns gab jeder ein kleines bißchen mehr. Mehr als 100 Prozent. Und so kann man mit Willen und Einstellung auch bestehen.
Fazit:
Ich will nicht übertreiben, aber auch die anderen gestandenen ehemaligen Eintrachtler hatten nicht unbedingt erwartet, dass wir hier ne Chance haben. Vielleicht war´s die Änderung eines gewohnten Systems, das alle zum Mitdenken zwang. Vielleicht war´s auch, dass wir uns nichts ausgerechnet haben. so spielen wir immer besonders gut. Agron hat´s so ähnlich gut nach dem Spiel zusammengefasst. Fußball ist eben nicht nur Hacke-Spitze-Einszweidrei oder 25 Pässe mit der Außenseite. Fußball ist eben auch ein Mannschaftsport. Und gestern hat die bessere Mannschaft gewonnen. Betonung auf Mannschaft.
In diesem Sinne wünschen wir allen aktiven Spielern der grün-weißen Mannschaften, unseren zahlreichen Fans und natürlich auch den zahlreichen Lesern dieses Internetauftritts in Nah und Fern eine frohe Osterzeit.
P.S.
Ich hätte es beinahe vergessen. Eigentlich wollte ich Dirk in diesem Spielbericht erneut daran erinnern, dass er das Tor nicht mehr trifft und daher ernsthaft über ne Schiri-Karriere nachdenken sollte. Aber das ist nur Quatsch. Wer als Schiri intuitiv zum Ball geht und diesen annehmen möchte und mehrmals gerade noch rechtzeitig merkt, dass man in dieser Funktion ja eigentlich aus dem Weg gehen sollte, der gehört hoffentlich zeitnah wieder in den Sturm. 
Startelf:
Sven Z. - Sven K., Andreas E., Robin - Besmir, Agron, Thomas E., Ralf., Eddi- Andreas W., Bernd
Bank: Sven M., Yoshua, Eschi
Unparteiischer: Dirk
FSG Steutz/Leps - Eintracht/GW Dessau 3:1 (1:0)
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- Veröffentlicht am Samstag, 09. April 2022 10:26
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Nach einem guten Saisonauftakt auf einem mega schlechten Platz ging es gestern Abend in die Provinz, nach Steutz. Ein Platz, auf dem man sich manchmal wie bei "Täglich grüßt das Murmeltier" vorkommt, weil sich bestimmte Dinge immer wieder abspielen. Oft hatten wir fragwürdige Wetterbedingungen mit Hitze oder Schnee. Es gibt immer das Problem mit der Seitenlinie und neuerdings wird der Platz auch nicht mehr regelmäßg bespielt. Trotzdem ist er um Längen besser als unser heimischer, gesundheitsgefährdender Acker. Der Schiri läßt oft sehr lange spielen und/oder trägt mit fragwürdigen Entscheidungen zum Spielverlauf bei. Und, und das ist das wichtigste: Die Ränge sind voll. Die heimische Dorfjugend und ehemalige Fußballgrößen aus beiden Lagern säumen den Spielfeldrand. Traditionen sind wichtig in einer Zeit, wo viele regionale Fußballclubs nur noch mit Spielgemeinschaften, Norwegermodell und der Unterstützung der Ü40-Spieler überleben. Doch nun zum Spiel.
Freitagabend. Fußballzeit.
Das Unentschieden der letzten Woche lockte einige Spieler mehr an. Wir waren knapp 20 Mann. Konnten uns den Luxus leisten, solche Haudegen wie Bernd und Willi nicht einzusetzen. Auch wenn man eine prall gefüllte Bank auf den ersten Blick als Segen bezeichnen kann, so stellte sich doch im Laufe des Spiels heraus, dass wir überhaupt nicht eingespielt sind/waren. Während die Abwehr in der Formation der letzten Woche spielte, taten sich davor Riesen Lücken auf. Der Gegner hat sich in den letzten Jahren "gezielt verstärkt" und anscheinend auch eingespielt. Man könnte fast sagen, Angriffswelle auf Angriffswelle.....aber im Hinblick auf die aktuelle politische Situation verzichte ich mal auf die üblichen Floskeln. Wir hatten große Schwierigkeiten im Spielaufbau. Aufgrund der mangelnden Laufbereitschaft und auch fehlender Kondition im Verhältnis zum Gegner, waren wir in Hälfte eins optisch unterlegen. Wir schafften es aber, das Spiel offen zu halten. Es stand nur 1:0, ein weiteres Tor wurde wegen Abseits nicht gewertet. In Anbetracht der häufigen Chancen und des Wirrwarrs in unserer Hälfte waren wir da gut bedient. Nach vorne ging wenig. Eddy schaffte es ein paar Mal, auf der linken Seite durchzukommen, Frank konnte ein paar mal über rechts aktiv werden, aber gefühlt hatten wir keine Torchance. Hier zeigt sich, wie wichtig eine gute funktionierende mittlere Achse ist. Der Gegner hatte es durch unsere regelmäßigen Ballverluste ziemlich leicht.
In der Halbzeit hingen die Köpfe ziemlich. Wir ahnten nichts gutes für die zweite Hälfte und waren ziemlich ratlos. Interessanterweise fingen wir trotzdem erheblich besser an. Es war mehr Zug drin. Vielleicht hatte der Gegner auch einfach 1-3 mal gewechselt. Trotzdem hatten wir jetzt mehr Punch und spielten vor allem über rechts gut nach vorne. Man konnte fast von Kombinationsfußball sprechen. Nach dem Spiel wurde beschlossen, dass wir unser Training am Dienstag durchaus mal mit einigen einfachen Übungen garnieren sollten. Sowas einfaches wie Paß bzw. Flanken üben. Dass wir einfach da wieder mehr Routine bekommen. Man hat deutlich gemerkt, dass wir wollten, aber uns oft falsch entschieden. Die Entscheidung im Spiel fiel in unsere Drangphase. Der Schreiberling versucht an der Mittellinie an einen Ball zu kommen. Wie wir das immer so schön sehen, mit Brust oder Knie mitnehmen. Was natürlich auf schlechteren Plätzen auch ein bißchen Glückssache ist. Der Ball verspringt an die Hand, meinereiner bleibt stehen, weil der Pfiff hätte kommen sollen. Kam er aber nicht, der Gegenzug läuft. Die Unterzahl hinten rächt sich und aus abseitsverdächtiger Situation steht es 0:2. Was ich an dieser Stelle bemängeln muss: Wenn wir uns in unserer eigenen Drangphase mit Schiedsrichterentscheidungen beschäftigen, die teilweise aus Hälfte eins waren, dann verlieren wir den Zug. Das fand ich sehr schade, weil es einfach Zeit und Kraft kostet. Das dritte Tor für Steutz fiel kurz danach. Wir spielten weiter nach vorne. Die Lücken waren beim Gegner auch gegeben. Uns fehlte der letzte Wille, den Ball einfach mal ins Tor zu kloppen. Hier hat man gemerkt, dass das Selbstvertrauen fehlte. Möglicherweise auch ein bißchen die Kraft. Unser Tor des Tages schoß Agron, als er nach dem ersten gehalten Versuch nochmal nachsetzt und den Ball über den Kopf des Torwarts löffelt. Danach waren nach meiner Uhr noch knapp 30 Minuten zu spielen. Lautstarke Proteste halfen nichts, der Schiri kürzte eigenmächtig auf 10 Minuten. Vielleicht auch besser so, wer weiß ob wir alle noch 30 Minuten geschafft hätten.
Fazit:
Bei der Konstruktion unserer Startelf war ich aufgrund des Top-Kaders unsicher. Wen läßt man draußen, wer hilft uns am meisten weiter. Alles Makulatur, wir sind am Anfang einer langen Saison. 50% des gestrigen Kaders waren selten mit uns im Training oder freitags beim Spiel. Insofern ist alles ein bißchen verkrampft gewesen. Es wird besser werden. Steutz war gestern einfach insgesamt besser.
Vielen Dank für die zahlreiche Unterstützung. Vor allem war es schön, dass die alten Recken Achim und Klaus zugeschaut haben. Klaus hat auch Interesse bekundet, dienstags vielleicht mal wieder wem vor das Schienbein zu treten. 
Aufstellung:
Mosch - Sven K., Andreas E., Staki, David - Kevin S., Thomas E., Eddy, Frank S. - Dirk, Yoshua
Bank: Ralf, Bernd, Agron, Besmir
Eintracht/GW Dessau - Quellendorf 2:2 (0:0)
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- Veröffentlicht am Samstag, 02. April 2022 13:23
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Pünktlich zu unserem ersten Saisonspiel, wie in jedem Jahr kurz nach der Umstellung auf die Sommerzeit, hatte sich irgendjemand eine neue Pointe in unserer seit mehr als 2 Jahren immer absurder und bekloppter werdenden Realität einfallen lassen. Vielleicht lag´s aber auch am 1. April. Es wurde nochmal schön kalt. Objektiv sind 5-8 Grad nicht kalt, aber wenn man schon auf Frühling umgerüstet hat und sich auf einen Grillabend nach dem Spiel freut, dann ist das schon eher uncool. Trotzdem fanden sich zum ersten Saisonspiel ausreichend junge und hungrige Spieler ein. Das muss man ausnutzen. Letztes Jahr hatten wir gefühlt kurz vor Weihnachten das erste Saisonspiel. In diesem Jahr ist zumindest der Startpunkt wieder normal. Und so hieß es nach einer viel zu langen Winterpause gestern endlich wieder:
Freitagabend. Fußballzeit. Festivalstimmung auf den Rängen an der Schlagbreite.
Bedingt durch Corona und andere geundheitliche Unpässlichkeiten konnten wir wie gewohnt nicht aus dem Vollen schöpfen. Dem Gegner aus Quellendorf ging´s ähnlich. Wir konnten kurzfristig noch Staki und Yoshua aus dem Hut zaubern. Kevin gab sein Comeback und weil Eschi Erjon direkt von seinem Arbeitsplatz abholte und quasi aus der Notaufnahme schliff, waren wir zum Spielbeginn doch ganz gut besetzt. Die Aufstellung ergab sich wie von selbst. Im Mittelfeld durften sich vor allem die Älteren tummeln und Yoshua schickten wir neben Dirk in die Spitze. Rückblickend kann man sagen, dass wir es gestern Abend insgesamt richtig gut gemacht haben. Wir haben es auf die Reihe bekommen, das Tempo anzugeben. Nicht immer haben wir ruhig von hinten rausgespielt. Das hat Erjon irgendwo berechtigt bemängelt. Auf der anderen Seite bedeutet ruhiger Aufbau auch Laufarbeit. Und lange Bälle schonen die eigenen Ressourcen. Man muss nicht jedem Ball hinterher rennen und im Mittelfeld laufen. In Hälfte eins passierte insgesamt nicht viel in den Strafräumen. Im ersten Teil spielte Quellendorf gut nach vorn. Immer angetrieben vom 11er im zentralen Mittelfeld. Gerade in dieser Phase ist mir aufgefallen, dass wir selten in Hektik verfallen sind. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und vor allem Uschi, Eschi und Ralf waren da sehr fleißig. Quellendorf bekam ziemlich regelmäßig eine Ecke. Allerdings hatten wir eine ganze einfache Regel aufgestellt, an die sich alle hielten. "Staki, Du klärst den." Hat geklappt. Mitte der ersten Halbzeit wurden wir dann mutiger und spielten auch mal nach vorn. Yoshua hatte eine MEGA-Chance zu Führung. Ein Ball von uns in die Spitze, der Ball wird scheinbar geklärt, landet aber irgendwie quer bei Yoshua und der kann vom Strafraumeck direkt schießen. Bei dem Platz war das hohe Schule. Jeder Spieler hatte gestern "Spaß" mit unberechenbar verspringenden Bällen. Senior Yosh traf leider nur den Außenpfosten. Danach hatten wir noch einige Ecken. Bei einer Ecke hätte Eschinho den ersten Saisontreffer machen können, traf dabei aber nur den Gegner. Egal, wir waren am Drücker und Eschinho sorgte später noch für frischen Wind.
Zur Pause gab es kaum was zu besprechen. Wechseln war eh nicht richtig möglich. Alle mussten irgendwie durchhalten und Dirk zog schon ein Bein nach, der Achillessehne sei Dank. Die zweite Hälfte begann mit weiteren Angriffen der Quellendorfer. Wir klärten viele davon. Man merkte aber schon, dass der Gegner technisch sehr gut beschlagen war. Wenn man auf unserem Acker immer mit kurzen Pässen spielt und in Bedrängnis statt zu bolzen noch den Lupfer auspackt, dann sieht das auch für den Gegner schon fein aus. Quellendorf ging dann nach ca. 10 Minuten in Hälfte 2 in Führung. Ein Fernschuss, weil wir mal nicht klären können und durcheinander rennen. Der Ball fliegt auf Bernd zu. Weil neben ihm noch ein Mann steht und weil Bernd wegen verschiedenster Zipperlein erst seit 3 Wochen wieder mittrainiert, kommt die Reaktion zu spät. 0:1 für Quellendorf. Kein Vorwurf, Bernd hatte dafür das Herauslaufen im Griff. Da hatte er in der Vergangenheit eigentlich die größeren Probleme. Wir schüttelten uns ganz kurz und spielten nach vor. Erjon schaltete sich jetzt immer wieder ein. Kevin, Ralf und David spielten gemeinsam über die rechte Seite. Wir zeigten mehr Einsatz. Ergebnis war der Ausgleich. Am rechten Strafraumeck kommt nach einigem Hin und Her Erjon an den Ball und schlenzt mit der Außenseite über den Torhüter in die lange Ecke. Danach wechselte dann Eschi mit Kevin (der da wirklich platt war) und fortan fand auf der rechten Seite nichts mehr statt. Warum? Eschi spielte zentral links und zog das Spiel förmlich an sich. Auf sehr langsamem Niveau (der musste sein), aber Eschinho war an einigen Angriffe beteligt. Einer davon führte zur Auswechslung von Dirk. Die Achillessehne ließ kein Laufen mehr zu. Uschi musste gerufen werden und fortan spielten wir nur noch mit Yosh im Sturm. Trotzdem gingen wir noch in Führung. Eschinho spielte auf der linken Seite 2 Gegner aufm dem Bierdeckel aus und paßte mustergültig zu Yosh. Dieser dribbelte sich durch die komplette linke Seite und zog mittig am Strafraum ab. Halbe Bogenlampe in die rechte Ecke. Da war Stimmung auf den Rängen. Man musste sich Sorgen machen, dass das Stadion stehenbleibt. Zum Glück war´s da nicht mehr lange, insofern ist es ein bisschen schade, dass wir den Sieg nicht über die Zeit bringen. Im quasi letzten Angriff der Quellendorfer springt Sven der Ball an die Hand und wir haben Freistoß gegen uns. Strafraumgrenze halb rechts. Die Mauer deckt die eine Seite, Staki steht dahinter am Pfosten. Der Gegner "schießt" in die andre Ecke. Schießen ist übertrieben, ich würde mal sagen, nur der Erdrotation ist es zu verdanken, dass der Ball nicht liegengeblieben ist. Ob der Stürmer des Gegners dann noch dran war, kann ich nicht sagen. Jedenfalls steht Bernd in der Mitte, was suboptimal war. Es hätten aber auch die andren Verteidiger auf der Linie vielleicht was machen können, eigentlich war kein Platz für den Ball. Saisonstart mit Sieg wäre perfekt gewesen. Aber dieses Spiel machte trotz "Notbesetzung" Lust auf mehr.
Vielen Dank an alle Fans, die zugegen waren, an die Organisatoren von Würstchen und Getränken und natürlich an den nicht immer auf Ballhöhe befindlichen Schiri Sven P. 
Startelf:
Bernd - David, Staki, Andreas E., Sven K. - Eddi, Kevin, Uschi, Ralf - Dirk, Yoshua
Bank: Erjon, Eschi










