Eintracht/GW Dessau - Germania 08 Roßlau 2:4 (0:1)
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- Veröffentlicht am Montag, 27. April 2026 17:43
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Der April neigt sich dem Ende entgegen, die Trainingsbeteiligung wird wieder besser, es fehlt weiter die Konstanz in der Aufstellung. Positiv zu bewerten ist, dass wir trotz dreier Niederlagen besser in die neue Spielzeit gestartet sind als im letzten Jahr.
Freitagabend, Fußballzeit – forne geht lange nichts bei Eintracht / Grün-Weiß Dessau.
Relativ schnell war klar, dass wir spielen werden. Jan L. hatte kurzfristig noch Bella überreden können und so wurde dann auch gemeinsam festgelegt, dass er in der Startelf steht. Als Motivation auch für andere noch Unentschlossene. Der Kader war mit Defensive richtiggehend überfüllt, während so richtig offensiv eigentlich nur Dirk war. Die Krux (wie immer), welche Formation und vor allem mit wem. Roßlau begann sehr kontrolliert und so waren bald alle aus der Fünferreihe damit beschäftigt, die Ordnung zu halten. Nach vorne wagte sich kaum jemand, Dirk, Thomas und Redi konnten einem leidtun. In der Defensive brannte nichts an, auch wenn Roßlau wirklich wie auf der Taktiktafel agierte. Mitte der ersten Hälfte zeigte dann unser neuer Torhüter, dass wir zu Recht so viel Geld für ihn bezahlt haben. Dreimal kratzte er einen sicheren Treffer in letzter Sekunde noch von der Linie. Der Gegner staunte und zollte Respekt. Egal, was Roßlau auch versuchte, es gelang Ihnen in Hälfte eins nicht, unseren Keeper zu überwinden. Jetzt wird sich der Leser beim Betrachten des Ergebnisses fragen, warum dann eine Halbzeitführung für Roßlau notiert ist. Ganz einfach. Erjon und Jan konnten sich einmal nicht einigen, wer nun den Ball sicher hatte und wer ihn stattdessen nehmen sollte. Erjon fälschte ab, Jan lag schon in der anderen Ecke. Torlos zur Halbzeit hätte besser zu unserer defensiven Leistung gepasst.
Hälfte zwei begann mit einer kleinen Umstellung. Statt einer Doppelsechs vor Erjon spielten wir jetzt mit einer Viererkette. Mehr zu tun für die Abwehr, aber eben auch ein Mann neben oder hinter dem Doc, der das zentrale Mittelfeld fast alleine getragen hatte. Wir wurden insgesamt offensiver, auch wenn wir immer noch ziemlich tief standen. Roßlau versuchte weiterhin, klug nach vorne zu spielen und es gelang leider auch. Man netzte noch dreimal ein, ohne dass wir nennenswerte Chancen herausgespielt hätten. Kleinere Diskussionen über Entscheidungen kamen dazu. Nichts Dramatisches, aber es lenkt ab. Zum Glück hatten Gaston und Redi richtig Bock und lieferten sich das eine oder andere Laufduell. Redi konnte zweimal scoren. Beide Male eher abseitsverdächtig, aber Mathis, der eher unauffällig pfiff, hielt sich an die von Erjon erklärte 60:40-Regel bei den alten Herren. So endete das Spiel mit einer erwarteten Niederlage, die aber trotzdem irgendwie Fragen aufwirft.
Fazit:
Hätten wir mit einer anderen Aufstellung mehr nach vorne unternommen? Hätten wir mit mehr Laufarbeit und weniger Lamentieren über den Nebenmann 70 Minuten Kampf bieten können? Hat jeder auf der für ihn und das Team bestmöglichen Position gespielt? Fragen über Fragen, die einerseits ziemlich nerven und den Fokus von der eigenen Verantwortung weglenken, andererseits natürlich nach einer Niederlage immer berechtigt sind und auch so ein bisschen das Salz (nicht das Haar) in der Suppe darstellen.
Am Donnerstag kann es nur eine Devise geben: Dreck fressen, bis der erste Saisonsieg eingefahren ist. Gerne mit mehr als 6 Toren plus. 
Aufstellung: Jan – Sven K., Erjon, Martin, Gaston, Andreas E. – Redi, Thomas E., Bella – Yami, Dirk
Bank: Nils, Jan L., Tobias, Endri, Sven M.
Turbine Vockerode - Eintracht/GW Dessau 3:1 (2:0)
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- Veröffentlicht am Mittwoch, 15. April 2026 10:04
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Der Spielbericht kommt spät und er ist dieses Mal eher übersichtlich. Hintergrund ist die Doppelbelastung des Schreiberlings, zwei Mannschaften mit 5 Tagen Training oder Spiel innerhalb einer Woche lässt kaum Zeit für etwas anderes. Außerdem war ich erst ab Mitte von Hälfte eins zugegen und kann daher nur einen Teil des Spiels zusammenfassen.
Freitagabend, Fußballzeit. Für den Kaderstress doch recht ordentlich!
Aufgrund des Spieltermins in der nachösterlichen Woche ergab sich ein knappes Zeitfenster für Zu- oder Absagen. Entsprechend gab es wieder einmal Diskussionen, ob wir spielen oder nicht. Prinzipiell lässt sich bereits eine Schwankung in der Personaldecke erkennen. Wir haben einige Spieler im Kader, die freitags eben auch mal Spätschicht haben. Daher ist es umso wichtiger, dass andere dafür in die Bresche springen und nicht jede Woche mit irgendeiner Oma den 80sten Geburtstag feiern. Kommt immer mal vor, keine Frage, aber zu einer Mannschaft gehört eben auch, dass man der eigenen Verantwortung gerecht wird und verlässlich regelmäßig spielt oder zumindest rechtzeitig absagt. So viel zum organisatorischen Teil.
Wir konnten mit „voller“ Kapelle starten. Aufgrund der zahlreichen Absagen musste jedoch ein wenig improvisiert werden. Die Abwehr würde in der Form nur selten auflaufen, aber seit ich Fußball spiele, wird von hinten nach vorn geordnet. Die Formation war ungewohnt, aber wir schlugen uns dafür ganz gut. Bis Mitte der ersten Hälfte musste unser Team trotz eines sicheren Rückhalts in Form von Sven P. leider zwei Gegentreffer hinnehmen. Aufgrund unserer (teilweise) stark unterschiedlichen Auffassung von Laufarbeit und Strategie hatte der Gegner erhebliches Übergewicht im Mittelfeld. Aber das ist manchmal so und da hilft Lamentieren oder Beschweren wenig. Der Kern der Truppe muss sich dann aufrichten und notfalls ein paar Prozente für den Nebenmann mitlaufen.
Mit Erscheinen der Reservespieler konnten wir wechseln und einigen Spielern auch mal Pausen gönnen. Die Spielrichtung war gleich und unsererseits gelang eigentlich nur „Entlastung“ wenn wir die Außen mal ins Spiel brachten. Hier fehlt uns aber einerseits das Verständnis für den Mitspieler, was hoffentlich mit jedem Spiel zunimmt und andererseits auch ein wenig Qualität. Sowohl bei der Technik als auch bei der Laufarbeit. Beides kam nie zusammen, weswegen gute Läufe am Ende nichts Zählbares erbrachten. Mitte der zweiten Hälfte netzte der Gegner noch einmal ein. Energisches Nachsetzen gegen zwei Abwehrspieler reichte aus, den Ball an Sven P. vorbeizustümpern. Wir warfen ab da alles nach vorne. Vor allem Jonas war unermüdlich, auch wenn er natürlich durch seine Art dazu einlädt, als Übungsobjekt für Körperkontakt zu dienen. So geschah es dann auch zwei Minuten vor Schluss, dass der gegnerische Torhüter Jonas panisch zu Boden riss, weil er läuferisch eben keine Chance hatte. Den fälligen Elfmeter durfte Florian verwandeln, der nur dank Jonas Mithilfe überhaupt mitspielen konnte. So konnten wir uns wenigstens noch belohnen, ohne eigenes Tor ist auch irgendwie Mist.
Fazit:
Ich fand das Spiel nicht gut. Es war ein lahmer Kick, obwohl sich alle Mühe gaben. Vockerode war auch ziemlich „alt“ aufgestellt. Vermutlich hätte ein richtiger Antreiber oder ein ausgebildeter Stürmer gereicht, hier was mitzunehmen.
Vielen Dank vor allem an die kurzfristigen Unterstützer. Gerne öfter!!!
Aufstellung: Sven P. – Sven K., Stephan S., Jan., Thomas B – Ronny B, Endri, Jonas, Frank – Florian, Kristo
Bank: Andreas E., Sven M., Thomas G.
FSG Steutz/Leps - Eintracht/GW Dessau 1:0 (0:0)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 05. April 2026 10:09
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Die Gartenmöbel stehen wieder vor dem Haus, das Osterfest steht vor der Tür und somit ist auch der Zeitpunkt gekommen, unsere Saison zu eröffnen. Traditionell nach der Zeitumstellung und seit einigen Jahren immer in Steutz.
Freitagabend, Fußballzeit – fast erfolgreich bei der Suche nach Punkten in Steutz.
Aufgrund der kurzen Woche, einem bevorstehenden langen Wochenende und des Termins an einem normalen Arbeitstag, war uns von vornherein klar, dass wir nicht mit 20 Mann in das weit abgelegene Dörfchen reisen werden. Zudem war es auch bei den Aktiven mau und somit waren wir am Ende froh, dass wir 3 Wechsler hatten. Thomas B. hatte Nils nur unter der Bedingung mitgenommen, dass dieser auch die Tasche einpackt. Unsere Aufstellung machte sich wieder von selbst. Miertschi war noch nicht da, Jan hatte nen Termin und Nils wollte nicht direkt beginnen. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre erwarteten wir planvolle Angriffe und einen gewissen Druck auf unser Tor. Das kam auch wie erwartet, aber wir standen sehr gut gestaffelt. Wir lösten die Probleme sozusagen im Verbund, mustergültig und vor allem ohne Hektik. Wenn man bedenkt, dass wir so auch nicht eingespielt sind, war das eine gute Leistung. Herauszuheben sind eindeutig unser neuer Torwart Jan, Erjon und Jonas. Jan, weil wir uns nicht hätten beschweren dürfen, wenn wir in Hälfte eins 3 oder mehr Gegentore kassiert hätten. Jan warf sich immer wieder ins Getümmel und wurde mit jeder Minute sicherer. Erjon spielte trotz Schmerzen im Knie und strahlte die gewohnte Ruhe aus. Unter seiner Führung spielt es sich auch für den Nebenmann leicht, weil man einfach nie einen Anscheißerball bekommt. Und Jonas ist hervorzuheben, weil er genau das eingebracht hat, was wir eben auch brauchen. Jemanden (am besten mehrere), der (die) die komplette Spielzeit durchlaufen und nachsetzen und so den einen oder anderen Ball eben noch blocken oder ablaufen. Zum Glück hat man in Steutz noch keinen VAR und vor allem nicht mehr den Schiri von früher, sonst hätten wir in Hälfte eins einen Elfmeter gegen uns kassiert. Mit etwas Glück können wir sogar ein Tor erzielen, aber wir waren am Donnerstag auf Standards angewiesen.
In der Halbzeit konnten wir unsere eigene Analyse nur auf das Nötigste beschränken. Das Gebrüll aus der nur wenige Meter entfernten Trainerbank der Heimmannschaft war einfach zu laut, das erschwerte uns die taktische Auswertung erheblich. Anhand der lautstark kundgetanen Unzufriedenheit konnten wir aber abschätzen, wie es weitergehen würde. Steutz wechselte nochmal und spielte ab sofort Powerplay. Aber: das Ganze auch ziemlich erfolglos. Wir klärten immer wieder, wir machten es schwer, wir spielten auf Zeit. Unsere eigenen Bemühungen begannen leider immer ziemlich weit hinten, wir hatten einfach keinen Antreiber und waren mit mindestens 8 Feldspielern immer ziemlich nah am eigenen Tor. Um mal eine Phrase einzuwerfen, auf lange Sicht zählen in der Meisterschaft aber eher die defensiven Qualitäten. Tor verteidigen, wenig Gegentore. Darauf kann man aufbauen. Jan hielt weiterhin alles und wir hatten uns schon auf ein torloses Unentschieden mit überfallartigen Angriffsversuchen unsererseits für die letzten Minuten ausgemalt, da hatte Steutz einen Freistoß an der Strafraumecke. Ne blöde Position, weil man tendenziell im Altherren-Fußball nicht auf Abseits spielen sollte. Der Freistoß war präzise und fand den Kopf des besten gegnerischen Stürmers. Sehr ärgerlich, weil ein Punkt verdient gewesen wäre.
Fazit: Das war der erste Versuch in diesem Jahr und wir haben uns gut geschlagen. Hoffentlich bleibt wenigstens ein Kern regelmäßig bestehen, es ist von vornherein klar, dass wir so nicht jede Woche antreten. Das defensive Konzept war okay. Nach vorne muss natürlich zukünftig mehr passieren.
Vielen Dank an die vielen mitgereisten Schlachtenbummler, an Ralf für die weiteste Anreise und an Nils für das aus Experten-Sicht vielversprechende Comeback.
Frohe Ostern.
Aufstellung: Jan – Ingo, Andreas E., Erjon, Thomas B. – Jonas, Yami, Dirk, Ronny B. – Kristo, Ralf
Bank: Nils, Miertschi, Jan L.
Jahresübersicht 2025
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- Veröffentlicht am Dienstag, 09. Dezember 2025 08:02
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Das Fußballjahr 2025 neigt sich dem Ende entgegen.
Mitte Dezember wird es nun langsam Zeit, auf die Ereignisse zurückzublicken, ein Fazit zu ziehen und einen Ausblick nach 2026 zu wagen.
Vergleicht man 2025 mit der Saison davor, dann kann man in vielen Bereichen einen eindeutig positiven Trend erkennen.
Wir haben uns im Abwehrverhalten erheblich verbessert.
Mit 3 Gegentoren pro Spiel sind wir zwar immer noch weit von einer sattelfesten Hintermannschaft entfernt, aber deutlich besser als 2024 mit durchschnittlich 5 Gegentoren.
Wir haben in jedem dritten Spiel gepunktet, 2024 war es jedes vierte Spiel.
Dadurch haben wir eine Punkteausbeute (0,9 Punkte pro Spiel), die uns zumindest um den Relegationsplatz spielen lassen würde.
Wenn wir es im nächsten Jahr schaffen, nicht erst Mitte Juni erfolgreich zu spielen, können wir in 2026 die Abstiegsränge verlassen und den Blick nach oben richten.
Dafür wird es jedoch nötig sein, dass wir weiter Personal auftreiben. Wir haben im Jahr 2025 wieder mehr als 40 Spieler eingesetzt. Davon bestritten lediglich 12 Spieler mindestens 9 Partien. Anhand der Tatsache, dass darunter mit Jonas und Kevin zwei jugendliche Aktive sind, sehen wir, wie schwierig es auch im nun vergangenen Jahr war, regelmäßig mit derselben Truppe aufzulaufen.
Abschließend die Fakten:
Spiele: 18 (davon nur 6 Heimspiele)
Siege: 5
Remis: 1
Niederlagen: 12
Torjägerkanone: Kristo mit 8 Toren ( insgesamt 13 verschiedene Torschützen)
Ältester Torschütze: Ralf
Verlässlichste Spieler: Kristo und Ralf mit 16 Teilnahmen, Sven M. mit 15
Für 2026 gilt es, den positiven Trend beizubehalten und unsere Ausfallquote möglichst gering zu halten.
Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann wäre es, dass wir aus einem möglichst großen Fundus aus motivierten Spielern schöpfen können und die „großen“ Dessauer Traditionsmannschaften Stahlbau, DSV9 und Kochstedt öfter mal ärgern und Punkte mitnehmen.
Gerne auch wieder aus Aken. Sport frei.
Stahl Aken - Eintracht/GW Dessau 2:3 (2:1)
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- Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Oktober 2025 08:01
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Wie schon im letzten Spielbericht angedeutet, geht uns personell anscheinend die Puste aus. Und so war es wieder bis kurz vor dem Spiel nicht klar, ob und in welchem Rahmen wir in Aken spielen. Aber der Gegner hatte ähnliche Probleme und wollte unbedingt spielen. Aus 16 Zusagen auf Akener Seite wurden kurzfristig 12. Trotzdem borgte man uns einen fähigen Spieler. Und mit Marcel hatten wir eine routinierte Stütze auf der linken Seite.
Freitagabend, Fußballzeit. Fantastisches Saisonfinale.
Nils hatte entschieden, dass wir dieses Spiel auf keinen Fall absagen. Auf der Rückfahrt bei der Auswertung des Spiels waren wir uns alle einig. Es war richtig. Jedes abgesagte Spiel bringt uns der Katastrophe näher. Irgendwann spielen wir gar nicht mehr. Aber jedes Spiel wie am vergangenen Freitag bleibt in Erinnerung und gibt Motivation, das wöchentliche Chaos in Kauf zu nehmen. Weil wir alle nur Eines wollen: Freitagabend ein bisschen kicken.
Der Schreiberling hatte ausnahmsweise mal keine Mühe, die Aufstellung zu finden. Marcel wurde gefragt, was er normalerweise spielt und siehe da: ein Linksfuß. Entsprechend ergab sich die Startelf von selbst. Dirk hatte sich freiwillig für das Tor gemeldet. Und damit einen neuen Karriereweg eingeschlagen. Wenn´s mit dem Toreschießen nicht mehr so klappt, einfach mal umsatteln. Er macht seine Sache gut, routiniert und mit viel Ruhe. Wichtiger Rückhalt.
Wir starteten forsch. Die Hintermannschaft und die zentralen Mittelfeldspieler fanden schnell eine sinnvolle Verteilung. Wir sprachen viel und schon nach wenigen Angriffen machte sich bei mir das Gefühl breit, dass wir vermutlich zumindest nicht hoch verlieren. Das gegnerische Mittelfeld kam nicht zum Zuge und so konnten wir regelmäßig Bälle abfangen. Wir hatten am Freitag eine Geheimwaffe auf unserer Seite, gegen den der Gegner kein Mittel fand. Jonas war immer anspielbar und lieferte sich mit seinem Gegenspieler packende Duelle. Rassig und vor allem mit viel Körper. Und da Jonas immer dagegenhielt, hatte der Abwehrspieler auch immer was zu meckern. Und das lenkte ihn und seine Kollegen immer wieder ein bisschen ab. Jonas war auch derjenige, der unser Tor in Hälfte eins schoss. In einem sehr ruhig vorgetragenen Angriff über die linke Seite spielen Yami und Marcel ganz entspannt auf dem Flügel. Paß in die Mitte zu Jelschi, der sich auch wieder Zeit lässt und den richtigen Passempfänger sucht. Und das ist Jonas, der sich in den Strafraum geschlichen hatte und dem Torwart aus knapp 10 Metern keine Chance ließ. Sensationell. Wir führten. Natürlich mit der Reaktion, dass Aken etwas umstellte. Zentral war plötzlich einer mehr. Wir hatten zwar immer noch keine Probleme, aber es war mehr los. Leider gelang es Aken relativ schnell, den Ausgleich zu erzielen. Abseitsverdächtig wurde der Stürmer zentral freigespielt und umkurvte Dirk. Diskussionen keimten nur kurz auf. Weil´s auch sinnlos ist. Wir spielten weiter konzentriert nach vorn. Mehrere Eckbälle führten leider nicht zum Erfolg. Mit zunehmender Spieldauer schalteten sich auch Gaston und der Schreiberling in die Angriffe ein. Immer in Abstimmung mit Jelschi, der sich dann fallen ließ. Das zweite Gegentor entstand trotzdem so. Andreas E. war weit in der gegnerischen Hälfte und wie es manchmal so ist, der Pass zu Jonas wird abgefangen. Aken spielt nur zweimal ab und plötzlich läuft der jugendliche Stürmer an Miertschi vorbei und schiebt den Ball in die lange Ecke an Dirk vorbei. Zweimal unglücklich. Sonst alles im Griff, zur Halbzeit trotzdem hinten.
Die Diskussionen beim Pausentee wurden schnell gestoppt. Abseits hin oder her. Es hilft niemandem, weil das Tor eben gezählt hat. Stattdessen konzentrierten wir uns auf unsere gute Leistung. Wir konnten bisher zufrieden sein und wollten das gute Ergebnis nicht gefährden.
Dass wir es noch verbessern würden, hatte ich nicht erwartet.
Wir stellten etwas um, da Sven M. nun zugegen war. Ralf bekam seine verdiente Pause und fortan spielte Marcel als linker Stürmer. Hier kann man sich nur bedanken, was Marcel auf der linken Seite routiniert und ruhig ablieferte, hat uns sehr geholfen. Die zweite Hälfte kam fast an unser Spiel in Kochstedt heran. Wir zogen dem Gegner komplett den Zahn. Mit unserer ruhigen und entspannten Spielweise bestimmten wir fortan das Tempo. Nach vorn spielten wir nur einfache Pässe zum Mann. Nichts großartig zum Laufen, keine Duelle, keine verrückten Sachen im Mittelfeld. Aufkeimende Ablenkungen, weil der Schiri nicht immer alles pfiff, wurden energisch unterbunden. Wir konzentrierten uns und machten es Aken richtig schwer. Wir daddelten auf beiden Außenbahnen mit Einwürfen und Kurzpass und drehten an der Uhr. Und wir zeigten, dass wir mit dem 1:2 nicht zufrieden waren. Wenn wir mal hinten was klären mussten, dann lief Gaston eben den langen Ball ab. Wir bezogen Dirk so mustergültig ein, dass Aken nur noch halbherzig anlief. Und als der Gegner sich mit dem gemütlichen Ausklang abgefunden hatte, schlugen wir zu. In Persona Frank. Dieser wurde zweimal mustergültig in den Strafraum geschickt. Jonas beackerte normalerweise die rechte Seite, aber er zog eben alles auf sich. Und Frank profitierte im richtigen Moment davon. Beide Male überraschte er den gegnerischen Torwart. Unser Siegtreffer könnte als Musterbeispiel für einen Konter herhalten. Erst drängt der Schreiberling den gegnerischen Mittelfeldspieler so lange ab, bis dieser nicht mehr spielen kann, sich umdrehen will und entsprechend den Ball verliert. Den gewonnenen Ball spielt Sven M. zu Jelschi. Dieser kloppt ihn diagonal Richtung Strafraum. Frank nimmt ihn auf und bolzt ihn in die Maschen. Danach hieß es: Verteidigen. Aber Aken kam auch nicht mehr.
Endstand 3:2 in Aken.
Fazit:
Man kann es in vielen Berichten nachlesen. Fahren wir mit einer „Notelf“ zu einem Spiel, gelingt uns meistens eine richtig gute Vorstellung. Jetzt kann man die Spieler am Freitag nicht unbedingt als „Notelf“ bezeichnen, aber man muss das auch mal in Relation zum Gegner sehen. Wir haben dort meist verloren. Und oft relativ hoch. Insofern wäre ich mit einem Unentschieden und selbst mit einer knappen Niederlage zufrieden gewesen. Der unerwartete, aber verdiente Auswärtssieg ist der perfekte Abschluss für unser sehr gutes zweites Halbjahr.
Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben und natürlich auch an Nils, Andreas und Eschi für die Unterstützung auf den Rängen.
Aufstellung: Dirk– Sven K., Gaston, Andreas E., Tobias M. – Frank S., Jelschi, Yami, Marcel – Ralf, Jonas
Bank: Sven M.











