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Aalglatter Auftritt in der Pampa

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Die Woche der Wahlheit. Oder der Wahrheit. Oder der Entscheidungen. What ever. Diesbezüglich tun wir uns alle manchmal etwas schwer damit, im Leben selbst oder wie diese Woche aufn Platz. 

Nachdem unser Badegast aus Badegast unserem Schwimmstadion am Lake Brachmeierei aus Gründen fehlender Schwimmreifen überpünktlich absagte, wurde Nils beauftragt für Ersatz zu sorgen. Schnell gelang ihm das, aber die Wahl zwischen Roßlau auswärts und den Raguhner Kickers sorgte schon zeitig für widerwilliges Bäh und einen großem Och nöööö. So schien sich alles für ein kleines Schnickerchen zum Ritt ins Wochenende zu fügen, ehe Stefan Paskuda ein Karnickel aus seinem Zauberhut hervorholte und uns mehr oder weniger bat, am Benefizturnier im 6348 km entfernten Bebitz anzutreten, organisiert und präsentiert von seinem Arbeitgeber GFZ. Bebitz bei Könnern im Salzlandkreis am kleinen Zeh des Petersberges lud also und nach quälend langer Abstimmung waren dann doch 11 Leute bereit, der Einladung zu folgen. 

Nach ca. 45 min Fahrtzeit erfreute uns der Anblick eines niedlichen Sportgeländes mit satt gepflegten Grün und einem sehr schönen modernen Verwaltungsgebäude. Dazu herzlich freundliche Menschen. Das Turnier zugunsten des Kinderhospiz „Lila Wolken“ wurde auf einem Kleinfeld mit 6 teilnehmenden Teams, u.a. des Namensgebers GFZ und jungen gewürfelten Teams des TuS Bebitz und einem greisigen Schiedsrichter geführt. Dieser allerdings wirklich respektabel alle Spiele fast ohne Pause durchpfiff. Wir hatten mit dem Schreiber im Tor und einer guten Mischung als Alt und Jung alles beisammen. Justin sollte sich auf dem Platz austoben und helfen vorne als Anspielstation Nadelstiche zu setzen. Erjon als Kopf und Schaltzentrale von hinten heraus lenken und denken. 

Und siehe da, es funktionierte. Ich nehme jetzt nicht jedes Spiel im Detail auseinander, denn wir spielten und agierten in jedem Spiel. Reaktionen waren meist den Gegnern überlassen, wir erarbeiteten uns von Minute 1 im Turnier an jede Menge Respekt. Spiel 1 wurde klar mit 3-0 gewonnen. Justin und Ronny waren hier treffsicher. Im zweiten Spiel gegen den Titelverteidiger aus Spanien, FC Biercelona, waren auch wir dem Torerfolg näher, aber Kollege Redi haderte mit seinem liegengelassenen Maiskolben. Spiel 3 gegen die Gastgeber mit Stefan Paskuda, auch ein klares 3-0, in dem Redi 2x und Dirk trafen. Langsam gingen die Rechenspiele los, an dem sich der Schreiberling erfahrungsgemäß, aufgrund seiner Turniererfahrung, komplett raushielt. Die dicken Kartoffeln kamen später. Justin musste schon nach Spiel 1 wieder privat das Gelände verlassen, somit wurde unser Schlachtplan um eine Option und Wechsler beraubt. Dennoch konnten wir dann auch in den beiden letzten Spielen fast souverän die Null hinten halten, leider auch vorn. Die guten Balleroberungen von Redi als auch Christo wurden leider auch von den guten Leistungen der gegnerischen Torhüter zunichte gemacht. Im gesamten Turnierverlauf hatten wir irgendwie nur 5 Ecken gegen uns. 

Der weitere Turnierverlauf gewährte mit fortlaufender Spielzeit als auch einsetzender Dunkelheit den Verlust des Überblickes bei der Turnierleitung, die aus Spielern der nachher siegreichen Truppe bestand. Einzigallein Susi, Frau des Ronny, bewahrte als Schriftführerin den Überblick. Dafür auch ein Dankeschön. Genützt hat`s am Ende nix, wir wurden mit einer richtig starken Turnierleistung, einem TipTop Auftritt in allen Mannschaftsteilen wirklich „nur“ Dritter. Alle drei Erstplatzierten trennte nur die Tordifferenz. Aber nur bei uns stand die obskure wahnsinnige Null hinten. Dass das bei unserer eigentlichen Mannschaftshistorie eher rar ist, wissen wir. Wie souverän wir dies taten, das war tatsächlich außergewöhnlich gut. Hervorzuheben für mich ganz klar, Erjon. Abgewichst. Dann Ronny, der viel auf die Socken bekam aber im Verbund mit den abgeklärten Sven und Thomas B. ebenfalls auch mit lautstarken Kommandos agierte und uneigennützig Erjon absicherte, wenn dieser zum Slalom ansetzte. Dirk machte vorn und nach hinten Meter wie der erkältungsbedingt angeschlagene Redi, der mit sich und seiner Chancenauswertung haderte. Der Befehl von ganz oben lautet. Weniger Dienstag, mehr Freitag. Gelang ihm doch eben am Dienstag fast alles. Selbst Christo, der in seinen Aktionen wirklich oft unglücklich wirkt, konnte mit guten Balleroberungen als auch als Anspielstation für Erjon überzeugen und kämpfte verbissen um jeden Ball. Last but not least, dann die beiden vom Balkon. Ralf und Eschinho, die stets für gute Laune sorgten und damit trotz fehlender Einsatzzeit einen großen Anteil an diesem, letztendlich gelungenen Abend für uns alle hatten. Daß der Schreiberling am Ende die Krone des besten Torhüters bekam, war für alle Spieler des Turniers nicht überraschend. Für ihn persönlich schon. Na klar, aber ohne die tolle Vorarbeit vor ihm nicht möglich. Dafür danke. 

In Bebitz: Berzi- Ronny B., Thomas B., Dirk, Erjon, Redi, Christo, Ralf, Eschi, Justin, Sven K. 

PS: Aufgrund unseres Auftrittes wurden wir namentlich mit einem Verein aus dem Norden Dessaus in Verbindung gebracht. Dies konnte ich entschieden zurückweisen.

Eintracht/GW Dessau - Roßlau 2:3 (2:1)

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Der Mai neigt sich dem Ende entgegen und damit auch die Nostalgie- oder Traditionswochen. Am vergangenen Freitag maßen wir unsere Kräfte mit den Sportfreunden von jenseits der Elbe, aus dem Norden unserer Doppelstadt. Mit Roßlau duellieren wir uns 1 bis 2mal im Jahr und meist ist die Geschichte ziemlich einseitig. Da am Wochenende zudem noch der letzte Spieltag der Aktiven war, sah es personell nochmal ein wenig dünner aus als sowieso schon. Das Spiel war dann aber bei weitem enger als erwartet.

Freitagabend, Fußballzeit. Fast ebenbürtig gegen Roßlau.

Wir starteten natürlich wieder mit einer anderen Mannschaft als noch eine Woche zuvor. Die Entscheidung für das Grundgerüst fiel dieses Mal aber relativ leicht, weil wir aus den letzten Spielen schon einiges an Umstellungen gewöhnt waren. Die richtige Abstimmung stellt sich aber immer erst ein und manchmal muss man auch anhand des Gegners etwas ändern. So geschehen am Freitag, als wir so ziemlich mit der ersten Chance gleich ein Tor kassieren. Der linke Stürmer aus Roßlau war sehr schnell und überlief nach einem Lufthansa-Pass unsere Abwehr. Fast völlig ohne Gegenwehr. Mit einer Umstellung wurde es insgesamt sicherer und Roßlau ruhte sich auch ein bisschen auf dem Tor aus. Mit zunehmender Spieldauer kamen wir immer öfter aussichtsreich vor das gegnerische Tor, während wir die Angriffe der Roßlauer entschärfen konnten. Ein Freistoß aus knapp 20 Metern wurde von Jan verwandelt. Der Gegner wartete anscheinend auf den Pfiff und es gab auch noch einige Diskussionen. Aber Jan nutzte die Unsortiertheit aus und versenkte in die Mitte des Tores. Im weiteren Verlauf wogte das Spiel hin und her. Es war schon zu erkennen, wer die feinere Klinge spielt, aber das nächste Tor durften wir schießen. Nach einen klug vorgetragenen Angriff über die linke Seite kam Dirk plötzlich zentral zum Abschluss. Der wurde geblockt und Kevin stand goldrichtig. Er konnte klug vollenden und somit stand es zur Halbzeit 2:1 für uns.

Die zweite Hälfte zeigte, dass Roßlau noch Pfeile im Köcher hatte. Man konnte durchwechseln, während wir im Prinzip nur Sven gegen Sven tauschten. Eschi und Ralf hatten recht früh entschieden, dass sie dem Spiel im Prinzip nur vom Balkon aus zugucken wollten und so nahm unsere Kraft immer mehr ab und es wurde immer schwieriger, erfolgversprechend nach vorn zu spielen. Vom notwendigen Zurücklaufen mal ganz zu schweigen. Roßlau spielte aber zum Glück entspannt und ruhig nach vorn. So konnten wir uns immer wieder unterstützen und den Schaden sozusagen begrenzen. Wir kassierten aber noch zwei Gegentore. Ein Durchbruch auf der linken Seite, der jugendliche Stürmer zündet eine Rakete auf die kurze Ecke. Justin hält als ob er mit Oliver Kahn verwandt wäre, bzw. parierte er. Der Abpraller wurde dann leider eine Beute des nachrückenden D. Meyer, der sicher verwandelte. Mit dem Ausgleich wurde es noch härter für uns. Roßlau spielte immer schön über die Außen und leider waren die beiden echt flink. Wir mussten wirklich alles in die Waagschale werfen, um die Angriffe zu klären und zu blocken. Leider hielten wir nicht bis zum Ende durch. Einer der Angriffe über Außen wurde mustergültig vorgetragen. Der Außen läuft bis zur Grundlinie und weil der Abwehrspieler die Grundlinie zumacht, entscheidet er sich für die Lehrbuch-Option in Richtung 11Meter-Punkt. Die zu tief stehende Zentrale kann es nicht mehr verhindern. D. Meyer steht frei im Raum und schiebt ganz entspannt in die kurze Ecke. Ärgerlich. Ein Unentschieden wäre cool gewesen. Frischer Wind auch, aber der von den Ultras in unserer Westkurve vehement geforderte Eschi ist bekanntlich auf dem linken Ohr fast taub. Sagt er zumindest immer. Auf jeden Fall blieb er neben Ralf auf der Bank sitzen und wir mussten uns mit dieser knappen Niederlage zufrieden geben.

Aufstellung: Justin - Sven K., Marco, Andreas E., Thomas B. - Ronny B., Redi, Jan, Frank S. - Dirk, Kevin

Bank: Sven M., Eschi, Ralf

DSV 97 - Eintracht/GW Dessau 5:1 (1:0)

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Traditionswochen bei der Eintracht. Nach Stahlbau und Waldersee nun die Mannschaft von den Kienfichten. Wir fuhren zum DSV, oder ZAB, wie der Kenner auch einfach sagt. Dort erwartet uns immer ein schönes Schnickerchen auf einem schönen Platz. Hier mussten wir den Erfolgsbegriff nach guten Spielen in der Vergangenheit neu definieren. Von einem Sieg beim DSV träumen wir schon lange nicht mehr. Knappe Spiele sind jetzt das Ziel. Dafür braucht es eine eingespielte Truppe und vor allem eine gut besetzte Mittelachse. Quantitativ war´s eigentlich okay am vergangenen Freitag.

Freitagabend. Fußballzeit. Am Ende zu hoch verloren an den Kienfichten.

Bereits im Laufe der Woche zeichnete sich ab, dass wir irgendwie keinen Torwart mehr haben. Während wir in der vergangenen Saison auf Bernd, Mosch und Justin zurückgreifen konnten, war am Freitag trotz etablierter Spielgemeinschaften beim Trägerverein tatsächlich kein Goalie aufzutreiben. Von den beiden Feldspielern, die in Frage kamen, war Thomas´ Knie immer noch lädiert. Entsprechend opferten wir wieder mal unsere einstige Tormaschine Dirk und änderten damit unsere offensive Ausrichtung. Im Nachhinein wird man es nie ergründen, ob die fehlende Schlagkraft in Richtung gegnerisches Tor mit der fehlenden Präsenz und Körperlichkeit zusammenhängt, die Dirk nun mal mitbringt. Aber wir standen dadurch schon meist sehr tief und boten unserem Gegner das Spielfeld an. Schnell entwickelte sich eine muntere Partie, in der die Mittleren unseres Gegners immer fleißig rotierten und vor allem auf unserer linken Abwehrseite Lücken rissen. Da Sven M. und Sebastian W. mit Spielbeginn noch nicht vor Ort waren, mussten wir auf links mt Thomas B. und Ralf eine Kombination wählen, die natürlich den 15-20 Jahren Altersunterschied Tribut zollen musste. Es entwickelten sich viele Chancen über links und Andreas E. und Erjon mussten immer wieder aushelfen. Wir hielten aber weiter die Null und wir standen auch nicht nur in der eigenen Hälfte. Sebastian W. kam dann nach ca. 10 Minuten in´s Spiel und wir konnten auf der linken Seite etwas rotieren. Das Haupteinfallstor blieb aber. Wir hatten große Schwierigkeiten mit der Riesenlücke, die sich bei uns immer vor der Doppel-Sechs auftut. Aber wir schafften es, keine Tore aus dem Spiel zu kassieren. Dass der DSV überhaupt in Führung ging, war der Tatsache geschuldet, dass sie uns bei den zahlreichen Ecken überlegen waren. Entsprechend konnte gegen Ende der ersten Hälfte eine verwandelt werden. Am langen Pfosten war ein Gegner einfach zu groß und konnte einnicken. Wenn man unsere Aufstellung betrachtet, ist ein 0:1 zu Hälfte aber ein Ergebnis, mit dem man nicht unzufrieden sein muss.

Zur zweiten Halbzeit blieben wir bei der Aufstellung, die wir gegen Ende der ersten Hälfte hergestellt hatten. Kevin spielte mittlerweile auf der linken Mittelfeldseite. Kristo war dafür im Sturm. In der zweiten Hälfte waren die Lücken auch beim Gegner etwas größer und wir konnten uns endlich mal ein paar Chancen erarbeiten. Aber es war zu sehen, dass die Strategie eindeutig darin bestand, die Gegenwehr am Gegner auszurichten. Will heißen, richtig angegriffen wurden nur unsere Mittelfeldantreiber. Die sich den Ball wie immer weit hinter der Mittellinie holen mussten. Der Ball in die Spitze oder über Außen scheiterte immer wieder an unterschiedlichen Ideen und den leider unterschiedlichen Fitneßzuständen. Die mangelnde Abstimmung und vor allem das Verständnis für das Tempo des Anderen kostete uns einiges an Möglichkeiten. Und manchmal sah es vor allem im Sturm auch einfach so aus, als wären wir ne Bande von Straßenfußballern, die ohne Rücksicht auf den Nebenmann einfach nur versuchen, möglichst viele Gegner auszunehmen. Unser Gegner spielte da viel strukturierter und mit zunehmender Spielzeit ließ bei uns die Ordnung weiter nach. Während der Eine für ne Raumdeckung und Position halten war, spielte der Andere Manndeckung und lief seinem Mann hinterher. Lücken waren sowieso immer da und sie wurden noch größer, als Erjon sich in die Offensive einschaltete. So ging unser gutes Ergebnis den Bach runter. Selbst mit dem 0:2, das Redi mit einem schönen Eigentor besorgte, hätte man noch zufrieden sein können. Wir fingen uns aber noch 3 weitere Tore, bei denen wir den Ball immer selbst vorlegten. Abschlußpech und Ehrlichkeit des Gegners bei Elfmeterdiskussionen hielten es aber dann doch in Grenzen. Erjon war es dann vorbehalten, den Ehrentreffer zu erzielen. Er dribbelte im Prinzip einmal durch die gegnerische Hälfte und schoss dann mit dem rechten Fuß, den er nur zum Laufen hat. Aber der Ball ging in die linke untere Ecke und kurz danach war auch Schluß.

Eine besseres Ergebnis war drin. Eine bessere Leistung auch. Aber wir sind weit entfernt von eingespielt. Es klappten selbst die Pässe nur selten, wo sich die Protagonisten kennen.

Startelf:  Dirk - Thomas B., Erjon, Redi - Andreas E., Erion - Ralf, Thomas E., Jan, Frank S. - Kevin M.

Bank: Kristo, Eschi, Sven M., Sebastian W.


Eintracht/GW Dessau - Waldersee 1:0 (1:0)

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Der Mai ist der Monat, in dem Traditionen gepflegt werden. Bis auf an einem Finger abzuzählende Ausnahmen, holt sich der FCB die Meisterschale, der HSV guckt den Aufstiegsfeiern der anderen zu und ich pflanze nach den Eisheiligen Tomaten auf dem Balkon. Naja und wir spielen traditionell gegen Stahlbau (letzte Woche), Waldersee (diesen Freitag) und ZAB bzw. DSV97 (nächste Woche). Der kurzen Pause bei den Aktiven war es zu verdanken, dass wir 4 Aushilfen hatten. Sonst hätten wir wieder ohne Auswechsler dagestanden. Und ich möchte niemandem zu Nahe treten, aber anhand der Positionstreue und Laufbereitschaft in Hälfte zwei wären wir ohne Auffrischung bzw. Auswechslung desaströs geschlagen worden. Aber es kam anders.

Freitagabend. Fußballzeit. Fantastisch, endlich der erste Sieg im Spieljahr 2024.

So langsam wird es für mich immer schwerer, jeden Freitag ne neue Strategie zu erdenken. Weil ich auch immer den roten Faden für den Spielbericht gleich mitbedenke. Leider hat man nicht immer meterhohes Gras oder kann über die Doppel-Null sinnieren. Ergo kam es mir dieses Mal in den Sinn, man könnte doch wegen der dünnen Personaldecke in Mittelfeld und Abwehr einfach mal mit 3 Stürmern antreten. Ich nehme es vorweg: Für die Chancenzahl und die damit verbundenen expected goals (dürfte so knapp unter 10 gelegen haben), war diese taktische Rafinesse ganz passabel. In Bezug auf die fehlende Ordnung im Mittelfeld und unser Umkehrspiel nach Ballverlust war es die falsche Idee. Aber es blieb zum Glück folgenlos. Wir spielten mit einer Dreierkette vor dem kurzfristig ins Tor beorderten Berzi. Mosch hat´s mit der Schulter und Berzi vielleicht auch nicht die Beine für 70 Minuten. War aber keine schlechte Entscheidung, schließlich war es die erste Begegnung seit langem ohne Gegentor. Das war der Tatsache geschuldet, dass die Abwehr immer noch irgendwie ne Mauke dazwischen bekam, Berzi ein paar mal gut reagierte und (so ehrlich muss man sein) Waldersee auf die richtigen Anspiele für Johann und Mo verzichtete. Vor allem Letzterer war uns läuferisch überlegen, wurde aber immer wieder über Außen geschickt. Glück für uns, brotlos für Waldersee.

Unser Offensivspiel war davon geprägt, dass wir mit Dirk und Ronny viel Erfahrung und mit Kevin dazu noch nen jungen flinken Spieler im Angriff aufbieten konnten. Kevin dürfte natürlich eigentlich nicht mit AH spielen, aber der Gegner hat sich nicht beschwert. Wir erarbeiteten uns durch cleveres Paßspiel einige Gelegenheiten, die meistenteils teilweise kläglich vergeben wurden. Hälfte eins und zwei ergaben ein Chancenplus für uns. Abseitsstellungen, fehlende Cleverness, nicht vorhandener Sinn für den einfachen Doppelpaß machten unsere Bemühungen oft zunichte. Dazu noch die Unwägbarkeiten des Platzes und die fehlenden Prozente aufgrund altersbedingter Abnutzung. Damit hatte aber auch der Gegner zu kämpfen und mit etwas mehr Ruhe wäre mehr als ein Tor möglich gewesen. Dieses fiel in Hälfte eins. Kevin nutzte hier die Unsicherheit im Abwehrverbund aus und stiebitzte dem Torhüter den Ball. Ein schöner Dosenöffner. Zum Glück konnten wir unser Tor sauber halten.

Mit unseren ersten Wechseln verflachte das Spiel zusehends, obwohl wir weiter Chancen hatten. Vor allem in der zweiten Hälfte hatten wir eine Menge Glück. Unsere linke und rechte Seite funktionierte, weil Sven M./Frank S. bzw. Andreas E./Ronny B. einigermaßen gut abgestimmt agierten. In der Zentrale jedoch wurde es immer schwieriger. Vor der Abwehr tat sich (und das ist kein neues Phänomen) eine Lücke von der Dimension eines mittleren Einkaufszentrums auf. Hätten die dort stationierten Akteure aus Waldersee nicht jedes Mal das Tempo rausgenommen, wären wir überrannt worden. Zitat des Schiedsrichters Yami: "Ich war im Mittelfeld meistens alleine."

Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, wenn mal jemand von außen reinbrüllt und eingreift. Theoretisch stehen auch Leute auf dem Platz, die ein wenig lenken können, aber man muss auch erstmal die Zeit finden. Man läuft meistens auch selbst gerade irgendwohin und kann nicht immer 1-2 Leute dirigieren. Der Liebe Gott hat den Mannschaften unterschiedlich farbige Trikots gegeben und meiner Meinung nach sollte es jedem klar sein, dass man sich in der Defensive auch immer mal einen Gegner sucht. Dass man in unserem Alter nicht immer (Betonung auf immer) nach dem Angriff auch zurückrennt, gestehe ich jedem zu. Dass man auch mal träumt und den eigenen Mann aus den Augen verliert, ebenfalls. Gegen den DSV kassieren wir, sollten wir in der Ordnung so auftreten wie am Freitag, vermutlich eine dreistellige Anzahl Tore. Es sei denn, wir stellen Bernd in´s Tor und der hat so nen Sahnetag wie schonmal in Thalheim. Da hatten die 100 Torchancen und haben glaube nur 4 Buden gemacht.

Herausheben möchte ich dieses Mal ausdrücklich mal keinen. Außer vielleicht unseren zukünftigen Stammtorhüter Berzi. :)

Aufstellung: Andreas B.- Mosch, Kubi, Andreas E.- Thomas B., Erion, Jan, Frank S. - Kevin, Dirk, Ronny B.

Reserve: Tata, Kristo, Ralf, Sven M.

Ultras: Tobi, Eschi und Achim

Stahlbau Dessau - Eintracht/GW Dessau 5:4 (2:1)

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Von der fortwährenden Personalflaute und der damit verbundenen Rotation habe ich schon öfter gejammert. Während wir im letzten Jahr Unterstützung aus dem aktiven Bereich unseres Trägervereins erfahren konnten, waren wir in diesem Jahr aufgrund des am Samstag stattfindenden Doppelspieltags auf uns angewiesen. Entsprechend mussten wir wieder am Gartenzaun rekrutieren und personell rotieren. Aber ich will´s nicht übertreiben, das Schnickerchen war trotzdem einigermaßen ansehnlich.

Freitagabend, Fußballzeit, fast ebenbürtig bei Stahlbau.

Eschi gibt fortwährend alles, mittlerweile geht er schon so weit, dass er seine Wohnung renovieren läßt, um dann die anwesenden Handwerker zum Training zu überreden. Aber ohne Eschis Gartenzaun- und "Tine-Wittler"- Aktionen hätten wir am Freitag gar nicht spielen können. Nicht weniger als 5 Spieler aus dieser Quelle schnürten für uns die Schuhe. Dazu schickte der Präsi noch Mathis ins Rennen und Dirk ging kurzerhand ins Tor. Wir konnten also mit 11 Mann starten. Die Rotation machte sich im laufenden Spiel natürlich bemerkbar. Aufgrund der gegenseitigen Unkenntnis und schwieriger Kommunikation konnte nicht immer jede Position gehalten werden. Vom unterschiedlichen Fitneß-Level wollen wir gar nicht erst reden. Wir schlugen uns aber gut und konnten sogar in Führung gehen. Der Schreiberling hatte gerade Kristo aus 50 Metern Entfernung angebrüllt, um diesen auf seine Position im linken Mittelfeld zu zitieren. War es Sprachbarriere oder Gnatz, Kristo tat nicht wie ihm geheißen. War aber hellwach und konnte den kurz danach vom kurz zuvor brüllenden Mitspieler geschlagenen Paß aufnehmen und mit Hilfe von Kevin den Torwart überlisten. Es stand 1:0 für uns und wir rieben uns die Augen. Die Verwunderung hielt leider nicht lange an. Wenige Minuten später führte ein Fehlpaß des Schreiberlings zur regelrechten Überrumpelung der Abwehr. Ausgleich. Danach fand das Spiel in die erwarteten Bahnen zurück. Stahlbau spielte über die Zentrale nach vorn und erspielte sich einige Torchancen. Platzfehler und Unkonzentriertheiten führten dazu, dass kein weiteres Tor fiel, bis wieder der Schreiberling eingriff und nach einem mustergültigen Block gegen den schnellen Stürmer nicht nachsetzte, sondern in der gelungenen Aktion schwelgte. Dem Stürmer war´s recht, er holte sich den Abpraller und umkurvte den Ersatztorhüter Dirk. In Anbetracht unserer zusammengewürfelten Truppe war dieses knappe Halbzeitergebnis super. Wie die Tore fielen bzw. entstanden, ist natürlich irgendwie peinlich.

Zur Halbzeit kam Sven für Ralf und wir beorderten Hadis in die Mitte. Dieser hatte angemerkt, dass wir viel zu schnell nach vorne spielten und entsprechend wenig Ballbesitz hatten. Das wurde in der zweiten Hälfte besser, wir spielten irgendwie planvoller nach vorne. Leider mit dem Ergebnis, dass viel mehr Spieler in der gegnerischen Hälfte waren und wir oft sehr hoch standen. Wenn dann im Konter nur der Gegner nachrückt, wird es über Kurz oder Lang hinten eng. Wir fingen uns also relativ schnell weitere Tore ein und Mitte der zweiten Hälfte waren die Abwehrspieler ziemlich bedient. Beim Stande von 5:1, wobei jedes Tor ohne richtige Gegenwehr fiel, weil einfach der überzählige, freie Mann schießen konnte, musste man sich Sorgen um das Endergebnis machen. Hier änderte eine Schiedsrichterentscheidung alles. Frank flankte in den Strafraum und selbst der Kölner Keller hätte es vermutlich nicht richtig auflösen können. Irgendwer bekam die Hand an den Ball und Schiri Laute pfiff Elfmeter. Kevin M, der schon die ganze Zeit ein stetiger Unruheherd war, schnappte sich den Ball und schoß hart in die Mitte. Danach spielte im Prinzip nur noch die Eintracht. Stahlbau kam zwar auch immer mal nach vorn, aber jetzt konnten wir plötzlich klären. Immer wieder gelangen uns kluge Pässe. Teilweise quer über das ganze Feld, geschlagen von Mathis und Erjon. Plötzlich war richtig Zug drin. Kevin verkürzte den Abstand quasi im Alleingang immer weiter. Und Stahlbau wurde unruhig. Nur der Tatsache, dass der Schiri mit Wecker spielte, war es zu verdanken, dass wir nicht noch den Ausgleich erzielen konnten. Genau mit dem 4:5 meldet sich nämlich plötzlich lautstark seine Eieruhr. Und da das auch die Stahlbauer merkten, pfiff Laute nur noch kurz an und direkt wieder ab. Zitat: "Hätten wir noch eine Minute gespielt, hättet ihr noch gewonnen."

Fazit:


Etwas mehr Verständnis füreinander und die eigene Aufgabe hätte es dem Gegner viel schwerer gemacht, Angriffe vorzutragen. Mit zunehmender Spielzeit wurden wir besser. Aber wir hätten uns vor allem kurz nach der Hälfte auch nicht beschweren können, wenn es ein Debakel geworden wäre. Herauszuheben sind Kevin und Mathis. Beide hätten aufgrund des Alters natürlich nicht mitspielen dürfen. Beide hatten aber erheblichen Anteil am durchaus positiven Ergebnis.


Startelf: Dirk - Andreas E., Jelschi , Erjon, Hadis - Kristo, Erion, Mathis, Ralf, Frank - Kevin M.

Bank: Sven M.

Trainer: Achim, Yami, Jan, Andreas B.


   
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