Turbine Vockerode - Eintracht/GW Dessau 0:1 (0:0)
- Details
- Kategorie: Neuigkeiten
- Veröffentlicht am Montag, 15. September 2025 12:09
- Geschrieben von Andreas Eichler
- Zugriffe: 297
Nachdem wir in der Vorwoche einigermaßen unnötig in Waldersee verloren hatten, waren wir am vergangenen Freitag in Vockerode zu Gast. Der Gegner entschied kurzfristig, dass man in Wörlitz spielen wollte. Unter der Woche war erst nicht klar, ob wir überhaupt vollzählig werden und so wurde das Spiel erst fast abgesagt und dann nach hinten verschoben. Zu Tobias Leidwesen, der hatte noch Nachschicht und konnte entsprechend nicht mitwirken. Letztendlich hätten wir auch 18Uhr spielen können, wir hatten erst 3 und später 4 Auswechsler.
Freitagabend, Fußballzeit. Ferdienter Auswärtssieg in Wörlitz.
Die Aufstellung machte sich quasi von alleine. Wir hatten genügend Spieler vor Ort, die regelmäßig aktiv oder wenigstens am Freitag gegen den Ball treten. Kristo hatte einfach noch zwei weitere Spieler aus Eschis Connection mitgebracht und da wir mit Colle für alle Fälle auch einen Torhüter auf Abruf haben, konnten wir mit einer vernünftigen Elf starten. Der parkseitige Platz im Wörlitzer Parkstadion war feinstens gepflegt, wenn auch etwas tief. Es entwickelte sich relativ schnell ein ansehnliches Spiel mit leichten Vorteilen für den Gastgeber. Jedoch war unsere Defensive sattelfest und vermied es, den Gegner großartig einzuladen. Stattdessen spielte man ruhig, notfalls auch ein paar Mal quer, aber immer irgendwie sicher. Nach vorne waren wir bemüht, aber es fehlte die Genauigkeit.
Auf beiden Seiten mussten die Torhüter nicht richtig eingreifen. Mitte der zweiten Hälfte passierten dann zwei entscheidende Dinge. Erst kassierte Sascha nach mehreren Angriffen, in denen er kräftig bedrängt wurde und sich immer wieder beschwerte, eine gelbe Karte. Ich weiß es nicht mehr genau, ob wegen Meckerns oder Schwalbe. Auf jeden Fall war ab da ordentlich Druck im Kessel. Es wurde erheblich mehr gemeckert. Was uns am Ende half, aber das Spiel merklich verflachen ließ. Dann verletzte sich Staki, irgendwas mit dem Oberschenkel. Auf jeden Fall ging Jan nach hinten und wir spielten fortan mit einer ganz neuen Abwehr. Aber es war keine schlechte Entscheidung.
Hälfte eins ging ohne Tore zu Ende. Hälfte zwei begann mit einigen Wechseln beim Gegner.
Das half uns sehr, einerseits war der zweite Torhüter nur halb so groß und so gut wie der erste. Und andererseits wurden die Stürmer ebenfalls gewechselt. Auch wenn einer der neuen Stürmer maximal 20 Jahre alt war, er hatte erheblich weniger Einfluss auf das Spiel. Die zweite Hälfte war von Kampf und Spannung geprägt. Und von Meckereien. Der Schiedsrichter ließ sich anstecken und pfiff sehr häufig pro Gastgeber. Das ist frustrierend, aber wenn man sich darüber pausenlos aufregt, vergisst man das Fußballspiel. So war es auch am Freitag. Glücklicherweise ließ sich auch der Gegner anstecken. So wurde meist mehr geredet als gespielt und wenn Wörlitz mal nen Angriff hatte, dann waren sie danach unzufrieden mit dem brotlosen Ausgang. Wir hatten mehrere vielversprechende Aktionen, vor allem über die Außen. Sascha schaltet sich immer wieder in die Angriffe ein. Dabei suchte er dann immer Körperkontakt zum Gegner und hoffte auf einen Pfiff, wenn er im Strafraum zu Boden ging. Das war schon in Hälfte eins nicht von Erfolg gekrönt. Jetzt, Mitte der zweiten Hälfte hatte der Referee die Faxen dicke und zeigte Sascha Gelb-Rot. Zum Glück durften wir auffüllen, aber es wurde bezüglich der Diskussionen nicht besser. Bei uns setzte der Platzverweis Kräfte frei. Wir ackerten mehr. Alle hängten sich noch mehr rein. Und wir belohnten uns. Frank wurde in einem Angriff gefoult. Hätte vermutlich weiterlaufen können, stoppte aber. Gewann dank des Gegners die Diskussion mit dem Schiedsrichter. Freistoß vom rechten Strafraumeck. Und Spange verwandelte. In die linke obere Ecke. Wie gemalt. Danach waren die Vockeroder natürlich nicht gewillt, die Niederlage hinzunehmen. Man stemmte sich dagegen. Holte unzählige Freistöße in Strafraumnähe heraus. Allein, sie waren alle erfolglos. Wir verteidigten unser Tor und hielten die Null. Kurz vor dem Dunkelwerden pfiff der Schiri ab – Auswärtssieg.
Fazit:
Tolle Energieleistung, obwohl wir teilweise nicht wirklich gut gespielt haben. Aber wir haben die Herausforderung angenommen und uns gemeinsam gegen den Gegner gewehrt. Und ihn letztlich nicht unverdient besiegt.
Danke an alle Spieler für dieses schöne Erfolgserlebnis und vor allem an Eschinho, der uns mal wieder unterstützt hat.
Aufstellung: Colle – Endri, Staki, Andreas E, Sascha – Kevin, Jan, Spange, Frank – Dirk, Kristo
Bank: Erion, Sven M., Ralf, Jonas
Empor Waldersee - Eintracht/GW Dessau 1:0 (0:0)
- Details
- Kategorie: Neuigkeiten
- Veröffentlicht am Freitag, 12. September 2025 07:53
- Geschrieben von Andreas Eichler
- Zugriffe: 253
Der September hat begonnen und wir spielen ab jetzt fast nur noch Auswärts. Der Grund ist bekannt, wir können unsere Spiele irgendwann nicht weiter vorverlegen, um mit dem abnehmenden Tageslicht Schritt zu halten. Die Gegner haben ranghohe Namen und so müssen wir jeden Punkt mitnehmen, den wir noch kriegen können. Leider kam es am Freitag anders.
Freitagabend, Fußballzeit. Unnötige Niederlage in Waldersee.
Wenn man so in unsere Spielberichte der letzten Jahre und bei anderen Vereinen guckt, dann kann man sich in Waldersee etwas ausrechnen. Auch wenn sich die Truppe mittlerweile auch bei anderen Vereinen verstärkt hat. In der Praxis hängt das Ergebnis aber eben nicht nur vom Gegner ab, sondern auch vom eigenen Personal. Und wie dieses zusammenspielt. Am vergangenen Freitag hatten wir wieder bis kurz vor dem Spiel alle möglichen kurzfristigen Änderungen zu verzeichnen. Mit Staki und Tobi konnten wir aber eine erfahrene Defensive aufbieten. Das war auch wichtig, weil der Gegner im Mittelfeld gut agierte und einen sehr schnellen und jungen Mittelstürmer aufbieten konnte. Entsprechend stellten wir defensiver auf und opferten Staki, den wir eigentlich für die linke Außenbahn nehmen wollten. Dirk spielte damit auf der linken Seite und Thomas B. ging in den Sturm. Das Spiel war über die ganze Dauer ausgeglichen. Wir hatten die gegnerische Offensive recht gut im Griff und mussten keine richtig brenzligen Situationen überstehen. Nach vorne ging aber leider auch recht wenig. Wir waren nicht in der Lage, die doch recht „alte“ Abwehr richtig zu fordern. Hier zeigt sich, wie wichtig ein „Antreiber“ im Mittelfeld ist. Unser Konzept, Jonas über rechts immer wieder zu schicken, ging im Prinzip auf. Er war jedem seiner Gegenspieler läuferisch überlegen. Teilweise meilenweit. Allerdings kam er nie in den Strafraum und wir hatten auch nur wenige erfolgreiche Pässe in die Mitte. Von Flanken auf den langen Pfosten ganz zu schweigen. Wir waren trotzdem fast erfolgreich. Eine der besten Chancen hatte Tobias, als er auf der linken Außenbahn einfach mal auf das Tor schoss und der Torhüter nur mit Mühe den Einschlag in der rechten oberen Ecke verhindern konnte.
In der Halbzeit wurde nicht viel gesprochen, es war einfach ein ziemlich maues Spiel. Wir wechselten nochmal und starteten mit frischem Wind in Hälfte zwei. Leider wurde es offensiv nicht besser. Wir vertändelten oft den Ball und entschieden uns falsch. Meist nahmen wir in aussichtsreichen Situationen unnötig das Tempo raus. Oder wir nutzen den Flügellauf nicht für eine gute Flanke. Wir hatten trotzdem Chancen. Jan hatte z.B. eine sehr gute Gelegenheit über einen Freistoß. Wenn´s aus dem Spiel nicht klappt, muss das eben her. Aber wir schafften es einfach nicht. Stattdessen kullerten wir uns einen Ball selber rein. Nach einer Ecke. Keiner geht richtig hin. Irgendwie springt der Ball unserem Abwehrspieler an den Fuß und da dieser gerade Richtung Tor guckt, rollt der Ball eben rein. Danach bäumten wir uns nochmal auf. Und wir hatten noch gute Aktionen. Ein verheißungsvoller Konter wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. Ein letzter Pass kurz danach war zu ungenau. Das Spiel endete 1:0 für die Gastgeber
Fazit:
Auf dem Papier eine gute Besetzung. Aber irgendwie hat es nicht gepasst. Wir hatten keine Durchschlagskraft nach vorn. Und dann kann man nicht gewinnen. Und so treten auch die schönen Anekdoten rund um Eichhörnchen am Spieß leider in den Hintergrund.
Vielen Dank an alle, die dabei waren. Das nächste Spiel ist gegen Vockerode/Wörlitz.
Aufstellung: Mosch – Sven K., Tobias, Staki, Andreas E. – Dirk, Jan, S. Wolf, Jonas – Kevin, Thomas B.
Bank: Sven M., Ralf, Yami
Eintracht/GW Dessau - FSG Steutz/Leps 1:4 (0:3)
- Details
- Kategorie: Neuigkeiten
- Veröffentlicht am Freitag, 05. September 2025 14:59
- Geschrieben von Andreas Eichler
- Zugriffe: 304
Nach einem fantastischen Start in das zweite Halbjahr mit 2 Siegen und einer Niederlage im Juli, konnten wir das im August leider nicht fortsetzen.
Freitagabend. Fußballzeit. Föllig unterlegen gegen Steutz.
Wir konnten am vergangenen Freitag auf die maximale Spieleranzahl zurückgreifen, wenn man unsere Trikotausstattung betrachtet. Entsprechend hatten wir uns Hoffnungen gemacht, dass wir mit viel Einsatz dagegenhalten können und eines unserer letzten Heimspiele für dieses Jahr auch erfolgreich bestreiten. Erjon hatte sich für eine Hälfte angekündigt und insgesamt waren wir qualitativ und quantitativ gut besetzt.
Leider ist das nicht immer ausschlaggebend. Die PS müssen auch auf die Straße gebracht werden. Letzten Freitag spielten wir gegen einen routinierten Gegner, bei dem jeder Mitspieler intuitiv wusste, wo der jeweils andere anzuspielen ist. Das war auf unserer Seite leider überhaupt nicht so. Wir spielten mit einer formal sicheren Abwehr. Aber schon nach wenigen Angriffen zeigte sich, dass Steutz mit einfachsten Mitteln über lange Bälle erfolgreich war. Das ist nicht immer der Abwehr anzurechnen. Der Paßgeber war mehrheitlich frei bzw. konnte das Mittelfeld immer ruhig nochmal quer spielen. Wir liefen in der Defensive immer wieder hinterher, vor allem, wenn wir sehr hoch standen. Kein Vorwurf an den Schiedsrichter. Ohne Linienrichter ist es nicht leicht. Trotz unserer Schwierigkeiten in der Abwehr hatten wir die erste richtige Gelegenheit. Ein Querpaß von Sascha landete im 5-Meter-Raum und sprang irgendwem an die Hand. Alle riefen entsprechend und unterbrachen das Spiel. Weil es natürlich Elfmeter sein sollte. Nach Meckerei durch Steutz und Rückfrage bei Kristo war aber klar, es war Hand durch den Stürmer. Ohne Rufen hätte keiner gepfiffen. Nachschuss wäre möglich gewesen. Schade um diese Gelegenheit.
Steutz spielte danach innerhalb weniger Minuten dreimal unsere Abwehr aus. Je einmal über links und rechts und einmal mit dem langen Ball über die Mitte. Der Stürmer mit dem vermutlich griechischen Vornamen konnte sich mindestens zweimal bedanken und Colli verletzte sich bei einer Aktion auch noch. So stand es zur Halbzeit recht nüchtern 0:3.
Erwähnenswert ist leider noch die Tatsache, dass Connor auf unserem nur notdürftig präpartierten Platz irgendwie in ein Loch trat und sich dabei das Sprungelenk lädierte. Dabei sollte er Spielpraxis sammeln.
In der Pause wurde nur besprochen, dass wir möglichst die langen Bälle verhindern wollen. Es gab ein, zwei Umstellungen, aber eigentlich lag es nicht am Personal. Es lag an unterschiedlichen Spielkonzepten der Protagonisten. Man konnte deutlich sehen, dass wir quasi ohne Alternativkonzept spielten. Generell wurde fast immer der zentrale Mittelfeldspieler gesucht. Dieser war immer bedrängt. Und da er keine Hilfe bekam, versuchte er sich erstmal Raum zu verschaffen. Steutz konnte unser Spiel so immer wieder stören, weil der Mittelfeldspieler mit dem Rücken zur Angriffsrichtung eben auch nicht wußte wohin. Einige Angriffe wurden über die Außen geführt. So kamen wir in Strafraumnähe und konnten auch mal Einwürfe und Ecken herausholen. Eine dieser Ecken führte zum Anschlusstreffer. Die Hereingabe wird nicht richtig geklärt, es herrscht ein wenig Chaos. Der Ball landet an der Strafraumgrenze und S.Wolf zieht einfach mal ab. Der Gegner meinte, es sah nach Klärungsversuch aus. Aus meiner Sicht war das ganz klar gewollt. In den Winkel rechts oben.
Wer jetzt dachte, es wäre plötzlich schwierig für Steutz, rieb sich die Augen. Leider schafften wir es nicht, diesen Schwung mitzunehmen. Während einige völlig übertrieben jedem Ball nachliefen, verlegten sich andere aufs diskutieren. Manche schafften auch beides. Klingt dramatisch, ganz so schlimm war´s nicht. Aber wir haben uns selbst den Stecker für´s Nachsetzen gezogen. Fußball funktioniert nur, wenn das Ego zu Hause bleibt. So spielten wir zwar weiter nach vorne und unsere Abwehr wurde auch sicherer, aber wir konnten nicht mehr richtig gefährlich werden. Mit einem der letzten Angriffe erhöhte Steutz auf 4:1, weil der Schreiberling kraftlos einen sicheren Ball an der Seitenlinie nicht klärt und dem Stürmer die Möglichkeit zur Flanke gibt. Mosch, mittlerweile im Tor für Colli, sah die Flanke zu spät und entsprechend konnte der Stürmer am langen Pfosten vollenden.
Man muss die Qualität und die Routine des Gegners anerkennen. Aber wir hatten ihn auch nie im stressigen Bereich.
Vielen Dank an die Unterstützer aus dem aktiven Bereich, an alle Fans und natürlich an Yami für die umsichtige Spielleitung.
Aufstellung: Collmann - Gaston, Andreas E., Erjon, Sven K. - Ronny, Spange, Connor, Sascha - Dirk, Kristo
Bank: Sven M. Jonas, Ralf, Jan, Mosch, S. Wolf, Thomas E.
DSV 97 - Eintracht/GW Dessau 3:1 (1:0)
- Details
- Kategorie: Neuigkeiten
- Veröffentlicht am Sonntag, 10. August 2025 16:59
- Geschrieben von Andreas Eichler
- Zugriffe: 429
Der erfolgreiche Juli ist vorbei und nach einem Wochenende mit der 75-Jahr-Feier unseres Trägervereins starteten wir am Freitag in den August. Da gleichzeitig die heiße Phase der Saisonvorbereitung bei den Aktiven im Gange ist und einige bei uns Urlaub oder Spätschicht hatten, war nicht klar, wie zahlreich wir werden würden.
Wir spielten beim DSV97, einem der stärksten Gegner, die wir so auf dem Papier haben. Eigentlich wäre es ein Heimspiel gewesen, aber wir hatten das Hinspiel getauscht und reisten dieses Mal entsprechend zum DSV. Und es das Spiel war weitaus enger, als man es vorher erwarten durfte.
Freitagabend. Fußballzeit. Fußballspannung vom Feinsten an den Kienfichten.
Bis wenige Stunden vor dem Spiel war nicht so richtig klar, wieviele wir denn nun werden und vor allem, wer in´s Tor geht. Bernd wollte sogar früher aus seinem Urlaub zurückkommen. Aber wir waren eine sehr "erfahrene" Mannschaft, wenn man Alter und Erfahrung gleichsetzt. Kurzfristig delegierte Yami aber dann noch ein paar Spieler der ersten Mannschaft, um ihnen Spielpraxis auf hohem Niveau zu gönnen. Und Sebastian Wolf meldete sich auch noch an. Wir waren unfassbare 17 Spieler. Entsprechen informierte der Schreiberling den Gegner, da wir ja mit Paul einen sehr jugendlichen Torwart in´s Tor stellen wollten. Zitat: "....macht ruhig, wir sind heute sehr gut besetzt."
Und dem kann man nur beipflichten. Das Spiel war von der ersten bis letzten Minute unfassbar rassig, intensiv und vor allem schnell. Hätten nicht die Spieler unseres Gegners nicht immer mal die Entscheidungen des Schiedsrichters korrigiert und hätte vor allem das erste Tor nach wenigen Sekunden gezählt, wer weiß wie das alles gelaufen wäre. Nach nicht mal einer Minute hatte es geklingelt, aber der Torschütze stand im Abseits. Vorteil für uns, wir waren wach und ordneten uns entsprechend. Und wir hatten mit Paul einen herausragenden Torwart. Während wir die komplette erste Hälfte fast ausschließlich mit Verteidigung beschäftigt waren, steigerten wir uns von Minute zu Minute und nutzten den Gegner ab. Anders kann man es nicht ausdrücken. Der DSV wechselte regelmäßig, immer jüngere und flinkere Spieler rannten an, aber die Lücken wurden immer kleiner. Und obwohl auch wir regelmäßig gewechselt haben, wurde die Ordnung beibehalten und wir unterstützten uns mustergültig. Dadurch konnten wir mit zunehmender Spielzeit tatsächlich Kontrolle gewinnen und auch eigene, wenn auch zaghafte Angriffe vortragen. Hier zeigte vor allem Jonas, dass er jedem der Gegner läuferisch überlegen war. Leider war er so schnell, dass wir nicht nachrücken konnten. Das müssen wir üben. Der Gegner erhöhte aber immer weiter die Bemühungen und wir mussten einiges weg verteidigen. Wenn ein Stürmer doch einmal durch war, fing einfach Paul den Ball oder parierte in letzter Sekunde. Wir bügelten alle Fehler aus und brachten den Gegner schon dazu, das eigene System in Frage zu stellen. Wir hielten die Null bis eine Minute vor der Pause. Da hatten wir zu viel Unordnung nach einem Wechsel und entsprechend stand plötzlich Thomas B. gegen einen maximal halb so alten Spieler, der auch noch wesentlich schneller war. Ein Lupfer ohne Chance für Paul und es stand 0:1.
In der Pause gab es nur eins zu sagen: "Wenn wir unsere Intensität aufrechterhalten können, wird es spannend bleiben".
Um es vorwegzunehmen, das haben wir geschafft. Auch in der zweiten Hälfte wogte das Spiel erstmal nur in unsere Richtung. In einem der ersten Angriffe bekommt der Gegner eine Ecke zugesprochen, viel Trubel im Strafraum, der Ball fällt kurz vor der Torlinie dem Schreiberling vor die Füße. Kurzentschlossen versuchte dieser zu klären. Direkt vor die Füße von Denny und von diesen sprang der Ball in Richtung lange Ecke. Paul versuchte zu retten. Trotzdem drin. Ätzend und ein ganz beschissener Zeitpunkt. Aber es brachte den Damm nicht zum Einsturz. Im Gegenteil. Mit zunehmder Dauer erwehrten wir uns erfolgreicher. Paul hielt weiterhin jeden Ball. Der Gegner vergab auch einige Dinger recht kläglich. Es blieb spannend und Redi, Spange und Jonas sorgten immer wieder für Gefahr. Der Gegner wurde gezwungen, schnell zu spielen und sich die Bälle zu erarbeiten. Kein Pass war leicht, entsprechend konnte die Abwehr auch immer mal dazwischen gehen. Und auch der DSV musste verteidigen. Kevin hatte zwei gute Gelegenheiten nach Vorarbeit von Redi, leider fehlte ihm das Schussglück. Aber wir konnten den Anschluss erzielen. Nach mehreren sehr guten Aktionen über rechts, bei denen Sven M., Jonas und Redi immer wieder pressten, konnte Redi plötzlich in den Strafraum dribbeln. Querpaß auf den frei stehenden Kristo. 2:1
Danach wurden die Angriffe des Gegners regelrecht wütend, aber wir konnten immer wieder klären. Bis auf einen Eckball. Das einzige Mal im Spiel ließ sich Paul von einem Gegenspieler auf die falsche Fährte locken und prompt segelte der Ball über ihn auf die lange Ecke. Dort stand ein Stürmer und der Schreiberling. Leider letzterer nicht "innen", wie es sich gehört und entsprechend konnte der Stürmer einköpfen. Wenn man bedenkt, dass Kevin kurz danach einen seiner 2 Hochkaräter hat, kann man sich schon ärgern. Völlig unerwartet und für den Gegner auch unakzeptabel war in Unentschieden drin.
Dank einer herausragenden Mannschaftsleistung, die auch vom Gegner gewürdigt wurde. Man muss ehrlich sein, Paul hatte einen Sahnetag. Aber alles passte zusammen. Ein glänzender Torhüter ist nichts wert, wenn die Vorderleute "Wilde Sau" spielen. Am Freitag hat alles gepaßt und so müssen wir nicht traurig sein, dass wir verloren haben. Im Gegenteil. Das war eine sehr gute Leistung gegen ein hochklassiges Team.
Vielen Dank an die zahlreichen Zaungäste für die moralische und lautstarke Unterstützung und an Erjon für die Übernahme der Trainerfunktion.
Startelf: Paul - Ingo K., Andreas E., Denny, Sebastian W. - Kevin, Redi, Spange, Ronny B. - Dirk, Kristo
Bank: Sven M., Sven K., Jelschi, Ralf, Thomas B., Jonas
Stahlbau Dessau - Eintracht/GW Dessau 1:1 (1:1)
- Details
- Kategorie: Neuigkeiten
- Veröffentlicht am Samstag, 12. Juli 2025 17:53
- Geschrieben von Andreas Eichler
- Zugriffe: 315
Am vergangenen Freitag hätten wir eigentlich gegen Muldenstein spielen sollen. Mosch hatte uns dieses Spiel organisiert und trotz des ausgefallenen Trainings waren alle hochmotiviert. Nach einem nicht unbedingt erwarteten Erfolg in Kochstedt wollten wir direkt den nächsten Erfolg holen. Leider konnte man in Muldenstein nicht die nötigen Spieler auftreiben und so fanden wir einen Ersatz, bei dem man normalerweise nichts Zählbares mitnimmt. Stahlbau.
Freitagabend, Fußballzeit. Immer noch ungeschlagen im zweiten Halbjahr 2025.
Wenn man sich an die letzten Spiele gegen Stahlbau erinnert, dann denkt man da meist an offene Spiele. Beide Seiten spielen offensiv und es bieten sich immer Räume. Leider nutzte unser Gegner in den letzten Spielen diese Räume wesentlich besser. Das liegt aber auch immer ein wenig an der leicht höheren Qualität auf der anderen Seite. Beim Spiel am Freitag musste Stahlbau auf alle möglichen noch aktiven Spieler (Kwiatkowski, Hänsch, Gerstmann) zurückgreifen, um überhaupt eine Mannschaft stellen zu können. Dass wir dieses Spiel trotzdem bis auf die letzte Viertelstunde ausgeglichen gestalten konnten, war nicht unbedingt zu erwarten. Wir hatten unsererseits Unterstützung durch Tobi, Staki und Wolfi. Dadurch ergab sich aber direkt das Problem, eine passende Aufstellung zu finden. Wir hatten einfach keine klassischen Außenverteidiger dabei. Wir entschieden uns daher für eine Dreierkette mit Tobi, Erjon und Staki, der kurz vor dem Spiel noch zu Gunsten von Wolfi in die Defensive gewechselt war. Das Spiel begann mit mehreren gut vorgetragenen Angriffe der Stahlbauer. Man verschob und wechselte die Positionen, wodurch vor allem unser Mittelfeld immer wieder ohne Gegner dastand. Die dadurch entstehenden Überzahlsituationen brachten dann die Außen in Bedrängnis, weil man eben nicht 1 gegen 1 spielte, sondern immer mindestens einer nachrückte und den Verteidiger unter Druck setzte. Aber wir konnten uns gut wehren und die ersten Wellen unterbrechen. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kamen wir dann auch mal über die Mittellinie. Vor allem Kristo leistete mit Frank auf der rechten Seite hier Einiges. Der Unmut bei Stahlbau war spürbar. Wir erspielten uns Ecken und eine davon führte zur Führung. Der Ball landete bei Kristo auf dem Rücken und es konnte nicht ganz geklärt werden, ob er von dort direkt ins Tor fiel oder ob noch ein Abwehrbein entscheidend abfälschte. Auf jeden Fall pfiff der umsichtige Schiri zur Mitte. Stahlbau war angefressen, gereizt. Geweckt. Entsprechend änderte sich der Zug nach vorn. Andy Hänsch gab seinen Posten in der Verteidigung auf und spielte plötzlich neben Kevin Gerstmann in der Mitte. Aufgrund unserer einsetzenden Erschöpfung, da man wirklich pausenlos aktiv sein musste, wurden die Lücken etwas größer. Stahlbau erhöhte die Angriffsbemühungen immer weiter und am Ende kam auch noch Glück dazu. Zwei freie Spieler vor der Abwehr. Hänsch spielte quer auf Gerstmann, der Ball wird abgefälscht, Martin kann nicht richtig festhalten, Gerstmann setzt nach und der Ball ist drin. Mit 1:1 ging´s in die Pause.
Kaum jemand redete, weil alle damit beschäftigt waren, Elektrolyte aufzutanken bzw. durchzuschnaufen. Es wurde nur kurz angesprochen, dass die Zentrale verteidigt werden muss und dass Kristo und Dirk nicht gleichzeitig wechseln dürfen. Wir brauchten Entlastung. Ich bin mir nicht sicher, ob wir die in Hälfte zwei überhaupt mal hatten. Wir spielten 35 Minuten tendenziell in der eigenen Hälfte. Und an den Gesichtern der gestandenen Spieler in unseren Reihen konnte man sehen, dass sich keiner schonte bzw. noch großartige Reserven hatte. Stahlbau drückte immer weiter. Vor allem Kevin Gerstmann war unermüdlich und versuchte immer wieder, für Andy Hänsch und Martin irgendwie Chancen zu kreiieren. Es gelang ihm auch regelmäßig. Aber wir waren wach und verhinderten mehrmals auf der letzten Rille. Oder wir hatten Glück, dass der Gegner zu genau zielte oder völlig freistehend knapp über die Querlatte köpfte. Und am Ende können wir uns auch bei Martin bedanken, der in der entscheidenden Phase nicht mehr spekulierte, sondern sich einfach mehrfach quer in die Schussbahn warf. Auch wenn er nach dem Spiel sagte, dass das viel Glück war, konnte er so zwei sichere Torchancen entschärfen. Vor allem in den letzten 15 Minuten, in denen wir sozusagen mit 4 defensiven Mittelfeldspielern aktiv waren und trotzdem nicht alles verhindern konnten, rechnete jeder irgendwie mit dem 2:1 für Stahlbau. Aber es kam nicht. Sensationell erkämpften wir uns ein 1:1. Chapeau
Fazit:
Ich hatte es im letzten Spiel angedeutet. Mit einer defensiven Leistung wie in Kochstedt können wir immer erfolgreich sein. Natürlich profitieren wir davon, wenn Erjon, Staki und Tobi hinten einfach sicher stehen und nicht aus der Ruhe kommen. Aber man hat teilweise gesehen, dass wir bei richtigem Druck selbst mit dieser Dreierkette „schwimmen“. Dann haben wir nur eine Chance, wenn sich eben keiner auf den anderen verlässt, sondern seinen Teil in die Waagschale schmeißt. Das haben wir am Freitag getan und somit hat sich die Mannschaft den Punkt mehr als redlich verdient.
Hoffen wir, dass Redi Anfang der zweiten Hälfte nicht wie augenscheinlich zu vermuten einen Nasenbeinbruch davon getragen hat. Maggi Merker hatte den Ball abschirmen wollen und im den Handrücken ins Gesicht gewedelt. Insofern wünschen wir Redi Gute Besserung.
Vielen Dank ausdrücklich an die knapp 20 Zuschauer aus den Reihen unserer Traditionsmannschaft und den Aktiven von Grün-Weiß.
Aufstellung: Martin – Staki, Tobi, Erjon, – Frank S., Redi, Jan, Andreas E., Wolfi – Dirk, Kristo
Bank: Sven M., Ralf, Bernd











