TuS Kochstedt - Eintracht/GW Dessau 2:5 (0:1)
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- Veröffentlicht am Sonntag, 06. Juli 2025 13:17
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Am vergangenen Freitag hätten wir eigentlich in Walternienburg spielen sollen. Ein toller Fußballplatz in der Zerbster Serengeti, aber man kann dort mittlerweile keine AH Mannschaft mehr zusammenbringen. Dieses Schicksal hat schon viele unserer traditionellen Gegner ereilt und entsprechend ist es schön, dass wir mittlerweile jeden Freitag relativ problemlos eine Truppe zusammenbekommen. Unsere „Jugendlichen“, die uns immer wieder aus der Patsche geholfen haben, können sich anderen Beschäftigungen widmen und für die neue Saison der 1. Mannschaft trainieren. Am Freitag spielten wir ersatzweise in Kochstedt und dass wir dort so auftreten, war nicht unbedingt zu erwarten.
Freitagabend, Fußballzeit. Das schönste Spiel, das wir je gespielt haben.
Das klingt nach einer Übertreibung, aber es handelt sich um ein Zitat von Erjon kurz nach dem Spiel. Nachdem wir uns in der Woche bei über 30 Grad beim Training um die Schattenplätze gestritten hatten, war es nicht unbedingt klar, dass wir am Freitag so vielzählig nach Kochstedt fahren konnten. Anlässlich des Stadtfestes wollte aber unbedingt Berzi mitwirken. Obwohl Dirk und Sven K. Aufgrund von Klimaanlagenhusten nicht mitmachen konnten, waren es am Ende 14 Mann, die in Kochstedt aufliefen, dazu natürlich wieder einige Ultras, die im Ernstfall für einen Spielabbruch sorgen wollten. Aber das war garnicht notwendig. Stattdessen genoss man draußen das eine oder andere, eigentlich den Spielern vorbehaltene Bier. Weil es ein ansehnliches, taktisch gesprägtes, spannendes und von uns richtig gutes Spiel war. Wir starteten mit einer Viererabwehr mit Sven M., Andreas E., Gaston vor Erjon. Meistenteils standen wir ziemlich tief in der eigenen Hälfte, aber weil auch die Reihe davor diszipliniert auf die möglichen Passwege achtete, fiel Kochstedt schon nach kurzer Zeit nichts mehr ein. Wir standen bis auf wenige Ausnahmen immer so, dass man nach wenigen Abspielen schon wieder umdrehte und den Ball Richtung Kochstedter Tor spielen musste. Dort stellten Kristo und Berzi als Stürmer die letzte Reihe recht clever zu, so dass Kochstedt ziemlich häufig den Torhüter einbeziehen musste. Daher war es nicht verwunderlich, dass wir unsere Chancen bekamen. Man fängt eben doch mal den Ball ab, wenn man eng steht und den Gegner immer wieder unter Druck setzt. Da alle am Spiel teilnahmen, war es für unseren Gegner schwer auszurechnen. Da kann ich Erjon nur beipflichten, das war richtig gut in der ersten Hälfte. Leider belohnten wir uns noch nicht. Wir hatten mehrere Gelegenheiten, zwei davon durch Berzi, die auf jeden Fall ein Tor verdient hätten. Das schoss dann quasi aus dem Nichts der Gegner. Unsere beste Chance wurde kurz vor dem Strafraum eingeleitet durch Andreas E. Mit einem Paß auf Kristo, der wiederum flach quer in die Mitte schob. Keine Ahnung wie der Gegner das machte, aber der Ball war nicht drin. Stattdessen führte der Block zu einem Konter durch Kochstedt. Durch die Mitte. Da hat man gesehen, was schlechtestenfalls passieren kann, wenn ein Spieler nicht zurückläuft und der Gegner genau durch diesen Raum läuft. Die erste Reihe von Kochstedt nimmt alle Abwehrspieler mit und legt den Ball in die zweite Reihe. Der Spieler hat ca. 2 Meter Vorsprung vor Andreas E. Und kann sich entsprechend aussuchen, was er macht. Er sieht leider routiniert, dass Martin leicht zu weit in der kurzen Ecke steht und schießt platziert an ihm vorbei. Das war mega ärgerlich. Kurz danach war Pause.
Hälfte zwei begann mit dem gleichen Bild. Kochstedt versuchte uns einzuschnüren. Aber wir standen so gut, dass die wirklich gefährlichen Pässe nicht möglich waren. War mal einer überlaufen, stellte sich einfach der nächste hin. Die spielerische Klasse von Kochstedt kam nicht zum Tragen. Stattdessen nutzten wir auf einmal die Räume. Kochstedt stand meist hoch an der Mittellinie und entsprechend waren Konter möglich. Und wir spielten sie. Ich würde sagen, mindestens 10 geile Konter in Hälfte zwei. Die ersten vergaben wir. Zum Beispiel, weil Kristo nicht mit dem Ball ins Tor lief, als er einmal schon am Torhüter vorbei war. Der Ball wäre vermutlich vor der Linie liegen geblieben, aber der Abwehrspieler klärte. Kurz danach klingelte es aber das erste Mal. Berzi wurde mal wieder auf links freigespielt und stahl sich in den Strafraum. Mit der bekannten Seelenruhe guckte er den Paßweg aus. Kristo musste nur noch die rechte Klebe dran halten und es stand 1:1. Daraufhin wollte Kochstedt vermutlich mehr machen. Man spielte auch weiter nach vorn. Aber man übertrieb es. Die Abwehr war blank. Frank, Gaston, Redi, Berzi, Jan und Kristo kamen immer wieder nach vorn. Meist im klassischen Konter, wo der Ballführende 2-3 Spieler schicken kann. Mega schwer für den Abwehrspieler. Aber man muss solche Konter auch erstmal erfolgreich zu Ende spielen. Wir taten das. Redi und Frank konnten unser zweites und drittes Tor erzielen. Der Torhüter sah dabei nicht immer gut aus. Berzi wollte dann irgendwann mal runter. Es kam Ralf. Und schrieb Geschichte könnte man sagen. Wenn man ein fußballromantisches Märchen schreiben möchte. Quasi im nächsten Angriff sprintet Gaston auf rechts an allen vorbei und legt den Ball quer in die Mitte. Ralf steht dort, wo er auch im Training immer steht. Am langen Pfosten und lenkt den Ball mit links rein. Selbst die Abwehrspieler liefen nach vorn, um Ralf dafür zu beglückwünschen. Ralf ging im Prinzip auch direkt wieder runter und fortan spielten wir nur noch mit einem Stürmer. Trotzdem konnte Kristo noch einmal einnetzen und ab da war nur noch verteidigen angesagt. Der Gegentreffer durch einen sehenswerten Freistoß war nur noch Kosmetik für Kochstedt. Das war das beste Spiel seit unserem letzten Sieg in Kochstedt. Damals vor ca. 10 Jahren mit Ibor im Team.
Fazit:
Man kann den Satz von Erjon so stehen lassen. Es war ein wirklich gelungenes Spiel. Das wäre es auch gewesen, wenn wir die Art und Weise, wie wir in Kochstedt aufgetreten sind, brotlos nur einfach so weiter gezeigt hätten. Aber im Fußball zählen nun mal Tore. Unsere defensive Disziplin und die Ruhe, die wir im ganzen Spiel hatten, muss der Maßstab für den Rest der Saison sein.
Vielen Dank an alle für das geile Spiel und an alle Zuschauer für die spürbare Unterstützung.
Aufstellung:
Martin – Gaston, Erjon, Andreas E., Sven M. – Frank S., Redi, Jan, Lepser – Andreas B., Kristo
Bank: Endri, Jelschi, Ralf
SV Badegast - Eintracht/GW Dessau 0:3 (0:1)
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- Veröffentlicht am Montag, 16. Juni 2025 08:59
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Es gibt abergläubische Menschen. Viele haben Angst vor schwarzen Katzen, die den Weg kreuzen und kaum jemand würde unter einer Leiter durchgehen. Der zerbrochene Spiegel ist ganz großer Mist und zwischen Weihnachten und Neujahr sollte man keine Wäsche waschen. Fußballer betreten immer mit demselben Fuß zuerst das Spielfeld und bekreuzigen sich. Sieht man regelmäßig im Fernsehen. Bei uns scheint es andersrum zu sein. Es musste erst ein Freitag, der 13. her, damit wir den ersten Sieg einfahren. Viel krasser kann es in Sachen Aberglaube nicht sein, aber zum Glück geben wir alle nichts darauf. Sonst müssten wir wahrscheinlich bis August 2027 warten, bevor wir das nächste Mal erfolgreich sind. Vorsichtshalber sollten wir uns beim nächsten Training gegenseitig 3mal über die Schulter spucken.
Freitagabend, Fußballzeit. Follkommen verdienter Sieg in Groß-Badegast.
Im Laufe der Woche hatte sich abgezeichnet, dass wir mit einem personell guten Aufgebot in den Köthener Vorort reisen konnten. Die Ankündigung, es gäbe dort Langos im Rahmen des Caterings, erhöhte vermutlich die Motivation. Nachher gab es nur Bockwürstchen und Bier, dafür aber endlich den ersten Saisonsieg. Kurz vor dem Spiel mussten Eschi, Thomas B. und Mosch absagen, somit stand uns eigentlich nur 1 Auswechselspieler zur Verfügung. Genau so kurzfristig hatte aber Andy Hänsch sein Interesse bekundet, mal wieder mitzuwirken. Die schlechteste Idee war das nicht. Mit einer fast komplett neuen Abwehrformation starteten wir also ins Spiel. Die Erwärmung hatte auf beiden Seiten Klärchen übernommen. Der erste richtig heiße Tag. Wir passten unser Spiel entsprechend an und verzichteten auf den langen Hafer. Stattdessen zogen wir ruhig und bedacht ein breites Spiel auf. Weitestgehend mit einfachen Pässen zum freien Nebenmann. Trotzdem war viel Bewegung im Spiel, wir schufen immer wieder Räume für den jeweiligen Mitspieler und wir hätten in Hälfte eins schon alles klar machen können. Kevin und Dirk hatten jeweils 2 Topchancen, Frank konnte über rechts im Minutentakt flanken. Andy wurde einmal im Strafraum mit Querpass freigespielt. Wir waren locker 70% in Ballbesitz und meist mit Mann und Maus in der gegnerischen Hälfte. Nur die Verwertung der Chancen und der Überlegenheit war mangelhaft. Kristo war es dann, der mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze unsere Führung besorgte.
Halbzeitstand 1:0
In Hälfte zwei veränderte sich das Bild etwas. Wir waren nicht mehr ganz so überlegen, auch wenn wir unser weiter regelmäßige Torchancen erarbeiten konnten. Es fiel allen etwas schwerer, zurückzulaufen. Das machte es dem Gegner leichter. Unser Strafraum sah sich einigen guten Angriffen ausgesetzt, aber wir konnten im Verbund alles klären. Unmut machte sich trotzdem breit, weil wir uns beim knappen Ergebnis natürlich Sorgen um den ersten Sieg machten. Auch in Hälfte zwei hatten wir wieder mindestens 5 hochkarätige Chancen. Redi mit einem Freistoß und einem weiteren Schuss an den rechten Innenpfosten. Dirk mit einem seiner Alleingänge Richtung Tor, leider gestoppt. Dazu einige gut angelegte Angriffe, bei denen nur der letzte Pass fehlte. Aber uns gelang die Absicherung des Ergebnisses. Jan schloss einmal selbst ab und legte kurz danach im Doppelpass für Erjon auf. Danach passierte nicht mehr viel, der Gegner akzeptierte die Niederlage. Wir blieben ohne Gegentor.
Das Spiel endete mit einem leicht zu niedrigen 3:0
Fazit:
Das war ein Sieg, der sich schon nach wenigen Minuten abzeichnete. Unser Spiel war einfach viel ruhiger als sonst. Tobias F., der mit Bernd das Trainergespann gab, fasste es wie folgt zusammen: "Das sieht gut aus, ihr müsst einfach nur weiterspielen." Bis auf ein paar Minuten in der zweiten Hälfte waren wir in den Kommentaren positiv. Kritik war in der entscheidenden Phase in der Mitte von Hälfte zwei aber notwendig. So blieben alle wach. Das hat allen sichtbar Spaß gemacht und ich denke, da wollen wir alle mehr.
Aufstellung: Martin – Gaston, Andy, Erjon, Andreas E - Kevin, Jan, Redi, Frank S. – Dirk, Kristo
Bank: Ralf, Sven K
Eintracht/GW Dessau - Germania 08 Roßlau 3:7 (2:3)
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- Veröffentlicht am Dienstag, 10. Juni 2025 08:46
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Der Mai ist vorbei und wir haben immer noch keinen Sieg in diesem Kalenderjahr. Zudem ist eigentlich Sommerpause bei den Aktiven, die sich verständlicherweise am Wochenende auch mal um was Anderes kümmern. Trotzdem konnten wir trotz des Fehlens von Dirk, Jan, Redi und Erjon am vergangenen Freitag auf 15 Leute zurückgreifen.
Freitagabend, Fußballzeit. Eine gute Halbzeit gegen Roßlau.
Würden wir nicht nur Freundschaftsspiele bestreiten, dann hätten wir eine Trainerdiskussion. Obwohl wir eigentlich keinen richtigen Trainer haben. Nach 6 Spielen stehen unseren mageren 10 Toren bereits fast 3mal so viele Gegentore gegenüber, nämlich 27. Am Sonntag im Doppelpass und in der Sport Bild würde man diese Zahlen thematisieren und den Trainer fragen, warum er eigentlich insgesamt schon 32 Spieler eingesetzt hat. Dabei weiß doch jedes Kind, dass Fußball auch ganz viel mit Abstimmung zu tun hat. Bei uns sind maximal 5-6 Leute wirklich abgestimmt. Das sind die Viel-Spieler. Am Freitag mussten wir auch noch auf 3 Offensivkräfte verzichten, wenn man mal Thomas E. und Andreas L. nicht mitzählt. Die Wahl der Aufstellung war also schwierig. Wer sollte das Spiel gestalten, wer könnte die Laufarbeit leisten. Vor allem erwarteten wir mit Roßlau einen Gegner, der in den vergangenen Spielen immer viele Chancen hatte. Entsprechend verwunderte es nicht, dass unser System schon nach wenigen Minuten an die Grenze kam. Der Gegner bewegte sich zwar nicht übermäßig viel, aber so klug, dass unsere Sechser immer wieder sehr tief standen und selbst Jelschi, der auf der 10 spielen sollte, am eigenen Strafraum agierte. Die Germania verlagerte sehr gut und bot zentral immer einen einfachen Querpass. Man wirkte eingespielt. Schnell lagen wir 0:1 hinten. Aber wir konterten das Tor direkt mit dem Anpfiff und stellten auf Unentschieden. Kristo erzielte sein erstes Saisontor. Kristo war auch an jedem Angriff beteiligt. Aber man merkte im an, dass er mit uns nicht abgestimmt ist. Das ist sicher auch ein Kommunikationsproblem. Während er vor allem im letzten Jahr durch minutenlange Sololäufe auffiel, hat er jetzt anscheinend immer mal das Abspiel im Sinn. Allerdings standen wir am Freitag immer viel zu tief. Entsprechend spielte Kristo immer nach hinten. Mitte der ersten Hälfte waren die ersten Wechsel fällig. Und sie brachten Unruhe ins Spiel. Rosslau konnte das Chaos ausnutzen und noch zweimal treffen. Mosch sah hier nicht immer glücklich aus. Er konnte aber auch einige Angriffe entschärfen. Wir kassierten noch 2 Gegentore, während Ronny zwischenzeitlich wieder den Ausgleich schoss.
Halbzeitstand 2:3
Mit Beginn der zweiten Hälfte wechselten wir wieder zurück. Startaufstellung. Aber irgendwie war jetzt Unruhe drin und (das ist schon ziemlich fatal) es machten sich die ersten konditionellen Probleme bemerkbar. Wenn unser Präsident Sven und unser Konditionstrainer Ralf aufgrund ihres Alters nicht mehr 70 Minuten rauf und runter flitzen, ist das zu akzeptieren. Am Freitag waren wir mit 8 Spielern in der Stamm-Elf, die noch aktiv spielen. Entsprechend ist der Einbruch in Hälfte zwei nicht nachvollziehbar. Wir spielten mit zunehmender Spieldauer nur noch mit zwei Ketten. Ein Teil der Spieler richtete sich in der gegnerischen Hälfte ein, während der andere Teil kaum noch über die Strafraumgrenze kam. Klingt dramatisch, aber vor allem nach der üblichen Wechselorgie kam kaum noch ein geordneter Spielaufbau zustande. Die Unzufriedenheit darüber brach sich in einige Diskussionen Bahn, die zusätzlich an der Konzentration und am Akku zehrten. Wir ermöglichten den Rosslauern noch 4 einfache Tore, während wir nur noch einmal trafen. Eine Vorlage im letzten Moment durch Kristo mit der Hacke und Frank stand völlig frei. Er verwandelte sicher in die lange Ecke. Ein langer Ball mit von Andreas E. mit anschließendem Torabschluss durch Kristo führte leider nur zu 2 Pfostentreffern.
Das Spiel endete mit 3:7
Fazit:
Wie schon oben erwähnt, spielen wir jede Woche mit einer anderen Truppe. Vor allem in der Zentrale ist einfach keine Konstanz drin. So wird es schwer, das eigene Tor richtig zu verteidigen, weil jeder eben auch ein wenig sein eigene Sichtweise auf Taktik und Spielweise hat. Und vor allem sind wir beim jeweiligen Nebenmann sehr kritisch. Die Diskussionen kosten Nerven und Kraft. Vielleicht können wir uns beim nächsten Spiel wieder darauf konzentrieren, den Nebenmann zu unterstützen und darauf Rücksicht zu nehmen, dass ein großer Teil unseres Teams Freizeit-Fußball betreibt. Mit den Unzulänglichkeiten, die dazu eben gehören.
Vielen Dank an alle Teilnehmer und natürlich an den umsichtig agierenden Schiedsrichter Erjon.
Nächste Woche geht´s nach Klein-Ungarn. Wir spielen in Großbadegast.
Aufstellung: Mosch – Gaston, Martin, Marco – Ronny B., Andreas E., Jelschi, Lepser, Frank S. – Ralf, Kristo
Bank: Thomas B., Sven K., Endri, Sven M.
Eintracht/GW Dessau - DSV 97 2:5 (1:3)
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- Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2025 08:27
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Der Traditionsmonat Mai neigt sich dem Ende entgegen. Wie schon im letzten Jahr war unser Spielplan gespickt mit Gegnern, mit denen wir schon jahrelang die „Schwerter“ kreuzen. Und auch wenn wir aus den 4 Spielen im Mai recht brotlos noch ohne Punkte dastehen, lässt sich zumindest etwas Positives finden. Wir waren am vergangenen Freitag zu Viele!!! Die Trikots hätten nicht gereicht, wenn alle hätten spielen wollen. So hatten wir stattdessen genügend Auswechselspieler und prallgefüllte Tribünen. So dürfte es gern immer sein. Doch nun zum Spiel.
Freitagabend, Fußballzeit. Fantastisch volles Stadion.
Der Gegner vom vergangenen Freitag, der DSV 97, kurz ZAB, hatte um eine Verlegung der Partie gebeten. Auf dem Gelände fand ein Rockkonzert statt und man erwartete tausende begeisterte Musikfans. Entsprechend spielten wir zuhause. Da der Verein auch das Keilriemenproblem am Rasenmäher kurzfristig lösen konnte, spielten wir auf einem gut präparierten Geläuf. Die Aufstellung wurde kurz vor Beginn noch einmal verändert, weil z.B. Miertschi unerwartet mit von der Partie war. Auch der Gegner war zahlreich erschienen und schon früh merkte man, dass dort ein klareres Konzept vorhanden war. Während wir behäbig und abwartend den nächsten Mann suchten, wusste man beim DSV immer, zu welcher Seite man sich drehen musste. Hinzu kam, dass wir wieder in der Mitte Probleme hatten. Das machte es dem Gegner leicht, die Anspielstationen in Ruhe zu suchen und dann meist mit Steilpässen für Stress zu sorgen. Alles auch mit ordentlich Tempo und da mussten wir uns erst einmal dran gewöhnen. Entsprechend klingelte es bereits in den ersten 5 Minuten. Wir klärten nicht energisch und der Gegner hatte einfach mehr Bock, an den Ball zu kommen. Wir steckten aber nicht den Kopf in den Sand. Nach einigen Minuten des „Wachwerdens“ kamen wir zu eigenen Aktionen. Hier zeigte sich immer wieder, dass wir eindimensional spielen. Kaum einmal wird der Ball über mehrere Stationen nach vorn getragen, meist geht es nur mit einem langen Ball. Wir konnten dennoch den Ausgleich erzielen und profitierten da von einer Einzelaktion durch Jonas. Der war einfach zu schnell für alle Beteiligten und flitzte an der Mittellinie los. Bis zum Strafraum konnte ihn keiner auch nur irgendwie behindern und er schoss überlegt ins lange Eck. Da sah es schon besser aus. Leider fingen wir uns direkt danach zwei Tore ein. Immer nach dem gleichen Muster. Der Spielaufbau über links kam ins Stocken, weil kein Anspiel möglich war und der dann folgende lange Hafer wurde geblockt. Das Laufduell in Richtung Tor gewann dann zweimal unser Gegner.
Halbzeitstand 1:3
Nach der Pause starteten wir erstmal mit 12 Mann. Was wieder eigentlich keinem auffiel. Alle trinken was, quatschen miteinander, aber keiner achtet auf die Aufstellung für Hälfte zwei. Entsprechend musste einer kurzfristig raus und auf dem Feld war nicht klar, wer eigentlich wo spielt. Die konditionellen Defizite spielten dann auch langsam eine Rolle, wir konnten schon nach knapp 10 Minuten nicht mehr geordnet verteidigen. Es fehlte eigentlich immer die komplette Mittelfeldreihe. Entweder standen mehrere Spieler vorne und konnten nicht zurücklaufen. Oder wir zogen uns alle auf einer Linie zurück und boten dem Gegner den Raum vor dem Strafraum an. Es war auch keiner da, der hier mal ordnend eingriff. Das war sehr schade, weil unser Gegner nicht seinen zielstrebigsten Tag hatte und viele Chancen verstreichen ließ. Und zudem hatten wir auch endlich mal einen Heimschiedsrichter, der sehr umsichtig pfiff und unsere Gegner mit Abseitspfiffen zermürbte. Wir kassierten in Hälfte zwei noch 2 Gegentreffer, wobei eins davon auf Jonas Kappe ging. Jonas sollte eigentlich nur aushelfen, spielte aber fast komplett durch. Zusätzlich zu den schönen Toren können wir uns vor allem für seinen Einsatz bedanken. Er war oft der Einzige, der in der Abwehr wirklich immer noch mal nachsetzte und damit einige Bälle ablaufen konnte. Unseren Treffer in Hälfte zwei schoss Redi. Stark abseitsverdächtig, obwohl der Ball nach Aussage mehrerer Spieler vom Gegner kam. Mein Stand der Dinge ist, dass eine bewusste Aktion ausgeführt werden muss, um das Abseits aufzuheben. Aber sei´s drum, so war uns wenigstens noch etwas Kosmetik vergönnt.
Das Spiel endete mit 2:5
Fazit:
Über das Spiel habe ich genug geschrieben. Ich denke, unsere Baustellen sind uns bekannt. Unterschiedliche Auffassungen im Spielaufbau. Unterschiedlich hoher Bewegungsdrang. Falsche Erwartungen an den Nebenmann. Einiges davon wird sich automatisch regeln, spätestens wenn im nächsten Heimspiel endlich der erste Sieg eingefahren wird. Aber kein Druck!!
Vielen Dank an die zahlreichen Fans und Unterstützer und vor allem an Knäcke, der sich endlich mal wieder hat sehen lassen. Und dann gleich mit ´nem Kasten. Sauber!!!
Aufstellung: Mosch – Miertschi, Andreas E., Sebastian W., Ingo. – Ronny B., Endri, Redi, Frank S. – Dirk, Kristo
Bank: Malte, Sven K., Jonas, Sven M. (Angaben ohne Gewähr)
Eintracht/GW Dessu - Stahl Aken 2:5
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- Veröffentlicht am Dienstag, 20. Mai 2025 12:44
- Geschrieben von Dirk
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Der Vorteil an begrenztem Personal ist ja, dass sich die Mannschaft quasi von selbst aufstellt und nur ein paar ordnende Positionsverschiebungen vorgenommen werden müssen. Unsere Gäste aus der Elbmetropole Aken hatten eher das Problem, die fünf Spieler auf der Auswechselbank zu besänftigen, die während des Spiels ungeduldig mit den Hufen scharrten. Typische Erste-Welt-Luxusprobleme, könnte man sagen.
Spannend bis zum Anpfiff war auch die Frage, wer denn eigentlich pfeifen würde. Patrick Wolfermann von der ersten Mannschaft erklärte sich dann spontan bereit, das Spiel zu leiten – auch unter dem Versprechen, nach dem Spiel ein isotonisches Getränk for free zu bekommen.
Wir begannen mit „Adlerauge“ Bernd im Tor. Davor spielten Jelschi, Erjon, Sven Köhler und Endri. Das Mittelfeld bildeten Redi und Lepser. Auf den Außenbahnen liefen Sebastian Wolf und Frank Schneider auf, während Kristo und Dirk im Sturm standen. Auf der Bank wurde es für Ralf nicht langweilig, da er die drei Kinder von Spielern betreute, die gerade auf dem Platz unterwegs waren. Das Positive gleich vorneweg: Keines der Kinder benötigte im Anschluss kinderpsychologische Betreuung.
Die spielstarken Akener begannen gewohnt druckvoll und konnten relativ früh die Führung erzielen. Die Hausherren waren noch zu harmlos, und der Akener Schlussmann sah die gegnerische Offensive nur von Weitem. Kurze Zeit später fiel dann auch schon das 0:2, und einige Spieler der gastgebenden Mannschaft befürchteten bereits eine herbe Niederlage – doch so schlimm kam es dann doch nicht.
Vor der Halbzeitpause dann das vermeintliche 0:3, aber es gab Einspruch. Der „Köthener Keller“ hatte nach intensivem Studium der Videobilder eine klare Abseitsposition erkannt, und der Unparteiische sowie sein imaginärer Wimpelschwenker an der Außenlinie beugten sich der Autorität.
In der Halbzeitpause kam dann auch Sven Malende dazu, sodass sich Sven Köhler an der Auswechselbank gemeinsam mit Ralf um die Kinderbetreuung kümmern konnte.
Auf dem Platz versuchten die Gastgeber, Aken mit aggressivem Pressing am Spielaufbau zu hindern – was durchaus Erfolg hatte. Aken wirkte etwas verunsichert und verlor den Spielfaden, was Erjon mit einem gezielten Schlenzer aus der Distanz zum 1:2-Anschlusstreffer nutzte. Pressing ist eine tolle Sache, wenn der Gegner keine schnellen Leute für Konter hat. Im Fall von Aken war das leider nicht der Fall. Durch solche überfallartigen Konter fielen dann die weiteren Tore für die Gäste, lediglich eine Ergebniskorrektur zum 2:5 war noch möglich – als Dirk nach mustergültigem Zuspiel von Redi nur noch den Ball einschieben musste.
Am Ende gewannen die Elbestädter das faire Spiel nicht unverdient, und die Spieler aus der Schlagbreite konnten sich nach anfänglichen Abstimmungsproblemen noch achtbar aus der Affäre ziehen.
Aufstellung:
Bernd, Jelschi, Erjon (1), Endri, Lepser, Sebastian Wolf, Sven Köhler, Ralf, Kristo, Dirk (1), Frank Schneider, Redi, Sven Malende











