Eintracht/GW Dessau - SV Stahlbau 3:5 (0:2)
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- Veröffentlicht am Samstag, 15. August 2020 09:30
- Geschrieben von Andreas Eichler
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Fußball gehört für mindestens 50% der einheimischen Bevölkerung zum Leben dazu wie Ketchup und Mayo zu den Pommes. Das Bier nach dem Fußball und das Auswerten der eigenen und fremden Unzulänglichkeiten ebenso. Unsere mindestens einmal im Jahr stattfindenden Derbys gegen das aus regionalen Topspielern zusammengestellte Team von Stahlbau sind eine ebenso so nicht mehr wegzudenkende Tradition wie die Einleitung unserer Spielberichte. Und weil mich Maggi mittlerweile immer drauf anspricht, beginnt dieser Bericht auch heute wieder mit:
Freitagabend. Fußballzeit. Verdammt enges Spiel dieses Mal gegen Stahlbau.
Vieleicht wird ein Teil der Leser sich jetzt fragen,ob ich noch alle Latten am Zaun habe, wenn ich nach einem 3:5 mit einem deutlichen Chancen-Plus für unseren Gegner von einem "verdammt engen Spiel" schreibe. Aber ich vergleiche das gestrige Spiel mit den Partien der letzten Jahre. Und im Verhältnis zum "Scheibenschiessen" im letzten Sommer haben wir gestern eine Glanzleistung abgeliefert. Man muss einfach auch realistisch sein und nicht erwarten, dass man diesen Gegner das ganze Spiel "im Griff" hat. Stahlbau spielt immer eine feine Klinge und hat aufgrund der eingesetzten Spieler immer Torchancen. Natürlich lässt sich unsere gute Leistung im gestrigen Spiel auch darauf zurückführen, dass wir mit einer sehr guten Besetzung auflaufen konnten. Neben den von Besmir organisierten Verstärkungen Beni, Sigi, Agron und Jedmir schnürten auch Robert, Miertschi und Sven von Grün-Weiss ihre Schuhe. So hatten wir immer genug Wechselmöglichkeiten bei Luftverhältnissen, von denen mir früher im Geografieunterricht erklärt wurde, dass es die nur in den Tropen gibt.
Doch nun zum Spiel.
In der ersten Viertelstunde zeigte sich schnell, dass wir am gestrigen Abend dagegenhalten wollten. Die Abwehr konnte den Kombinationen folgen und wir standen gut am Mann. Stahlbau zog zwar das gewohnt breite Spiel auf, aber wir konnten dagegenhalten. Dadurch hatten wir auch gute eigene Aktionen, weil wir nicht nur hinterherliefen, sondern unsere Ballgewinne auch gleich in eigene Aktionen ummünzen konnten. Robert und Dirk wollten aber die Gegner nicht zusätzlich anstacheln und nutzten ihre Chancen vorsichtshalber nicht. Unser erstes Gegentor fiel, als wir es das erste Mal nicht schafften, die Strafraumgrenze zu sichern. Stahlbau spielt manchmal wie auf dem Reißbrett. Wenn die Stürmer nicht frei sind, dann kommt eben der Rückpaß. Während wir das oft nur in der Theorie nach dem Spiel hinbekommen, kann man sich bei Stahlbau drauf verlassen. Der freistehende ehemalige Nationalspieler schlenzte daraufhin in die lange Ecke. Vorher hatte Bernd einige Male wirklich spektakulär gehalten und einen früheren Rückstand verhindert. Nach dem 0:1 hatten wir weiterhin Chancen und wir wechselten auch mal. Die übliche Unruhe mit der Diskussion um "Positionen" führte dann zu weiteren Chancen. Eine davon nutzte Stahlbau zum zweiten Tor nach einer Ecke.
Nach der Halbzeit hatten wir wieder erstmal Probleme mit der Aufstellung. 12 Mann auf dem Platz und die Strategie erstmal über den Haufen geschmissen. Die Hälfte der Spieler auf und neben dem Platz beschäftigte sich daher erstmal mit dem fehlenden linken Läufer und die entstandene Unordnung führte zum 0:3. Danach wurde nochmal gewechselt. Und wir hatten endlich unser erstes Erfolgserlebnis. Robert K. führte einen Eckball mustergültig aus und fand den "kleinsten Mann" auf dem Feld (Zitat: Robbie K.). Thomas E. köpfte den Ball härter Richtung Tor als manche von uns schießen. Ronny im Kasten konnte nichts machen. 1:3. Danach sah man, wozu es führt, wenn man Stahlbau reizt. Die Angriffsbemühungen wurden nochmal verschärft und der Gegner schoss noch zwei Tore. Aber wir waren auch noch nicht satt und so konnte Thomas E. nochmal einnetzen, nachdem er eine Vorlage von Dirk dazu nutzen konnte, den Torhüter auszuspielen. Und Dirk, der in der zweiten Hälfte rechter Läufer spielte, nutzte seine Räume und erzielte nach Vorlage von Robert auch einen Treffer. 3:5, wer hätte das gedacht.Danach plätscherte das Spiel noch ein wenig dahin, ohne dass noch was zählenswertes passierte.
Fazit:
Wie ich eingangs schrieb, war das unsere beste Leistung gegen Stahlbau seit 2-3 Jahren. Wir können auch gegen solche gut besetzten Teams bestehen, aber wir benötigen dafür wirklich jeden Mann. Vor allem aber benötigen wir ein Spiel, in dem jeder "an seine Grenzen geht". Sonst endet es so wie das Bayern-Spiel gestern Abend. Damit möchte ich natürlich nicht sagen, dass wir jemals Barcelona-Niveau erreichen werden, auch wenn Bernd gestern teilweise Reflexe wie Marc-Andre´ hatte. Jeder muss das komplette Spiel hellwach sein und zusätzlich noch bereit, den "Fehler" des Nebenmanns auszubügeln. Kraft für "Diskussionen" haben wir eigentlich nicht, aber auch die gehören dazu. Nach dem Spiel ist alles wieder okay und auch im "Meckern" steckt immer was Wahres.
Nächste Woche spielen wir wahrscheinlich gegen Steutz, allerdings müssen wir da wirklich viele Tore schießen. Immer, wenn Bernd übertrieben gelobt wird, macht er danach ein "Bogenlampenspiel".
In diesem Sinne: Allen Spielern von Freund und Feind und allen Kiebitzen von gestern Abend ein schönes Wochenende
Startelf:
Bernd - Sven K., Tobias, David, Andreas E. - Sven P., Thomas E., Thomas W., Sigi - Dirk, Robert
Bank: Besmir, Miertschi, Agron, Jedmir, Sven M., Beni
DSV 97 Dessau - Eintracht/ GW Dessau 3-1 (1-1)
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- Veröffentlicht am Freitag, 07. August 2020 12:45
- Geschrieben von Andreas Berzau
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Zum 2. Auswärtsauftritt in Folge machten die grün weißen Eintrachtler auf dem Rückweg aus Walternienburg , aus der Zerbster Oase quasi, den Zwischenstopp in Dessau Ziebigk. Beim DSV 97, wo es auch schon in der jüngeren Vergangenheit teils herbe Auftritte von uns gegeben hat, wobei auch die Serengeti Schlacht nicht vergessen werden darf. Einige wissen sich immer zu drücken und bleiben der Sache im Meisterhausviertel schon traditionell fern oder binden sich schlau die Finger zusammen
. Nee ,Quatsch..ordentlich Verletzte, Kranke, Arbeitende oder urlaubende Spieler mussten ersetzt werden und so wurden auf dem Rückweg der Oase Walternienburg Wüstensand gewohnte Spieler rekrutiert. Hier wurde der Chefscout für den Raum Vorderasien Besmir beauftragt und er brachte tatsächlich 6 Leute mit.
Das war letztendlich eine große organisatorische Hürde, neben und nachher auf dem Spielfeld, was zuvor ordentlich der Wässerung bedurfte, bei wahnsinnigen 36 Grad Aussentemperatur. Um es vorweg zu nehmen, sie haben es alle großartig gemeistert. Auch wenn es die Zahlen nach Abpfiff anders darstellen.
Zum Spiel: Von den 6 Neuen waren mit Sigi, Hamzah, Kujtim und Agron gleich 4 in der Startelf. Besmir hatte mit mit dem Anpfiff gleich ne gute Chance, als er sich durch alle Reihen tankte aber beim Abschluss zu hektisch war. Die Gastgeber hielten den Ball ruhig in den eigenen Reihen und spielten wie immer den besseren Ball. Wir hielten mit Leidenschaft und Willen dagegen, hatten Abschlüsse zu verzeichnen und/aber kostete dies schon in den ersten Minuten ziemlich viel Kraft. Die Verständigung untereinander, gerade defensiv, bereitete der Abwehr um Eichi, Sven, Walle und Martin im Tor mächtig Kopfzerbrechen, aber die beiden Thomasse machten viel Drecksarbeit nach hinten und bügelten viel aus. Klar ein bisschen Glück hier und da, aber wir konnten meist mit langen schnellen Bällen auf Besmir oder Sigi und Agron den Ball vom eigenen Tor fernhalten und hatten schon mindestens optisches Gleichgewicht, was Spielanteile betraf. Dazu kam mit Sven Malende im frühen Verlauf der ersten Halbzeit noch ein weiterer erfahrener Recke in die Abwehr hinzu.
Aus einer undurchsichtigen Position heraus kamen dann die Hausherren zur Führung, der abgefälschte Ball fluppte unglücklich unter Martins Wampe durch. Aber welch Wunder, war es dann im Laufe der ersten Halbzeit schon mit Herrlichkeit der Gastgeber zu Ende, denn sehr zur Überraschung gelang der Eintracht vor der Pause nach einem Zusammenspiel vom Doc und Thomas Werner der Ausgleich. Der Doc nahm Maß und aus halbrechter Position aus 30 Metern über Freund und Feind hinweg ins Tor. Bogenlampenartig. Da fielen der fröhlich heiteren Gesellschaft der VIP Lounge des Heimvereins schon das ein oder andere Schnitzel aus dem Mundwinkel.
Zur Pause hatten wir schon mehrfach gewechselt. Bock hatte kaum noch einer. Kaputt waren die Jungs. Absolut nachvollziehbar. Trotzdem gings nochmal los und die wütenden Angriffe der Heimelf um AS Dessau Legende Szibi gerade über ihre rechte Seite waren jetzt im Minutentakt zu sehen. Sven, eigentlich auch schon platt leistete auf der Seite Schwerstarbeit, war er doch meist alleine, aber unsere Jungs wehrten sich tapfer. Und gerade, als es wieder ruhiger werden sollte, verpasst unsere Abwehr eine der scharfen Hereingaben und der Stürmer braucht nur noch an Martin vorbei einzuschieben. Wieder quasi fast ein Geschenk, denn Martin hatte bis auf ein zwei Schüsschen wenig zu tun. Aber gerade im Vorwärtsgang mühte sich der Schlagbreitenexpress immer mehr und Entlastung gabs wenig.Zu schnell verloren wir die Bälle und der DSV drängte uns immer mehr in die eigene Hälfte. Einige nicklige Fouls, emotionale Auftritte unserer Gastspieler brachten deutlich Unruhe in unser Spiel, in der Besmir nochmal ne Schusschance hatte und danach ausgewechselt werden musste. Schon früh in Halbzeit 2. Unsere Hektik blieb bis in die Schlussekunden präsent. Das alles entscheidende 3-1, 5 Minuten vor Schluss, war dann der Deckel auf dem Topf. Auch hier gabs nach der Flanke von rechts ein Missverständnis zwischen Abwehr und Keeper.
Resümierend kann man durchaus der umständehalber von einem guten Auftritt sprechen, haben alle Jungs mit der Hitze zu kämpfen gehabt und man hatte nie das Gefühl, das einer nicht alles gegeben hat. Die Kommunikation auf dem Feld ist schon schwer genug für uns, gestern Abend jedoch eine zusätzliche Mammutaufgabe. Dafür haben es alle sehr gut gemacht und oben schon kurz angerissen, haben wir in der Vergangenheit mit besseren Personal auch schon viel viel schlechter ausgesehen. Deshalb ein großes Kompliment an alle Protagonisten von gestern Abend.
Danke an die Gastspieler als auch an Martin für den nicht selbstverständlichen Einsatz.
Aufstellung: M.Schlegel- Jedmir, Walle, A.Eichler, S.Köhler- Thomas Elste, Thomas Werner- Agron, Kujtim- Sigi, Besmir / Coach Achim
Bank: S.Malende, Eschi, R.Thieme, Hamzah, Beni
Als Fans fungierten vorbildlich Herfe, Bernd,Nils, Berzi
Auswärtssieg in der Zerbster Sahara
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- Veröffentlicht am Samstag, 01. August 2020 11:12
- Geschrieben von Andreas Eichler
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W´nienburger SV - Eintracht/GW Dessau 1:2 (0:1)
Unsere Saison hat erst vor einigen Wochen begonnen und bisher war es uns vergönnt, immer zuhause antreten zu dürfen. Das hat uns bisher 2 Siege und zwei Niederlagen beschert und wir hatten ein fast ausgeglichenes Torverhältnis. Mitten in der Ferienzeit hatten wir gestern unser erstes Auswärtsspiel. Noch dazu eine weite Reise, noch hinter Zerbst, aber dafür mit dem gepflegtesten Fußballplatz, auf dem wir so antreten dürfen. Ich nehme es mal vorweg, trotz unseres üblichen Personal-Roulettes ist unser Torverhältnis jetzt ausgeglichen und wir haben einen Sieg mehr auf dem Konto.
Freitagabend. Fußballzeit. Fragwürdige klimatische Bedingungen bei der Eintracht.
Dienstag beim Training stellte sich heraus, dass Besmir neben seinen Qualitäten als Stürmer mittlerweile auch an der Kondition arbeitet und (das ist viel wichtiger) eine nebenberufliche Karriere als Scout anstrebt. Dienstag waren es zwei Neue, die beide am Freitag nicht teilnehmen konnten. Aber Besmir´s Kontaktliste ist lang und so war gestern Abend ein gewisser Sigi
mit dabei. Dazu leicht verspätet Frank Schneider, der für Ralf die linke Seite übernahm. Wir begannen in wirklich fragwürdigen klimatischen Bedingungen am Rande der Zerbster Sahara, hatten aber bereits vor dem Spiel mehrmals 3 Euro in´s Phrasenschwein gezahlt für die Feststellungen, dass das Wetter und den Platz und den Ball ja schließlich beide Mannschaften haben. Das Spiel lief in Hälfte eins extrem ruhig und kontrolliert. Die recht schnell gefundene Aufstellung mit Tobias, David, Andreas E. und Thomas W. als Mittelachse sorgte fast das ganze Spiel für Stabilität. Bis auf wenige Ausnahmen behielten alle den Kopf oben und suchten den freien Nebenmann. Nur sehr selten spielten wir mal den langen Ball, auch weil wir bei mehr als 30 Grad und praller Sonne ein wenig mit den Kräften sparen wollten. In Hälfte eins hatten wir ein ziemliches Chancenplus, leider sind wir in Tornähe allesamt keine richtigen Goalgetter. So hatte auch der Schreiberling wieder seine Chance zu dem einen Saisontor, als er von Thomas W. mustergültig freigespielt wurde. Der Schiri fragte danach, ob ich zu lange nachgedacht hätte. Meine Theorie ist schlicht und ergreifend physikalischer Natur: Massenanziehung. Der Torwart war gefühlt 2x2 Meter, da hat so ein kleiner Ball keine Chance. Unser Tor in Hälfte 1 erzielte Besmir. Ein Pass von Andreas E. verhungert, obwohl es nur 3 Meter Passdistanz waren, aber wir setzen nach und Besmir dribbelt sich rechts durch, umkurvt seinen Gegner und netzt in die Mitte ein. Torchancen auf Seiten des Gastgebers gab es auch, aber insgesamt standen wir sehr gut und zwangen den Gegner zu langen Wegen, wie Tobias in der Pause treffend bemerkte.
Nach warmem Wasser in der Halbzeitpause ging es munter weiter. Eschi spielte jetzt für Lokman im Sturm, Sigi auf der rechten Abwehrseite. Im Mittelfeld teilten wir uns die Aufgaben, vor allem David als zentraler Abwehrspieler hatte hier viel zu laufen. Der Gegner wollte natürlich nicht gänzlich leer ausgehen und erhöhte nochmal die Anstrengungen. Aber die ganze Zeit hatten wir immer wieder gute Gelegenheiten. Sehr variabel, jeder Spieler wurde mit eingebunden und wenn uns mal nichts einfiel, dann spielten wir eben ruhig hinten ein paar Mal quer. Dass wir nicht zu Null gewannen, lag an einer schwachen Minute. Der Gegner hat nen Freistoß und spielt den Ball frei in die Mitte. Wir spielten "Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher" oder vielmehr, Miertschi ging zum Ball, obwohl Tobias bereits "Ich" gerufen hatte. Entsprechend rutscht der Ball durch und auch Bernd ist überrascht. Am langen Eck steht der gegnerische Stürmer und macht ihn rein. Danach war es ein paar Minuten eng. Wir wollten natürlich unbedingt noch ein Tor machen und so musste Tobias ein paar Mal klare Anweisungen geben, dass wir unsere Positionen halten sollen. Das klappte dann aber ganz gut und mit zunehmendem Spielverlauf hatten wir auch wieder Chancen. Das Tor zum Sieg schoss unsere Torkanone, die Ladehemmung dürfte damit beseitigt sein. Dirk spielte diesmal rechter Läufer, war sehr fleißig, hatte aber weniger Gelegenheiten als sonst. Vor dem 2:1 eroberte er auf rechts den Ball und paßte in die Mitte zu Andreas E., welcher nach kurzem Doppelpaß mit Thomas W. wieder auf rechts spielte. Dort war Dirk mittlerweile fast am Strafraumeck und musste nur noch rein in den 16er, einen Mann ausnehmen und durch den Torwart durch in´s Tor treffen. Vielumjubelt und sowohl für Dirk als auch für die mannschaftliche Leistung 100% verdient. Kurz danach war auch schon Schluß.
Fazit:
Vor der Halbzeit war´s echt grenzwertig warm, danach ging´s. Wir haben gestern Abend ein sehr kontrolliertes Spiel abgeliefert. In allen Mannschaftsteilen haben wir Einsatz gezeigt, auch wenn einige auch mal auf ungewohnten Positionen ran mussten. Lokman und Sigi haben sich gut eingeführt. Alles in allem ein gelungener Abend und ich habe mir mein eines Saisontor für nächste Woche aufgehoben.
Da geht´s in den Serengeti Park und wieder werden einige Stammkräfte fehlen.
Startelf:
Bernd - Sven K., Tobias, David, Miertschi - Ralf, Andreas E., Thomas W., Dirk - Lokman, Besmir
Bank: Sigi, Eschinho, Frank Schneider und unser Coach Achim
Eintracht / GW Dessau - FSG Trinum 2-1 (0-1)
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- Veröffentlicht am Freitag, 17. Juli 2020 10:59
- Geschrieben von Andreas Berzau
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Feierlichkeiten in Verbindung mit Freitagsfussball sind was schönes. Daraus wird was besonderes, wenn dann sogar ein Sieg herausspringt. Zugegeben war aber dieser Sieg gestern Abend so zäh wie ein zu lang auf dem Grill gelegenes Schweinefilet.
Aber der Reihe nach. Lange vorab geplant, sollte dieser Tag zu Ehren zweier Geburtstage der Vereinsikonen Patrik Elze und Dirk gestaltet werden. Terminlich lag unser Fokus eigentlich in Trinum, Nils verhandelte mit harten Bandagen und lotste die Randköthener in unsere heimischen Gefilde. Nichtwissend wie die Personalfrage letztendlich geklärt wurde,wurden aus 11 Spielern bei uns sagenhafte 16, inklusive des "Neuen"Patrik Elze und Gaston Lippert aus der ersten Kompanie Das Staki als auch Tobi uns in Zuverlässigkeit verstärken muss nicht mehr erwähnt werden. Im großen und ganzen läufts personell gerade richtig gut.
Ins Spiel kamen wir in den ersten Minuten ruhig und sachlich. Aber der Geduldsfaden ist bei uns relativ kurz und schon kamen nach den ersten ruhigen Bemühungen um sachlichen Spielaufbau Unruhe und Hektik rein. Wir wollten einfach mehr kommunizieren und vergaßen dies in der Folge recht oft. Auch die forschen Alleingänge Staki´s brachten nie die erhoffte Wirkung eines frühen Treffers für uns. So kam die auch kurzfristig aus drei Verschieden Orten zusammengewürfelte Mannschaft aus Trinum zum Führungstreffer. Aus dem Nichts quasi. Der Gast spielte sehr konstruktiv und frech gerade im Mittelfeld auf, die Räume die wir ihnen boten, nutzten Sie gnadenlos aus. Unsere Offensivbemühungen reichten von geblockten Schüssen, Flanken oder auch Ecken, die bis auf Dirks Kopfballgelegenheit, wirkungslos waren. Wir hatten große Probleme in der Aufteilung auf dem Platz und mit den dazugehörigen Aufgaben auf dieser Position, sehr stark zu erkennen auf unseren nicht immer existenten Flügeln. Die Pause sollte helfen die Reset-Taste zu finden und zu betätigen. Alles auf Anfang quasi.
Und siehe da. Besserung. Die harten Worte der Pause wurden verstanden und wir stellten nochmal um. Nun brachten sich die Gäste selbst in Schwierigkeiten, konnten mit unserem Pressing mal nun gar nichts anfangen und wir drehten die Partie innerhalb der ersten 10 Minuten der 2. Hälfte. Beide Male konnte Thomas W. dieses Forechecking auf den ersten Ball für sich nutzen. Grandios. Danach kehrte Ruhe ein. Trügerisch, denn unser Anrennen kostete Kraft und demnach hatte Trinum in der Folge wieder Raum für Konter. Torchancen,die Bernd nach seinem Fauxpas der ersten Hälfte bei der Führung der Gäste alles ausbügeln konnte. Letztendlich kam von uns nicht viel zwingendes um den Deckel auf die Pfanne zu legen. Eher war Trinum den Ausgleich näher und so zitterten wir uns dann glücklich zu einem hartumkämpften Sieg gegen wirklich faire Trinumer. Und das zählt am Ende.
Wie immer gabs bei einem leckeren Grillbuffet und der einen oder anderen Flasche Hopfentee viel zu analysieren bei dem was gut und schlecht war. Die Wahrheit liegt nun mal irgendwo dazwischen aber immer...auf dem Platz. Nächste Woche gehts weiter..gegen die Sportfreunde aus Mildensee. Juhee.
Aufstellung : B.Güldner- A.Berzau, T.Franzl, T.Geyer, S.Köhler-K.Malyscyk, A.Eichler, T.Werner, Lokman- D.Rubitzsch, P.Elze
Bank: C.Hinsche, G.Lippert, S.Malende, M.Eschweiler, R.Thieme
Tore: 0-1 Trinum, 1-1;2-1 Thomas Werner
Eintracht/ GW Dessau - SG Reppichau 2-5 (0-2)
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- Veröffentlicht am Freitag, 10. Juli 2020 10:40
- Geschrieben von Andreas Berzau
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-Brocken- (in übertragener Bedeutung) ein harter Brocken (umgangssprachlich; ein schwierige Situation; ein schwerer Gegner)
Ja, dieser kam am gestrigen Freitag in die Brachmeierei. Während Glück Auf Möhlau eigentlich kommen sollte, was in der Hinsicht der Schwierigkeit schon der Inselsberg wäre, organisierte Nils kurzerhand die Reppichauer, den Brocken. Und nun, stellt euch vor, wie die Eintracht an einem Freitagabend zur besten Fussballzeit diese 1142m erklimmen sollte.
Personalmässig trotz Fluktation zur Vorwoche waren wir gut aufgestellt, wieder mit Bernd im Kasten, als auch Dirk. Ebenso Walle, der nach seinem Wehwehchen der Vorwoche zur Attacke blasen wollte. Apropos blasen. Wie auf dem Brocken üblich, wehte ne steife Brise übers Geläuf, kühl wars, fehlte nur noch Schnee.
Apropos Schnee. Reppichau wirkte kühl und sehr ruhig im Spielaufbau, während bei uns der 2. oder 3. Ball, nach einer Balleroberung oder eine Abwehraktion kaum 3 Meter zum nächsten Spieler kam. Somit brachten wir uns immer selbst in Schwierigkeiten, ohne das die Gäste einen Anteil dran hatten. Während wir mit Rückenwind gerade mal einen lausigen Schuss aufs Gehäuse von Sven Zober (der bei seinem Heimatklub im Kasten stand und letzte Woche bei uns aushalf) brachten, lag Reppichau schon früh in der Partie mit zwei Toren vorn. Wir stellten nochmal um, mit Martin sollte hinten mehr Stabilität kommen. Andy und Thomas mühten sich im Mittelfeld, konnten aber selten Thomas Werner oder Dirk so einsetzen, das sie sich zum Tor umdrehen und damit Geschwindigkeit oder den Torabschluss generieren konnten, die Außen waren größtenteils wieder nur auf dem Spielberichtsbogen anwesend, wurden selten bis gar nicht ins Spiel gebracht. Dennoch schafften wir es bis zur Pause das Spielgerät desöfteren von unserem Tor fernzuhalten und durch Freistöße oder Ecken zumindest ein laues Lüftchen Gefahr zu erzeugen.
Nach der Pause kamen wir optisch besser rein und hatten zumindest jetzt ein paar Torabschlüsse hier und da. Aber halt nichts zwingendes. Eher brachten wir nun hinten Bernd selbst dazu, wach zu bleiben. Ein guten Kopfball von Martin(!) reagierte Bernd glänzend, die darauffolgende Ecke wurde am langen Pfosten zum 0-3 eingeköpft. Keine zwei Minuten später dann die endgültige Entscheidung, als Bernd mit einem Fernschuss ins lange Eck ausgeguckt wurde. Aber wir machten einfach weiter, unsere Stärke eben. Belohnten uns mit dem Ehrentreffer durch Kevin, als auch dieser den Torhüter gewitzt und mit all seiner Routine von 20 Jahren Lebenserfahrung den Torhüter ausspähte und sehr genau den Ball an den Innenpfosten platzierte. Allemal verdient. Ja, wir hätten mehr kosmetische Korrekturen am Spielergebnis machen können , wenn ja wenn wir konsequeneter den Abschluss gesucht hätten. Wieder immer viel zu sehr mit dem Kopf durch die Wand, die ein Maurer wohl nicht besser setzen konnte. Die Räume, die sich außen immer wieder boten...ach lassen wir das.
Übrigens...die Borkenkäfer aus Reppichau hatten offensiv weiterhin massiven Torhunger während sich unsere Reihen hinten lichteten wie die Wälder auf Mitteldeutschlands höchstem Berg- das fünfte Tor der Gäste war ein Spiegelbild der hiesigen Landschaft. Unglücklich die Aktion, als der eigentliche Abschluss von Dirk bzw. Thomas wohl schon auf der Torlinie von Lokman ins Tor befördert wurde. Dies sah Schiri Begung als eindeutige Abseitsposition an, der Keller in Köln blieb stumm. Wie immer. Wo ist Bibiana, wenn sie mal gebraucht wird. Aber auch danach konnte und musste Bernd gerade in Eins gegen Eins Situationen mehrmals noch meherere Bälle und somit das Ergebnis halten.
Gut irgendwann mussten wir ja den Gipfel erreichen, der Doktor half dabei. Der Höhepunkt des Tages kam in Erscheinung unseres weißen Brasilianers. Eschinho zauberte nach Anspiel vom Doc einen Traumpass aus dem Hut, der so perfekt in des Doktors Kittel passte, das dieser zum 2-5 vollenden konnte. Ohne Assistensarzt, ohne Schwester, ohne Narkose. Blubb blubb. Die Bank draußen erhob sich und feierte dieses Ereignis ausgiebig. Und diesen Applaus hat sich der immer treue Eschi mehr als verdient.
Nach diesem für uns spektakulärem Ereignis gings nun wieder bergab. Herunter ins Tal der Tränen. Abpfiff. Und die Erkenntnis, das uns noch ne Menge Ausrüstung fehlt, um irgendwann mal die Zugspitze zu erklimmen. Ehrlicherweise auch die Sherpas, also die Leute, die noch aktiv spielen, und die uns aufgrund ihrer Erfahrung im laufenden Spielbetrieb mehr helfen sollten, als sie es manchmal tun. Dennoch gebührt Ihnen der Dank fürs Helfen.
Apropos. Dank an Reppichau fürs kurzfristige Einspringen und für das faire und demütige Auftreten ohne Allüren und Stargehabe. Absolut wohltuende Atmosphäre.
Aufstellung: B.Güldner- S.Köhler, A.Eichler, T.Franzl, A.Berzau- Lokman, A.Hänsch, T.Elste, K.Valentin, T.Werner, D.Rubitzsch
Bank: S.Malende, M.Schlegel, Eschinho, K. Malyszyk
Unsere Tore: Kevin, Thomas E.
Persönlich möchte ich unserer Mannschaft danken, hat sie es scheinbar angenommen, das es mindestens zweier Aktionen vor und nach dem Spiel bedarf. Auf- und Abbauen. Dann schmeckt das Bier des Brockenwirts Max umso besser.











